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·17 Maret 2026
Nur die Bayern können entspannen: Die To-dos der Bundesligisten im Europapokal

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·17 Maret 2026

Nach den Hinspielen in den europäischen Wettbewerben wird es bei vier Bundesligisten im Rückspiel richtig spannend. Einzig der FC Bayern hat quasi ein Testspiel.
Es ist Zeit für Entscheidungen in den internationalen Wettbewerben! Die Rückspiele im Achtelfinale stehen an und fünf Bundesligisten sind mittendrin. Während dem FC Bayern gegen Atalanta nicht mehr als ein glorifiziertes Testspiel bevorsteht, ist es bei den vier weiteren deutschen Vertretern noch spannend.
Vor einer Woche haderte Bayer 04 Leverkusen mit einem späten Elfmeter für den FC Arsenal in der Schlussphase. Ausgerechnet Werkself-Eigengewächs Kai Havertz verwandelte den Strafstoß zum späten Ausgleich für weitgehend ideenlose Gunners, die damit ihrer ersten Niederlage in der Königsklassen-Saison gerade noch von der Schippe sprangen.
Bayer 04 hatte dem englischen Top-Klub zuvor einen großen Fight geliefert und hätte durchaus verdient gehabt, mit einer Führung ins Rückspiel zu gehen. So heißt es vor dem Rückspiel im Emirates: Alles auf Anfang. Arsenal geht wieder als klarer Favorit ins Rennen, Leverkusen will überraschen.
Wie das gelingen kann, wird sich Kasper Hjulmand aus dem Hinspiel gemerkt haben. Flügelstürmer Bukayo Saka muss konsequent gedoppelt und isoliert werden. Kommt der Engländer nicht ins Spiel, lahmt die Offensive der Gunners, zudem verhindert man zahlreiche Eckbälle, die der Nationalspieler mit seinen Flanken- und Abschlussversuchen regelmäßig herausholt.

Foto: Getty Images
Offensiv wird Christian Kofane wohl erneut das Vertrauen bekommen. Der junge Kameruner hat Gabriel und William Saliba im Hinspiel vor Probleme gestellt und mit seiner Physis sowie seinen cleveren Tiefenläufen wichtige Räume gerissen, in die Akteure wie Ibrahim Maza und Ernest Poku vorstoßen konnten. Tritt die Werkself auf, wie vor einer Woche in der BayArena, ist der Bundesligist auch in der Festung Emirates Stadium nicht chancenlos.
Deutlich weniger Druck hat der FC Bayern. Die Münchener gehen nach der 6:1-Gala in Bergamo entspannt ins Rückspiel gegen Atalanta. Für Trainer Vincent Kompany ergibt sich dadurch ein seltener Luxus. Der Belgier kann kräftig rotieren und Vielspielern wie Michael Olise, Harry Kane oder Jonathan Tah mal eine Pause gönnen. Jamal Musiala könnte dagegen mal wieder wichtige Spielzeit von Beginn an sammeln. Diese Gelegenheit sollte der Coach auch nutzen, immerhin biegt die Saison gerade auf die Zielgerade ein und die Münchener wollen schließlich bis zum Ende auf allen drei Hochzeiten tanzen.
In der Europa League müssen beide Bundesliga-Vertreter einen Rückstand wettmachen. Besonders auf den VfB Stuttgart kommt eine Mammtaufgabe zu. Die Schwaben haben das Hinspiel gegen Porto vor heimischer Kulisse mit 1:2 verloren und müssen nun im Estadio do Dragao den Turnaround schaffen. Die Generalprobe ist dem VfB beim 1:0 gegen RB Leipzig geglückt, auch Porto überzeugte in der Liga gegen Moreirense (3:0).

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In Portugal muss die Mannschaft von Sebastian Hoeneß Geduld beweisen. Porto hat in der Liga noch kein Spiel im eigenen Stadion verloren und erst vier Gegentore kassiert. Die Schwaben dürfen daher nicht in Hektik verfallen, wenn sie nicht schon früh im Spiel den Rückstand egalisieren können. Bringt der VfB seinen Ballbesitzfußball in gewohnter Qualität auf den Rasen, ist im Estadio do Dragao das Weiterkommen noch drin.
Ähnlich ist die Ausgangslage im Breisgau. Der SC Freiburg läuft im Rückspiel einen 0:1 gegen den KRC Genk hinterher, hat aber im Gegensatz zum VfB Stuttgart immerhin den Heimvorteil. Im Europa-Park-Stadion braucht die Elf von Julian Schuster jedoch eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Hinspiel in der vergangenen Woche.
Offensiv fiel dem Sport-Club in Belgien wenig ein, die einzigen Chancen entstanden durch individuelle Fehler des Gegners. Zu diesen zwang der Bundesligist den KRC aber viel zu selten, auch weil Genk in einem physisch geprägten Spiel klar die Oberhand in den Zweikämpfen im Mittelfeld hatte.
Im Rückspiel muss der Tabellenachte der Bundesliga gegen den belgischen Vertreter von Beginn an präsenter in den Zweikämpfen sein und offensiv schneller in die Tiefe kommen, um die Tempo-Defizite der Genk-Defensive besser auszunutzen. Allerdings: Mit Maximilian Eggestein fällt ein Schlüsselspieler, der beide Komponenten vereint, weiter rotgesperrt aus.
Europapokalabend werden beim 1. FSV Mainz 05 wohl nie als alltäglich abgestempelt, einen besonderen Platz in der Vereinshistorie wird das 0:0 aus dem Hinspiel bei Sigma Olmütz allerdings auch nicht finden. Die ereignisarme Nullnummer bei den Tschechen hat der Mannschaft von Urs Fischer eine ordentliche Ausgangslage für das Rückspiel in der Mewa-Arena verschafft.

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Im Hinspiel gingen die Rheinhessen zu selten ins Risiko und wussten ihre individuelle Überlegenheit nicht auszunutzen. Allerdings trat man letzte Woche auch nach einer Serie von vier Bundesligaspielen ohne Sieg bei Sigma Olmütz an, das Selbstvertrauen konnte gar nicht da sein. Mit dem 2:0 im Abstiegskracher gegen Bremen und dem Heimvorteil, muss die Marschroute im zweiten Duell mit dem Tabellenfünften der Chance Liga klar sein. Mit breiter Brust auflaufen und das Momentum aus dem Bremen-Spiel von Beginn an in den Europapokal mitnehmen.
Dienstag, 17. März
Arsenal – Bayer 04 Leverkusen (21 Uhr, Prime Video)
Mittwoch, 18. März
FC Bayern – Atalanta B.C. (21 Uhr, DAZN)
Donnerstag, 19. März
SC Freiburg – KRC Genk (18.45 Uhr, RTL+)
FC Porto – VfB Stuttgart (21 Uhr, RTL)
1. FSV Mainz 05 – Sigma Olmütz (18.45 Uhr, RTL+)









































