FC Bayern München
·4 April 2025
Ohne Jammern, mit Zusammenhalt: Titelhunger bleibt ungebrochen

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·4 April 2025
Es gibt beim FC Bayern aktuell durchaus Grund, mit der Personalsituation zu hadern. Beim 3:1-Auswärtssieg gegen den FC Augsburg am Freitagabend musste Jamal Musiala angeschlagen ausgewechselt werden. Ob und wie lange der 22-Jährige ausfällt, ist noch offen – genauere Untersuchungen stehen noch aus.
Doch was in den Gesichtern der Spieler und von Trainer Vincent Kompany nach Abpfiff zu sehen war, war kein Jammern – sondern Trotz. Und vor allem: Entschlossenheit.
Am Dienstag steigt das Hinspiel im Viertelfinale der Champions League gegen Inter Mailand in der Allianz Arena. Die Verletztenliste ist lang, aber der Titelhunger bleibt ungebrochen.
Jamal Musiala erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer für den FCB in Augsburg. Der Offensivspieler musste in der zweiten Halbzeit allerdings verletzungsbedingt ausgewechselt werden.
„Ich jammere nicht über die Situation. Wir haben Vertrauen ineinander und werden das mit dem Kader lösen. Wir brauchen alle Spieler, die zur Verfügung stehen“, betonte Kompany.
Gegen Augsburg zeigte sich bereits, wie eng das Team zusammengerückt ist. Josip Stanišić schlug sich etwa auf der für ihn ungewohnten linken Seite hervorragend – ein weiterer Beleg für die Flexibilität im Kader. Grundsätzlich half jeder dem anderen.
Harry Kane traf zur 2:1-Führung für den FCB.
Die Mentalität beim schwierigen Auswärtsspiel in Augsburg, immerhin die drittbeste Rückrundenmannschaft der Bundesliga, stimmte zu 100 Prozent. Der Rückstand durch Dimitris Giannoulis (30.) brachte niemanden im FCB-Trikot aus der Ruhe. Die Münchner blieben fokussiert, spielten ihre Stärken aus - und drehten die Partie.
„Das haben wir gut gemacht. Nach dem 0:1 haben wir das Spiel noch besser kontrolliert, waren geduldig und haben zum Glück vor der Pause noch den Ausgleich erzielt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann eigentlich gar nichts mehr zugelassen“, analysierte Kapitän Joshua Kimmich.
Den Ausgleich besorgte Musiala (42.), Harry Kane traf zur Führung (60.), das 3:1 fiel in der Nachspielzeit durch ein Eigentor von Chrislain Matsima - nach einem Schuss von Leroy Sané (90.+3).
Was ebenfalls auffiel: Sané ist in exzellenter Form, Michael Olise belebt weiterhin das Offensivspiel, Kane bleibt treffsicher wie eh und je. Standards wie Ecken und Freistöße sind gefährlich, Chancen entstehen fast im Minutentakt. Am Ende standen 19:6 Torschüsse und 49:13 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum gegen die defensivstarken Augsburger - Zahlen, die Mut machen für die nächsten Aufgaben.
Lamentieren bringt nichts. Es gilt, die Situation anzunehmen – so wie das Team es in Augsburg vorgemacht hat. Mit Kane, Thomas Müller und Kimmich stehen genug erfahrene Führungsspieler bereit, um das Team auch gegen Inter zu tragen. „Jeder merkt jetzt, dass er gebraucht wird. Jeder bekommt seine Chance und muss hungrig und bereit sein“, unterstrich Kimmich.
Das 3:1 in der Nachspielzeit war die endgültige Entscheidung für die Bayern.
In den kommenden Tagen wird der Gegner detailliert analysiert, die Vorbereitung läuft auf Hochtouren. Auch die Unterstützung von den Rängen wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Geschichte hat oft gezeigt, wie elektrisierend die Atmosphäre in der Allianz Arena bei K.o.-Spielen in der Königsklasse sein kann.
Als Vorgeschmack präsentierten die mitgereisten Fans beim kollektiven Schlussjubel ein Plakat mit einer klaren Botschaft: den „Henkelpott“ – und daneben das Finaldatum, 31. Mai 2025.
„Unser Ziel ist weiterhin, dass wir alles gewinnen“, sagte Kompany - und blickte entschlossen nach vorn. Die Richtung ist klar. Jetzt zählt’s.
Pack ma’s!
Die Stimmen zum Spiel beim FC Augsburg: