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·30 Maret 2026

Piljic führt Leverkusen zum Sieg in Hamburg

Gambar artikel: Piljic führt Leverkusen zum Sieg in Hamburg

Bayer 04 Leverkusen wahrte in der Google Pixel Frauen-Bundesliga seine Chance auf den dritten Tabellenplatz, der am Saisonende die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb bedeutet. Zum Abschluss des 22. Spieltages gewann das Team von Trainer Roberto Pätzold beim Hamburger SV 3:1 (1:1) und verkürzte mit dem insgesamt zwölften Saisonsieg den Rückstand zum Tabellendritten Eintracht Frankfurt wieder auf fünf Punkte.

Vor 4493 Zuschauer*innen im Volksparkstadion brachte Vanessa Fudalla (10.) die über weite Strecken der Begegnung überlegenen Gäste schon früh in Führung. Camilla Linberg (41.) gelang jedoch kurz vor der Pause der Ausgleich. In der zweiten Halbzeit machten U 23-Nationalspielerin Katharina Piljic (54.), die an allen drei Treffern direkt beteiligt war, und die eingewechselte Julia Mickenhagen (78.) den Dreier für Leverkusen perfekt.


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Es war bereits das dritte Duell zwischen beiden Teams in dieser Saison. Das Hinspiel hatte Bayer 04 durch einen Last-Minute-Treffer von Caroline Kehrer (90.+5) vor eigenem Publikum 2:1 gewonnen. Im Achtelfinale des DFB-Pokals setzte sich jedoch zwei Wochen später der HSV im Elfmeterschießen 4:2 (1:1, 1:1, 0:0) gegen die Werkself durch. Diesmal behielt wieder Bayer 04 die Oberhand und sorgte dafür, dass die Hanseatinnen auch vier Runden vor dem Saisonende nur drei Punkte vor einem Abstiegsplatz rangieren.

Pätzold: "Hochverdienter Sieg"

"Wir hätten schon zur Pause viel deutlicher führen müssen", sagte Roberto Pätzold im Interview bei SPORT1. "Wenn man so viele Chancen nicht nutzt, rächt sich das oft. Da mussten wir dann auch mit dem Ausgleich erleben. Daher ein Kompliment an die Mannschaft, die weiter an sich geglaubt hat und zurückgekommen ist. Das zeichnet ein Topteam aus. Unter dem Strich war es ein hochverdienter Sieg, auch wenn der HSV nie aufgegeben und sein Herz auf dem Platz gelassen hat."

Leverkusens Torjägerin Vanessa Fudalla erklärte: "In der ersten Halbzeit war es wohl eine unserer besten Offensivleistungen in dieser Saison. Da war ein Tor als Ausbeute viel zu wenig. Insgesamt war es ein gutes und dominantes Spiel von uns."

HSV-Torschützin Camilla Linberg meinte: "Es war ein schwieriges Spiel für uns, wir sind sehr enttäuscht. Leverkusen besitzt viel Qualität und hat uns stark unter Druck gesetzt. Da konnten wir uns kaum befreien."

Co-Trainer Sen auf HSV-Bank

Die HSV-Frauen wurden von Co-Trainer Eren Sen betreut, weil Cheftrainerin Liese Brancao wegen einer Gelbsperre nicht an der Seitenlinie stehen durfte. Im Vergleich zur 1:4-Niederlage beim Tabellendritten Eintracht Frankfurt gab es nur eine Umstellung. Mia Büchele rückte für Maria Mikolajova in die Anfangsformation.

Verletzungsbedingt stand die österreichische Nationalspielerin Sophie Hillebrand, die in den ersten beiden Duellen mit Bayer 04 jeweils getroffen hatte, nicht zur Verfügung. Annaleen Böhler musste erneut wegen ihrer Rotsperre passen. Mit Kapitänin Pauline Machtens und Paulina Bartz gehörten zwei frühere Leverkusenerinnen zur Hamburger Startelf, Bartz wurde sogar erst während der Winterpause ausgeliehen.

