Nikola Katic: Wir fahren nicht zufällig zur WM | OneFootball

Nikola Katic: Wir fahren nicht zufällig zur WM | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FC Schalke 04

FC Schalke 04

·11 Juni 2026

Nikola Katic: Wir fahren nicht zufällig zur WM

Gambar artikel:Nikola Katic: Wir fahren nicht zufällig zur WM

Am Donnerstag (11.6.) beginnt in Kanada, Mexiko und den USA das größtmögliche Ereignis der Fußballwelt: die Weltmeisterschaft. Auf dessen Bühne darf sich auch Nikola Katic mit Bosnien-Herzegowina präsentieren. Im Interview mit schalke04.de spricht der Verteidiger über die emotionale Qualifikation für das Turnier, die Kontrahenten in Gruppe B und einen sich erfüllenden Kindheitstraum.

Nikola, am Freitag (12.6.) startet für Dich und Bosnien-Herzegowina die WM mit der Partie gegen Gastgeber Kanada (21 Uhr deutscher Zeit). Wie sehr freust Du Dich, dass es losgeht? Ich kann es ehrlich gesagt gar nicht in Worte fassen. Es ist wahrscheinlich der größte Traum eines jeden Jungen, der zum ersten Mal gegen einen Ball tritt, irgendwann bei einer Weltmeisterschaft mitzuspielen. Wir haben das geschafft. Es hat erst einmal gedauert, zu realisieren, welche Leistung diese Quali war. Ich denke aber, wir haben einen wirklich starken Kader und jede Menge Qualität. Wir fahren dorthin, um auf diesem Erfolg aufzubauen.


Video OneFootball


Was ging dir durch den Kopf, als feststand, dass Du definitiv Teil des Aufgebots von Nationaltrainer Sergej Barbarez bist? Nicht viel, um ehrlich zu sein. Ich war einfach nur aufgeregt und wusste: Ich muss mich vorbereiten. In den vergangenen zwei Monaten habe ich hart gearbeitet. Mein Ziel war es, so fit wie möglich zu sein, wenn wir als Nationalmannschaft zusammenkommen. Ich stehe bei der WM als Spieler auf dem Platz, ich bin nicht als Fan vor Ort. (schmunzelt) Das wird ein besonderer Moment. Daher wollte ich in meiner persönlich besten Verfassung sein.

Wie wichtig war es Dir, auch für Deine WM-Form, dass Du beim letzten Saisonspiel für Schalke noch mal auf dem Platz standest? Sehr, sehr wichtig. Seit meiner Knieverletzung habe ich jeden Tag intensiv trainiert, um am Ende noch mal dabei sein zu können. Auswärts gegen Nürnberg hat es noch nicht gereicht. Das Spiel zu Hause gegen Braunschweig bedeutet mir aber sehr viel, vor allem, weil wir dort die Meisterschale überreicht bekommen haben. Außerdem war mein Einsatz wertvoll für meine Fitness.

Mit Bosnien-Herzegowina hast Du im März schon ein emotionales Highlight durchlebt – in den Playoffs gegen Italien konntet Ihr nach 120 Minuten im Elfmeterschießen das WM-Ticket lösen. Welchen Einfluss kann dieser Moment auf das Turnier haben? Einen riesigen! Denn wir haben nicht nur Italien geschlagen, was eine unglaubliche Leistung war. Zuvor haben wir schon gegen Wales sowie in den Qualifikationspartien gegen Gegner wie Österreich oder Rumänien unsere Qualität unter Beweis gestellt und gezeigt, dass wir nicht zufällig zur WM fahren. Die Spiele werden uns sicherlich einen großen Schub geben.

In der Gruppe B trefft Ihr neben Kanada auch auf die Schweiz und Katar. Wie sind die drei Gegner einzuschätzen? Es sind alles starke Mannschaften. Wenn man an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, hat man zweifellos das nötige Zeug dazu. Kanada als Gastgeber wird sehr motiviert sein, im eigenen Land zu performen. Bei der Schweiz wissen wir: Sie haben seit jeher Spitzenspieler aus den europäischen Top-Ligen in ihren Reihen und nehmen eigentlich an jeder Welt- und Europameisterschaft teil. Dabei waren sie auch schon erfolgreich. Auch Katar ist eine sehr gute Mannschaft. Es wird also schwierig werden. Aber wie gesagt: Auch wir haben Qualität und reisen nicht als Außenseiter zum Turnier.

