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·7 Juni 2026
Rote Karte vor der Pause: Portugals Sieg gegen Chile überschattet von Leão-Eklat

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·7 Juni 2026

Portugal gewinnt seinen WM-Test gegen Chile knapp – doch im Mittelpunkt steht nicht der 2:1-Erfolg, sondern die Rote Karte für Rafael Leão. Dem Offensivstar droht nun sogar Ärger mit Blick auf die Weltmeisterschaft.
Tätlichkeit von Rafael Leão sorgt für Aufregung
Kurz vor der Halbzeit eskalierte eine Rudelbildung: Rafael Leão geriet mit Chiles Ivan Morales aneinander, schubste seinen Gegenspieler mehrfach und traf ihn schließlich mit einem Schlag ins Gesicht. Der Schiedsrichter zeigte dem Flügelspieler der AC Mailand folgerichtig die Rote Karte, auch Morales musste nach der Szene vom Platz.
Für Rafael Leão hat der Ausraster mögliche Folgen über das Testspiel hinaus. Bei Tätlichkeiten kann eine Sperre auf offizielle Wettbewerbsspiele ausgeweitet werden. Das bedeutet: Die FIFA-Disziplinarkommission könnte Sanktionen verhängen, die bis in die WM hineinreichen. Sicher ist bereits, dass Leão das letzte Vorbereitungsspiel am Mittwoch gegen Nigeria verpasst.
Sportlich war Portugal gegen Chile klar überlegen. Cristiano Ronaldo stand in der Startelf, die Offensive erspielte sich früh Chancen – doch Chiles Torhüter Lawrence Vigouroux wuchs über sich hinaus. Rafael Leão hatte die beste Gelegenheit der Anfangsphase und traf in der 9. Minute nur den Pfosten.
Nach der Pause, in Unterzahl, fanden die Portugiesen dennoch Lösungen. Gonçalo Guedes brachte Portugal in der 58. Minute in Führung, Bruno Fernandes legte in der 75. Minute nach. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Lucas Cepeda für Chile auf 2:1, zu mehr reichte es für den nicht WM-qualifizierten Gegner allerdings nicht.
Während das Ergebnis Mut macht, sorgt die Personalie Rafael Leão für Unruhe. Sollte die FIFA eine Sperre über Testspiele hinaus beschließen, könnte Portugals Flügelwaffe beim WM-Auftakt fehlen. Wie hart das Strafmaß ausfällt, hängt vom Urteil der Disziplinarkommission ab.
Portugal gilt dennoch als Mitfavorit: In der Gruppenphase warten zunächst die DR Kongo am 17. Juni, anschließend Usbekistan am 23. Juni und Kolumbien am 28. Juni. Damit der Turnierstart gelingt, braucht das Team neben individueller Klasse vor allem mehr Disziplin – Szenen wie die von Rafael Leão kann sich eine Titelhoffnung bei einer WM kaum leisten.







































