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·6 Maret 2026
"Richtig gute Mannschaft geworden": 1860-Traum lebt

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Im Stile einer Spitzenmannschaft hat 1860 München am Freitagabend auch das Auswärtsspiel bei Viktoria Köln gewonnen, damit den fünften Sieg in Folge eingefahren und sich vorerst auf Platz 4 vorgeschoben – punktgleich mit dem Relegationsrang. Trainer Markus Kauczinski freut sich über die Entwicklung des Teams, sieht aber noch reichlich Verbesserungsbedarf.
Nein, ein Offensivfeuerwerk brannten die Löwen im Sportpark Höhenberg wahrlich nicht ab. Letztlich profitierte 1860 von einem Patzer von Viktoria-Keeper Schulz, den Kevin Volland nach Vorlage von Thore Jacobsen zum Siegtreffer nutzte. "Der Thore ist ein kleiner Lausbub und spekuliert super auf den Pass", lobte Volland seinen Mitspieler, der den Fehlpass antizipiert hatte, und bezeichnete es als "Weltklasse", dass Jacobsen den Ball mit dem ersten Kontakt direkt nach vorne gespielt hatte. So hatte Volland freie Schussbahn. Weitere nennenswerte Chancen erspielten sich die Löwen anschließend auch nicht mehr. Dass es dennoch zum Sieg reichte, führte Volland vor allem auf die Tatsache zurück, dass "wir alle füreinander einstehen".
Auch Trainer Markus Kauczinski hob den Teamgeist hervor und verwies darauf, dass die Spieler "noch mal enger zusammengerückt" seien. "Wir sind einfach eine richtig gute Mannschaft geworden." Zudem würden die Löwen derzeit "über diesen Instinkt" verfügen, "keinen zu kriegen, vorne dann aber einen zu machen". Dennoch sah Kauczinski auch noch reichlich Verbesserungsbedarf – vor allem mit dem Ball: "Wir verlieren den Ball viel zu oft und müssen dann viel verteidigen." Entsprechend habe das Team noch "einen weiten Weg" vor sich. Umso erfreuter zeigte sich der Löwen-Coach daher über die Tatsache, dass der Fan-Support dennoch riesig ist: "Die Leute spüren, dass nicht alles perfekt ist, aber dass die Mannschaft darum kämpft und auch mit viel Herz und Leidenschaft spielt. Das wird dann auch anerkannt."
Dass mit dem fünften Sieg in Folge der Drittliga-Rekord aus der Saison 2022/23 eingestellt wurde, war für Kauczinski indes trotz einer perfekten Englischen Woche "völlig uninteressant", wie der 56-Jährige betonte. "Ich bin froh, dass wir schadlos aus dem Spiel gekommen sind. Wir haben den Anschluss geschafft, jetzt heißt es erstmal erholen. Und dann haben wir noch ganz viele schwierige Aufgaben vor uns", blickte der Löwen-Coach voraus. Vorerst sind die Löwen Vierter und punktgleich mit dem MSV. Eine Entwicklung, die vor wenigen Wochen wohl kaum jemand für möglich gehalten hätte.
"Vor ein paar Spieltagen waren gefühlt die schlechteste Mannschaft. Jeder hat uns so ein bisschen durch den Kakao gezogen", schaute Volland zurück. Doch jetzt gewinne 1860 eben auch die knappen Spiele. Nicht von ungefähr kommt es, dass vier der fünf Siege mit einem Tor Differenz eingefahren wurden. "Die Verfolgerrolle tut uns gut", meinte der Stürmer. Ziel sei es nun, weiter dranzubleiben, damit der Traum von der Zweitliga-Rückkehr nach neun Jahren im Mai perfekt wird. Die nächsten Punkte auf dem Weg dahin können die Löwen am Samstag in einer Woche im Verfolgerduell gegen Wehen Wiesbaden einfahren. Dann allerdings ohne "Lausbub" Jacobsen, der zum fünften Mal Gelb gesehen hat.









































