Revanche geglückt: Löwen überrennen Energie Cottbus und siegen 5:1. | OneFootball

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TSV 1860 München

·5 April 2025

Revanche geglückt: Löwen überrennen Energie Cottbus und siegen 5:1.

Gambar artikel:Revanche geglückt: Löwen überrennen Energie Cottbus und siegen 5:1.

Die Löwen nahmen gegen Energie Cottbus einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt, besiegten den Tabellenzweiten mit 5:1. Trotz eines nicht anerkannten regulären Treffers durch Soichiro Kozuki (4.) führten die Sechzger durch Tore von Dickson Abiama (15.), Tunay Deniz (18.) und Patrick Hobsch (37.) zur Pause mit 3:0. Nach Wiederanpfiff traf erneut Hobsch (50.), Timmy Thiele konnte verkürzen (71.), ehe Julian Guttau zum Endstand traf (89.).

Personal: Trainer Patrick Glöckner musste gegen Energie Cottbus auf die verletzten oder Morris Schröter, Raphael Schifferl, Florian Bähr und Moritz Bangerter sowie auf den gesperrten Maximilian Wolfram verzichten. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter Erion Avdija, Fabian Schubert und Leroy Kwadwo.


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Spielverlauf: Die Löwen begannen keineswegs abwartend, sondern versuchten von Anpfiff weg, die Gäste unter Druck zu setzen. Nach Zuspiel von Julian Guttau kam Patrick Hobsch links fast an der Grundlinie an den Ball, seine Hereingabe wurde abgefälscht, rollte parallel zur Torlinie ans lange Eck, wo Soichiro Kozuki den Ball über die Linie drückte, der Klärungsversuch von Cottbus‘ Kapitän Axel Borgmann kam erst hinter der Linie, trotzdem ließ Schiedsrichter Felix Bickel weiterspielen, gab den Treffer nicht (4.). Wieder mal wurden die Löwen um ein reguläres Tor gebracht, ließen sich aber dadurch nicht aus dem Konzept bringen. Eine Flanke von links durch Guttau verpasste Kozuki am zweiten Pfosten knapp (12.). Offensiv fanden in der Anfangsviertelstunde nur die Sechzger statt, die sich in der 15. Minute belohnen konnten. Guttau hatte Dickson Abiama per Flugball auf die Reise geschickt, dessen erster Kontakt vor Torhüter Elias Bethke war schlecht, dadurch wurde er zu weit rechts rausgedrängt, trotzdem kam er zum Abschluss, lupfte die Kugel über den Keeper und die zurückgeeilten Abwehrspieler hinweg zum 1:0 ins Netz (15.). Es war der erste Treffer des Leihspielers vom FCK im Trikot der Löwen. Zwei Minuten später wurde Abiama beim Eindringen in den Strafraum gefoult, die Sechzger forderten Elfmeter, doch der Unparteiische verlegte den Tatort nach außerhalb (17.). Aus halblinker Position nahm Tunay Deniz Maß, zielte aus 17 Metern mit rechts flach ins lange Eck und traf zum 2:0 (18.). Eine Hereingabe von Deniz aus dem rechten Halbfeld konnte Tim Campulka am Elfmeterpunkt gerade noch per Kopf als letzter Mann vor dem hinter ihm lauernden Hobsch klären (25.). In der 37. Minute sogar das 3:0. Hobsch spielte mit dem aufgerückten Innenverteidiger Sean Dulic Doppelpass. Von links flankte Dulic in die Mitte, Thore Jacobsen ließ den Ball zu Hobsch passieren, der drehte sich an der Fünfmeterkante um die eigene Achse, schloss dann aus der Drehung mit rechts aufs lange Eck ab, ließ Bethke im Cottbuser Tor keine Abwehrchance. Mit 3:0 für die Löwen ging’s in die Pause. Nimmt man noch den regulären Treffer hinzu, den der Unparteiische nicht gab, hätten die Sechzger sogar vier Tore in einer Halbzeit gegen den Tabellenzweiten erzielt.

Cottbus-Trainer Claus-Dieter „Pelé“ Wollitz führte einen vierfachen Wechsel vor der 2. Halbzeit durch, brachte unter anderem Ex-Löwe Erik Tallig in die Partie. Beinahe wäre drei Minuten nach Wiederanpfiff das 4:0 gefallen. Deniz brachte den Ball nach einem Flankenlauf in die Mitte zu Hobsch, dessen Abschluss wurde geblockt, der Ball landete bei Guttau links am Fünfmetereck, aber Bethke warf sich in den Schuss, konnte den Einschlag verhindern (48.). Zwei Minuten später war es passiert. Kozuki hatte von rechts geflankt, Hobsch stand in der Mitte sträflich frei, köpfte aus sechs Metern. Aabgefälscht von Tobias Haase landete die Kugel zum 4:0 im Energie-Tor (50.). Zwei Minuten später konnte der herausgeeilte Bethke gerade noch außerhalb des Strafraums vor Hobsch klären (52.). Cottbus war bemüht, fand aber gegen spielfreudig Löwen überhaupt kein Mittel. Eine Linksflanke von Tallig senkte sich gefährlich über Marco Hiller hinweg, landete aber auf dem Tordach (61.). Eine Rechtsflanke von Tim Danhof erreichte in der Mitte Hobsch mit dem Scheitel, konnte die Kugel jedoch von der Fünferkante nicht aufs Gehäuse drücken (65.). In der 70. Minute rettete Dulic für seinen geschlagenen Keeper Hiller vor der Linie bei einem Schuss von Erik Engelhardt halblinks aus neun Metern. Kurz danach war Hiller geschlagen, eine Rechtsflanke von Haase köpfte Timmy Thiele mustergültig aus sechs Metern zum 4:1 unter die Latte (71.). Danach war die Luft raus, Patrick Glöckner zog seine kompletten Wechsel. Beinahe hätte Hiller ein weiteres Mal hinter sich greifen müssen. Nach einem zu kurzen Rückpass von Danhof tauchte Engelhardt auf der linken Strafraumseite frei vor dem Löwen-Keeper auf, setzte die Kugel aber nur ans Außennetz (85.). Guttau zwang Bethke in der 88. Minute nochmals mit einem Linksschuss von der Strafraumkante aufs kurze Eck zu einer Parade. Eine Minute später noch das 5:1. Guttau war auf der linken Seite tief angespielt worden, seine Hereingabe in die Mitte wurde aufs Tor abgefälscht, Bethke war zwar dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern (89.). Damit endete die Partie mit dem gleichen Ergebnis wie das Hinspiel, nur diesmal mit einem anderen Sieger!