Bei Bayer 04 kehrten gegenüber dem 1:0-Heimsieg gegen Schlusslicht FC Carl Zeiss Jena die beiden U 23-Nationalspielerinnen Estrella Merino Gonzalez und Loreen Bender (nach abgesessener Gelbsperre) ins Team zurück. Dafür nahmen Valentina Mädl und Julia Mickenhagen zunächst auf der Bank Platz. Dort saß auch Juliette Vidal, die ihre muskulären Probleme rechtzeitig überwunden hatte. Dagegen mussten Caroline Kehrer (Meniskus-Operation), Amy Wrigge (Kreuzbandriss), Charlotte Voll (Aufbautraining), Friederike Repohl (Innenband-Teilriss) und Shen Menglu (muskuläre Probleme) weiterhin passen.

14. Saisontor für Fudalla

Die Gäste aus dem Rheinland gingen direkt mit ihrem ersten Torschuss in Führung. Vanessa Fudalla spielte mit Katharina Piljic Doppelpass und wuchtete die Kugel mit ihrem eigentlich schwächeren rechten Fuß zum 0:1 (10.) unter die Latte. Mit ihrem 14. Saisontreffer schloss die 24-Jährige an der Spitze der Torjägerinnenliste zur führenden Pernille Harder vom FC Bayern München auf. Zusätzliches Pech für den HSV: Abwehrspielerin Victoria Schulz musste nur wenig später verletzungsbedingt den Platz verlassen. Für sie kam Nigar Mirzaliyeva.

Mit der Führung im Rücken ließen die Leverkusenerinnen Ball und Gegner laufen, erarbeiteten sich nahezu im Minutentakt hochkarätige Chancen, um die Führung auszubauen. Unter anderem trafen Cornelia Kramer und Loreen Bender völlig freistehend das Tor nicht, nach mustergültiger Vorarbeit von Ruby Grant scheiterte erneut Cornelia Kramer am Pfosten. Nur wenig später köpfte die Dänin, die noch auf ihr erstes Saisontor wartet, eine Flanke von Estrella Merino Gonzalez knapp über das Tor. In dieser Phase konnte sich der HSV überhaupt nicht befreien.

Linberg schließt Konter ab

Das änderte sich erst in der Schlussphase des ersten Durchgangs, als der Druck der Gäste ein wenig nachließ. Dennoch fiel der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt überraschend. Camilla Linberg setzte sich nach einem schnellen Konter geschickt gegen Claudia Wenger durch und schloss zum 1:1 (41.) ab. Die bis dahin beschäftigungslose Leverkusener Torfrau Rafaela Borggräfe hatte keine Abwehrmöglichkeit, weil ihre Teamkollegin Claudia Wenger den Schuss noch unhaltbar abfälschte.

Bayer 04 war noch vor der Pause um eine Antwort bemüht. HSV-Torhüterin Lea Paulick parierte einen Distanzschuss von Katharina Piljic, ein spektakulärer Fallrückzieher von Sofie Zdebel strich knapp das Tor.

Premiere für Mickenhagen

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde beim HSV Annalena Wucher für Mia Büchele eingewechselt, um durch die Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr für mehr defensive Stabilität zu sorgen. Das gelang aber nur phasenweise, auch wenn die Partie nun ein wenig offener wurde. Leverkusen blieb jedoch am Drücker und belohnte sich mit dem erneuten Führungstor, das Katharina Piljic nach herausragender Vorarbeit von Loreen Bender zum 1:2 (54.) erzielte.

Kurz nach ihrer Einwechslung hatte Melina Krüger die beste Möglichkeit, um den Ausgleich zu erzielen. Ihr Abschluss verfehlte jedoch knapp sein Ziel. Die besseren Chancen hatten jedoch weiterhin die Gäste, bei denen Cornelia Kramer wenige Zentimeter vor der Torlinie den Ball nach einem Querpass der starken Nationalspielerin Carlotta Wamser nicht traf und nur wenig später erneut an der gut reagierenden Lea Paulick scheiterte. Besser machte es die eingewechselte Julia Mickenhagen, die nach einem Steckpass von Katharina Piljic zum entscheidenden 1:3 (78.) ins kurze Eck traf und damit ihr erstes Saisontor erzielte.

Auch in der Schlussphase war Leverkusen dem vierten Treffer näher als der HSV dem Anschluss. Lea Paulick parierte jedoch einen Kopfball der eingewechselten Kristin Kögel aus kurzer Entfernung und auch einen sehenswerten Schlenzer der ebenfalls später ins Spiel gekommenen Juliette Vidal. Dadurch hielt die Torhüter das Ergebnis in Grenzen.

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