BMG-News
·7 Mei 2026
PK-Kompakt vor Augsburg: Polanski über Personal, TV-Geld und die letzten Saisonziele

In partnership with
Yahoo sportsBMG-News
·7 Mei 2026

Borussia Mönchengladbach reist am Samstag zum FC Augsburg. Anstoß ist um 15:30 Uhr. Nach dem gesicherten Klassenerhalt will die Borussia die Saison nicht austrudeln lassen. Cheftrainer Eugen Polanski und Sportchef Rouven Schröder machten auf der Pressekonferenz deutlich: Es geht weiterhin um Punkte, Platzierung, TV-Gelder und ein positives Gefühl für die neue Saison.
Personell muss Borussia in Augsburg auf zwei gesperrte Spieler verzichten. Neben Nico Elvedi fehlt auch Jens Castrop. Ansonsten sieht die Lage deutlich besser aus. Rocco Reitz, der zuletzt nicht trainiert hatte, stand wieder auf dem Platz. Haris Tabaković musste am Vortag zwar angeschlagen abbrechen, soll aber grundsätzlich spielfähig sein. Polanski sagte dazu, man müsse bei ihm noch einmal abwarten.
Klar ist: Spielzeit wird nicht verschenkt. Polanski betonte, dass sich jeder Spieler weiter über Training und Leistung anbieten müsse. „Ich bin kein Freund davon, Spielzeiten zu verschenken“, stellte der Trainer klar.
Das Hinspiel gewann Borussia deutlich mit 4:0. Für Polanski spielt dieses Ergebnis vor dem Rückspiel aber keine große Rolle. Augsburg sei inzwischen eine andere Mannschaft, erfolgreicher, unangenehmer und heimstark.
Der Trainer fordert deshalb eine ähnliche Herangehensweise wie beim starken Auftritt gegen Borussia Dortmund. Dieses Spiel bezeichnete Polanski erneut als „Benchmark“. Gladbach habe dort über 90 Minuten gezeigt, wie man auftreten wolle: mutig, leidenschaftlich, aggressiv in den Zweikämpfen und mit Energie im Stadion.
„Tatsächlich geht es um beides“, sagte Polanski auf die Frage, ob gegen Augsburg eher der Auftritt oder das Ergebnis zähle. Borussia wolle Leidenschaft zeigen, brauche aber auch Punkte, weil zwischen Platz neun und 15 noch einiges möglich ist.
Auch die TV-Tabelle spielt bei Borussia eine Rolle. Schröder machte deutlich, dass jeder Tabellenplatz wichtig sein kann. Für den Klub sei das „elementar“. Gleichzeitig verwies Polanski darauf, dass Geld nicht der Hauptantrieb für ihn sei. Ihm gehe es vor allem um das Gefühl, Spiele zu gewinnen.
Trotzdem ist klar: Jeder Punkt kann Borussia wirtschaftlich helfen. Gerade mit Blick auf die kommende Saison und die Kaderplanung wäre ein guter Endspurt wichtig.

Gladbach droht Sturmproblem – Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images
Ein großes Thema bleibt Tim Kleindienst. Der Stürmer soll in Augsburg noch nicht in den Kader zurückkehren. Polanski erklärte, dass der klare Plan auf das Heimspiel gegen Hoffenheim ausgerichtet sei.
Kleindienst mache einen sehr guten Eindruck, dennoch wolle man nichts überstürzen. Ziel sei es, seine Reha positiv zu beenden und ihm eventuell noch eine kleine Chance mit Blick auf die WM zu geben. Für Augsburg kommt ein Einsatz aber noch zu früh.
Auch Nathan Ngoumou bleibt ein Thema für mögliche Einsatzzeit. Polanski erklärte, dass man nach der PK noch einmal beraten wolle, ob und wie Spielminuten möglich sind. Gleichzeitig machte er klar: Wenn ein Spieler in den Kader kommt, soll auch eine realistische Chance auf Einsatzzeit bestehen.
Sportchef Rouven Schröder bestätigte, dass die Planungen für die neue Saison längst laufen. Durch den feststehenden Klassenerhalt habe Borussia nun etwas mehr Klarheit. Viele Gespräche seien bereits angestoßen, ohne dass Details nach außen getragen werden sollen.
Auch bei Spielern mit Verträgen bis 2027 laufen laut Schröder interne Bewertungen. Nicht jeder Spieler mit Vertrag soll automatisch verlängern. Bei manchen könne ein Gespräch auch zu dem Ergebnis führen, im Sommer einen anderen Schritt zu suchen. Schröder sagte deutlich: Die Ausrichtung sei klar, aber der Markt, mögliche Entwicklungen und die letzten Spiele spielten weiterhin eine Rolle.
Wichtig war ihm außerdem: Die Aufstellung bleibt allein Sache des Trainers. Auch wenn es einen intensiven Austausch gebe, sei Polanski der Chef der Mannschaft. „Der Trainer stellt auf. Fertig“, sagte Schröder.

Mohya explodiert- 10 Millionen Wert – IMAGO / Revierfoto
Ein Sonderlob gab es für Wael Mohya. Polanski sprach von einer „extrem positiven Entwicklung“. Der 17-Jährige habe in dieser Saison große Schritte gemacht, obwohl er zu Beginn noch Schüler gewesen sei und auch Verletzungsrückschläge verkraften musste.
Der Trainer betonte aber auch, dass Mohya weiter gefordert werden müsse. Er solle in der Sommerpause vieles sacken lassen und dann mit bereits wertvoller Bundesliga-Erfahrung in die neue Vorbereitung gehen. Für Borussia sei er ein gutes Beispiel dafür, dass junge Spieler gefördert und gleichzeitig gefordert werden.
Auch die Zukunft des Trainers wurde angesprochen. Schröder wich einer klaren öffentlichen Garantie aus, betonte aber das gemeinsame Vorgehen. Er und Polanski seien im Austausch, wollten die Saison bestmöglich abschließen und anschließend analysieren.
Interpretationen wollte Schröder nicht weiter befeuern. Der Fokus liege auf den letzten beiden Spielen und darauf, Borussia jeden Tag besser zu machen.
Für Gladbach geht es in Augsburg also um mehr als nur ein normales Auswärtsspiel. Nach dem gesicherten Klassenerhalt will die Borussia zeigen, dass der Dortmund-Auftritt kein Ausreißer war.
Soll Polanski weiter nach Leistung aufstellen oder Spielern mit unklarer Zukunft noch einmal eine Chance geben?
📸 Instagram: @bmg.news
📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images und IMAGO / Revierfoto







































