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·2 April 2025

One-Club-Players: Bayern und die Müller gewordene Loyalität

Gambar artikel:One-Club-Players: Bayern und die Müller gewordene Loyalität

Thomas Müller vor dem Abschied? Beim Spiel Bayern München gegen den FC St. Pauli (3:2 / Siehe Fussballdaten-Feature ,,Bayern-Star Harry Kane wie einst Miroslav Klose“) sickerte im Medien-München durch, dass der Rekordmeister seinem Rekordspieler Thomas Müller (35) keinen neuen Vertrag mehr anbieten wird. Das kam nicht überall gut an, doch was sagen die Zahlen – und wo steht Thomas Müller im Vergleich zu anderen One-Club-Men in Europas Top-5-Ligen?

„Müller ist nicht mehr Müller“, kommentierte der geschätzte Kollege Damian Leicher am Mittwoch in SPORT BILD, „es ist im Sommer der richtige Zeitpunkt, um ihn gehen zu lassen.“


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Das sah Josef Dieter, genannt Sepp Maier (81) anders. „Solche Spieler wie er machen einen Verein aus, sie sind seine Seele“, sagte der von Müller als Rekordspieler des FC Bayern abgelöste Weltmeister von 1974 bei SPORT1, „mit ihnen verliert ein Klub ein Stück seiner Seele. Ein ziemlich bitteres Ende.“

„Das wäre aus meiner Sicht ein großer Verlust“, sagte Müllers Weltmeister-Kollege und langjähriger Bayern-Weggefährte Philipp Lahm in Wolfsburg, „Thomas ist eine absolute Identifikationsfigur und der Verein lebt auch von Identifikationsfiguren.“

Diese Identifikationsfigur Thomas Müller hat beim FC Bayern München fast alle Rekorde gebrochen.

Thomas Müller – Der Rekordspieler des FC Bayern vor dem Abschied

  • 742-mal lief der Ur-Bayer Thomas Müller für den deutschen Rekordmeister auf.
  • Dabei lieferte er 273 Tor-Vorbereitungen – Vereinsrekord.
  • 247 Treffer markierte Thomas Müller selbst, nur „Bomber“ Gerd Müller († 2021) mit 570 und der Pole Robert Lewandowski (344) trafen in Pflichtspielen häufiger für die Bayern.
  • Zwölf Mal feierte Thomas Müller mit dem FC Bayern bereits die Deutsche Meisterschaft, 2-mal gewann er mit dem deutschen Branchenriesen die Champions League, 6-mal den DFB-Pokal.

8 Startelf-Einsätze

  1. In dieser Saison stand Müller 862 Minuten in der Bundesliga (23 Spiele / 8-mal in der Startelf) auf dem Platz – damit lag er klar vor Joao Palhinha (563 Minuten), Sacha Boey (420) oder vor dem erneut mit Mittelfußbruch ausfallenden Hiroki Ito (249).
  2. Sein kolportiertes Jahres-Gehalt, so hört man im Medien-München, soll bei 17 Millionen Euro liegen.

„Am Sonntag“, schrieb das Kicker-Sportmagazin (Montag-Ausgabe), „beherrschte dann Thomas Müller die Schlagzeilen. Recherchen des Kicker aus sehr zuverlässiger Quelle bestätigen einen Bericht der SPORT BILD von vergangener Woche, dass der zum Saisonende auslaufende Vertrag des 35-Jährigen aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr verlängert wird. Demnach gab es bereits vor rund 2 Wochen ein Gespräch zwischen Sportvorstand Max Eberl und der Spielerseite, in dem Müller die Sicht des Vereins mitgeteilt wurde. Müller würde dem Vernehmen nach gern noch ein Jahr dran hängen.“

Thomas Müller hat den bis dahin berühmtesten One-Club-Player der Bundesliga-Geschichte, Karl-Heinz „Charly“ Körbel (70 / „Die Eintracht ist vom Pech begünstigt.“) von Eintracht Frankfurt, hinter sich gelassen.

„Der treue Charly“ lief 731-mal für Frankfurt auf.

  1. Seine Premiere gab er am 14. Oktober 1972 gegen Bayern München (2:1) als direkter Gegenspieler von Gerd Müller.

Auch James Lee Duncan „Jamie“ Carragher (47), der zwischen 1996 und 2013 insgesamt 737 Spiele für den FC Liverpool absolvierte, hat „Radio Müller“ überholt.

  1. 10 Titel holte der Engländer mit den „Reds“, darunter 2005 die Champions League.
  2. Nur 5 Spieler machten in den Top-5-Ligen mehr Pflichtspiele als Müller.

Das wäre zum Einen Jean-Luc Ettori (69) von der AS Monaco. Der Torhüter aus Marseille ging 1975 „im Sakko nach Monaco“.

  1. Ettori wurde Rekordspieler der französischen Ligue 1 und hielt diesen Nimbus über einen Zeitraum von fast 20 Jahren, ehe ihn Mickael Landreau übertraf.

754 Spiele machte Ettori für die Monegassen, aber in Deutschland kam er durch das Elfmeterschießen in der „Nacht von Sevilla“, im WM-Halbfinale am 8. Juli 1982 gegen die DFB-Elf, zu höherer Bekanntheit.

Seinen größten Erfolg feierte Giuseppe Bergomi (61) drei Tage später gegen Deutschland: Weltmeister mit Italien durch ein 3:1 im WM-Finale von Madrid.

  1. 20 Spielzeiten war „Beppe“ Bergomi zwischen 1979 und 1999 praktisch ein Synonym für Inter Mailand. Für die „Nerazzurri“ lief der Innenverteidiger 754-mal in ein Stadion ein.

Und dann natürlich er: „Il Capitano“, der ewige Römer Francesco Totti (48), der für die AS Rom 783-mal zu sehen war, u. a. natürlich bei der legendären Serie-A-Meisterschaft 2001.

Ein Leben für den AC Milan, das gilt für Paolo Maldini (56).

  1. 902 Pflichtspiele, 26 Titel (5-mal Champions League, 7-mal Serie-A-Meister) machen ihn zur absoluten Legende des Vereins.

Bliebe noch er: Ryan Joseph Giggs (51), der größte One-Club-Player aller Zeiten in Europa.

  1. „Giggsy“ stand 24 Jahre lang bei Manchester United unter Vertrag und kam bei den „Red Devils“ auf gigantische 963 Spiele in allen Wettbewerben – bei 36 Vereins-Titeln.

Wir schalten noch einmal zurück zu „Radio Müller“ und zum Abschied von Thomas Müller vom FC Bayern. „Aus dem Vereinsumfeld heißt es, Müller wurde vertraglich ein Abschiedsspiel zugesichert“, so der Kicker. Das ist ja wohl auch das Mindeste.

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