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·8 Juli 2026
Plötzlich Elfer-Killer: Gregor Kobel wird zum Schweizer WM-Helden

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·8 Juli 2026

Gregor Kobel (28) zählt nicht zu den typischen Elfmeterkillern. Doch im Achtelfinalduell gegen Kolumbien besaß er am Dienstag (7. Juli) großen Anteil am Weiterkommen der Schweiz. Erstmals seit 1954 stehen die Eidgenossen damit bei einer Fußball-WM in der Runde der letzten acht.
Die Klasse Kobels ist unbestritten. In der Rangliste des kicker belegt der Schlussmann mit schöner Regelmäßigkeit die oberste Position. Zwischen 2022 und 2024 krönte das Fachmagazin den Keeper von Borussia Dortmund zur Nummer eins in Deutschland. Im Winter-Ranking 2025/26 eroberte der gebürtige Züricher den Spitzenplatz zurück.
Doch das Parieren von Strafstößen zählt gemeinhin nicht zu den Kernkompetenzen Kobels. In seinen fünf Spielzeiten für den BVB hielt er in der regulären Spielzeit lediglich vier Schüsse vom Punkt. Zuletzt wehrte er in der Champions League im November 2023 einen Handelfmeter von Milans Olivier Giroud (39) ab. Dagegen kassierte der Torwart 23 Strafstöße. In einem Länderspiel blieb Kobel in einer Begegnung der Nations League im November 2024 gegen den Serben Aleksandar Mitrovic (31) Sieger.
Doch das alles ist nach dem dramatischen Weiterkommen bei der Fußball-WM Makulatur. Während der 120 Minuten von Vancouver zeigte der Dortmunder immer wieder seine Klasse, etwa nach 21 Minuten bei einem Schlenzer von Gustavo Puerta (22) oder einem gefährlichen Flatterball Jhon Lucumís (28) in der Verlängerung.
Da beiden Teams kein Treffer gelang, musste die Entscheidung vom Punkt fallen. Bei dem Elfmeter von Jaminton Campaz (26) hatte Kobel Pech, da die Kugel unter seinem Körper durchrutschte. Doch als Cucho Hernández (27) antrat, zeigte der Schweizer Schlussmann seine ganze Klasse. Einen halbhoch und hart geschossenen Ball wehrte er mit einem gekonnten Sprung nach rechts ab. Da Cedric Itten (29) und Rubén Vargas (27) die Nerven bewahrten, gewannen die Eidgenossen gegen Kolumbien.

Foto: Getty Images
„Es war für mich ein riesen Moment“, sagte Kobel später im Interview mit Blick. „Die Jungs zu sehen, wie sie sich gegenseitig gepusht haben. Die Emotionen, die da rausgekommen sind. Das ist einzigartig.“ Bedenken hatte der BVB-Keeper keine. „Ich hatte die ganze Zeit großes Vertrauen ins Penaltyschiessen“, betonte der 28-Jährige. „Die Jungs können Elfmeter schießen. Und ich kenne auch meine Fähigkeiten.“
Für Kobel ist der Einzug der Schweiz in das Viertelfinale auch ein persönlicher Triumph. „Es gleich in meinem ersten Turnier in einen WM-Viertelfinal zu schaffen, ist mega“, freute sich der Torhüter. Nun wartet in der Runde der letzten acht Argentinien (12. Juli, 3:00 Uhr MESZ).







































