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·22 Maret 2026

„Nicht alles verloren“: Wolfsburger Sorgen bei Bremer Erleichterung

Gambar artikel:„Nicht alles verloren“: Wolfsburger Sorgen bei Bremer Erleichterung

Dieter Hecking wollte sich vom nächsten Rückschlag für den VfL Wolfsburg nicht entmutigen lassen. Die Rechnung? Simpel. „Es sind noch sieben Spiele zu gehen, es sind noch 21 Punkte zu holen“, referierte der erfahrene Coach unbeirrt am Sky-Mikrofon. Doch während sein Amtskollege Daniel Thioune nach der nächsten „gewonnenen Runde“ von Werder Bremen im Boxkampf um den Klassenerhalt erleichtert aufatmete, droht Hecking und seinen Wölfen der K.o.

Zehn Partien ohne Sieg, Platz 17 – und die Zeit, um den Absturz in die Zweitklassigkeit noch zu verhindern, rinnt allmählich davon. Das war nach dem 0:1 (0:0) im richtungsweisenden Duell mit einem der direkten Konkurrenten auch den Verantwortlichen in Wolfsburg mehr als bewusst. „Es werden weniger Spiele und weniger Chancen“, gab VfL-Sportdirektor Pirmin Schwegler zu, „aber es ist noch nicht alles verloren.“


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Doch der Bremer Befreiungsschlag, für den Justin Njinmah (68.) sorgte, stieß Wolfsburg am Samstag nah an den Abgrund. „Bis es nicht mehr möglich ist, werden wir weitermachen“, betonte Schwegler jedoch. Auch Hecking, der erst vor zwei Wochen seine Rettungsmission beim VfL angetreten hatte, hat weiter Hoffnung. „Ich glaube, dass die Mannschaft weiß, wie der Weg sein kann“, erklärte der 61-Jährige, aber „sie braucht dieses Erfolgserlebnis, da brauchen wir nicht drumherum zu reden“.

Wolfsburg verliert im Abstiegsgipfel

Doch wie soll das gelingen? Im Abstiegsgipfel hatte Wolfsburg, wie auch Bremen, zunächst das Risiko gescheut, Hecking vermisste bei seiner Mannschaft im letzten Drittel unter anderem wieder „die Klarheit“. Zudem macht sich der Unmut im Umfeld weiter bemerkbar. Vor Anpfiff hatten die Fans im ersten Heimspiel nach den Tumulten ihr Anliegen mit Hilfe mehrerer Banner deutlich gemacht. „Nicht für irgendwelche Spieler – wir singen nur für unseren Verein“, war dort unter anderem zu lesen.

Auf der anderen Seite sah Werder-Coach Thioune sein Team „im Abstiegskampf mehr oder weniger komplett angekommen“. Nach dem jüngsten Rückschlag gegen den FSV Mainz 05 (0:2) meldeten sich die Bremer trotz Personalnot zurück, auch wenn etwas Glück dabei gewesen sei, wie Thioune einräumte.

Auch von den Unruhen rund um die Partie hatte sich die Mannschaft nicht irritieren lassen, am Rande des Spiels war es zu Auseinandersetzungen gekommen. Laut Wolfsburger Polizei war es zu mehreren Festnahmen von Werder-Fans nach Angriffen auf Ordner gekommen. Die Fanhilfe Bremen warf den Beamten dagegen „massive Übergriffe“ vor.

Doch auch wenn die Bremer Sorgen mit 28 Punkten auf dem Konto vorerst etwas kleiner wurden, mahnte Thioune: Werder habe „noch nichts erreicht“. Dem 51-Jährigen, der das Rennen um den Klassenerhalt mit einem Boxkampf verglichen hatte, stehen mit seinem Team noch sieben Runden bevor. Ebenso den Wolfsburgern.

Und die nächsten Gegner haben es in sich. Während Werder nach der Länderspielpause RB Leipzig empfängt, gastiert Wolfsburg bei Bayer Leverkusen. Doch „auch gegen Mannschaften, die in der Tabelle deutlich über uns stehen“, betonte Hecking, „kann man punkten“.

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