Bei Euch sind neben Deinem Schalker Kollegen Edin Džeko mehrere Akteure in Deutschland aktiv. Kann diese Verbindung ein Vorteil für Euch werden? Das kann schon sein, wir sind aber innerhalb des Teams liga- und länderunabhängig miteinander verbunden. Die Atmosphäre, die ich bei der Nationalmannschaft und auch auf Schalke in dieser Saison erleben durfte, habe ich noch nicht so oft wahrgenommen – und das, obwohl ich schon in verschiedenen Vereinen gespielt habe. Die Atmosphäre ist einer der ausschlaggebenden Faktoren für den Erfolg mit beiden Teams.

Was wäre für Euch ein Erfolg bei der WM? Wie weit kann es Deiner Meinung nach gehen? Wir haben uns kein konkretes Ziel gesetzt. Wir wollen einfach Spiel für Spiel angehen und versuchen, so weit wie möglich zu kommen – mal sehen, wie weit es reicht.

Das Überstehen der Gruppenphase und die zeitgleiche Qualifikation fürs Sechzehntelfinale wären aber bestimmt ein Traum … Das wäre sicherlich ein riesiger Schritt für unser Land. Es ist nach 2014 ja erst unsere zweite Teilnahme an einer Weltmeisterschaft. Mich würde das Erreichen der K.o.-Spiele zeitgleich aber auch nicht überraschen, denn unsere Mannschaft besitzt großes Potential und eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und vielversprechenden Talenten.

So kurz vor der WM und zeitgleich kurz nach Deinem ersten Jahr auf Schalke: Wie bewertest Du rückblickend Deinen Wechsel zum S04 im vergangenen Sommer? Es war ein toller Schritt. Das lässt sich jetzt offensichtlich so sagen, denn wir haben in der Saison viel zusammen erreicht und am Ende die Meisterschaft gewonnen. Dass ich jetzt zur WM fahren darf, rundet das Jahr für mich ab – Schalke ist dafür ein wichtiger Grund. Ich genieße meine Zeit als Schalker wirklich sehr.

Zu welchem Zeitpunkt wurde Dir klar, dass Dein Wiedersehen mit Miron Muslic so erfolgreich verlaufen würde? Es gab eine Situation, als wir in der Sommervorbereitung in Österreich gegen Panathinaikos Athen (0:0) spielten und nach der Partie auf den Bus warteten. Ich saß mit Miron allein in der Umkleidekabine und er sagte zu mir: „Wir drehen den Spieß hier um.“ Ich habe noch nie jemandem in die Augen geschaut und dabei so viel Entschlossenheit verspürt. Danach wusste ich, dass wir Großes erreichen können.

Auf Schalke hast Du auf Anhieb als kompromissloser Abwehrrecke überzeugt. Wirst Du jetzt auch die ganze Welt mit Deinen Tacklings begeistern? (lacht) Nun, das ist meine Art zu spielen und was ich auf dem Platz liefern kann. Ich werde wie immer in jedem Spiel 120 Prozent geben, anderweitig kann man in einem solchen Wettbewerb gar nicht mithalten.

Erfolg wächst aus starker Gemeinschaft.

Mit einer Mitgliedschaft in der Auf Schalke eG gestalten Schalkerinnen und Schalker die Zukunft ihres Vereins aktiv mit – selbstbestimmt, nachhaltig und aus eigener Kraft. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage für sportlichen Erfolg, starke Nachwuchsarbeit und ein stabiles Fundament für kommende Generationen.

Jetzt über die Auf Schalke eG informieren und Teil des Aufbruchs werden: aufschalkeeg.schalke04.de

Lihat jejak penerbit