TRAINERSTIMMEN

„Wir haben heute das perfekte Spiel gemacht, waren von Anfang an da“, analysierte Löwen-Coach Patrick Glöckner. „Wir sind von der ersten Minute an gut reingekommen, haben die Zweikämpfe angenommen und hatten die nötige Leichtigkeit bei Ballbesitz.“ Ärgerlich fand der 48-Jährige, dass das Tor von Soichiro Kozuki keine Anerkennung fand. „Das war ärgerlich, der Ball war klar hinter der Linie.“ Sein Team hätte das aber nicht aus der Fassung gebracht. Im Gegenteil: „Das war in meiner Laufbahn als Trainer das beste Spiel einer Mannschaft von mir – in beide Richtungen“, schwärmte Glöckner. „Wir haben in 90 Minuten nur eineinhalb Chancen zugelassen. Das Ergebnis ist auch in der Höhe schön für uns. Ich hoffe, dass wir diesen Fußball in Zukunft weiter zelebrieren können.“ Besonders angetan war der Löwen-Trainer von der „geilen Stimmung“ im Grünwalder Stadion. „Das war eine super Atmosphäre, alle sind mitgegangen!“

Cottbus-Trainer Claus-Dieter „Pelé“ Wollitz ließ in seiner ehrlichen Art keinen Zweifel daran, dass der Sieg der Sechzger auch in der Höhe verdient war. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, haben nicht gezeigt, wieso wir in der Tabelle so weit oben stehen. Wir sind mit der Aggressivität und Intensität des Gegners überhaupt nicht zurechtgekommen. Die Schnelligkeit in den Köpfen war bei meinen Spielern heute nicht vorhanden.“ Auch Wollitz hatte den Ball in der 4. Minute klar hinter der Linie gesehen. Die Fehlentscheidung zugunsten seines Teams hätte aber keinen Auftrieb gegeben. „Nach dem 0:1 war endgültig klar, wohin die Reise geht. Der Gegner war präsenter, frischer und klarer. Wir haben in der Pause versucht, den Blick zu wahren und nach vorne zu schauen. Wir werden jetzt versuchen, am Mittwoch die richtige Antwort auf dem Platz zu geben“, erwartet er eine Reaktion von seiner Mannschaft.

STENOGRAMM, 31. Spieltag 05.04.2025, 14.03Uhr

TSV 1860 München – FC Energie Cottbus 5:1 (3:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 2 Danhof, 4 Verlaat, 25 Dulic, 3 Lucoqui – 36 Deniz, 5 Jacobsen – 14 Kozuki 7 Guttau – 9 Abiama, 34 Hobsch. Ersatz: 11 Vollath (Tor) – 8 Philipp, 16 Reinthaler, 18 Kloss, 20 Reich, 22 Gevorgyan, 26 Maier, 27 Ott, 37 Frey.

FCE: 12 Bethke (Tor) – 14 Hasse, 4 Campulka, 27 Slamar, 20 Borgmann – 10 Cigerci, 5 Pelivan, 21 Möker – 22 Copado, 7 Thiele, 11 Halbauer. Ersatz: 1 Sebald (Tor) – 6 Hofmann, 8 Putze, 13 Tallig, 15 Kaizer, 17 Oesterhelweg, 18 Engelhardt, 23 Krauß, 36 Juckel.

Wechsel: Reich für Kozuki (74.), Philipp für Hobsch (74.), Kloss für Jacobsen (74.), Ott für Abiama (81.), Frey für Deniz (83.) – Engelhardt für Halbauer (46.), Putze für Campulka (46.), Tallig für Möker (46.), Hofmann für Copado (46.).

Tore: 1:0 Abiama (15.), 2:0 Deniz (18.), 3:0 Hobsch (37.), 4:0 Hobsch (50.), 4:1 Thiele (71.), 5:1 Guttau (89.).Gelbe Karten: – Haase. Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft).Schiedsrichter: Felix Bickel (Vorsfelde); Assistenten: Marco Scharf (Altenwalde), Julian Bergmann (Bramsche); Vierter Offizieller: Roman Potemkin (Friesen).

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