Barçawelt
·27 Mei 2026
Saison-Noten für Barça: Nur Fermín und die Garcías auf Augenhöhe mit Yamal

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·27 Mei 2026

Nach dem Gewinn der Meisterschaft 2025/26 zieht Barçawelt Bilanz – und verteilt die Noten für eine denkwürdige Saison. Besonders ein Neuzugang spielte sich dabei in die absolute Spitzengruppe und gehört zu den großen Gewinnern des Jahres.
Joan García hat in seiner ersten Saison im Barça-Trikot sofort geliefert – und sich mit starken Leistungen völlig verdient die Zamora-Trophäe gesichert. Der Neuzugang spielte in 30 Ligaspielen 15 mal zu Null, wodurch sich die Ablöse von 25 Millionen Euro gefühlt jetzt schon rentiert hat.
Ganz ohne Makel verlief seine Saison allerdings nicht. Im Pokal-Halbfinale gegen Atlético Madrid verschuldete er bei der herben 0:4-Hinspielpleite einen der Gegentreffer und war damit zumindest ein Bisschen am Ausscheiden schuld. Zur vollen Punktzahl hat dennoch nur ein besseres Abschneiden in beiden Pokalwettbewerben gefehlt. Barçawelt-Punkte: 9
Wenn es um den Spaßfaktor geht, dürfte Wojciech Szczęsny den vergangenen knapp zwölf Monaten wohl die volle Punktzahl geben. Vor allem mit seiner Rolle als Backup-Torhüter hat sich der polnische Lebemann seit der Verpflichtung von Joan García bestens arrangiert.
Rein sportlich hielt sich Szczęsnys Mehrwert allerdings in Grenzen: Zwölf Einsätze, 21 Gegentore und keine einzige weiße Weste ergeben ein eher ernüchterndes Fazit. Der 36-Jährige ist zwar der ideale dritte Keeper, doch Hansi Flick braucht dringend einen verlässlicheren Vertreter, falls Joan García für ein wichtiges Spiel ausfällt. Barçawelt-Punkte: 5 (Vorsaison: 8/10)
Für Marc-André ter Stegen geht eine weitere mehr als schwierige Saison zu Ende. Im Sommer wurde er vom Verein sogar zur nominellen Nummer drei degradiert und damit aus dem Klub gedrängt. Eine hartnäckige Rückenverletzung verhinderte allerdings ohnehin, dass der Deutsche hätte eingreifen können.
Im Winter folgte schließlich die Leihe zum FC Girona. Doch nach nur zwei Einsätzen und einer anschließenden Oberschenkelverletzung blieb es bei diesen kurzen Auftritten – den Abstieg Gironas in die zweite spanische Liga konnte ter Stegen somit nicht verhindern.
Rein sportlich gleichen die vergangenen beiden Jahre für ihn einer einzigen Tragödie. Einen kleinen Pluspunkt gibt es dennoch: Mit Barça durfte ter Stegen seine mittlerweile siebte spanische Meisterschaft feiern – auch wenn er wettbewerbsübergreifend lediglich im Sechzehntelfinale der Copa del Rey zum Einsatz kam. Barçawelt-Punkte: 2 (Vorsaison: 3/10)
Ronald Araújo gehörte in dieser Saison zweifellos zu den kompliziertesten Fällen im Barça-Kader. Zwar brachte er weiterhin genau die Qualitäten mit, die ihn so wertvoll machen: enorme Physis, Geschwindigkeit und aggressives Zweikampfverhalten. Dennoch wirkte sein Spiel über weite Strecken ungewohnt fehleranfällig und unsauber.
Besonders bitter bleibt sein Platzverweis gegen Chelsea in der Champions-League-Ligaphase in Erinnerung. Auch seine mehrwöchige Pause nach der Israel-Reise, die der mentalen Regeneration dienen sollte, kostete ihn zusätzlichen Rhythmus in einer ohnehin schwierigen Saison. Insgesamt überwogen diesmal deshalb nicht die dominanten Auftritte, sondern die Fragezeichen. Barçawelt-Punkte: 5 (Vorsaison: 6/10)
Während Jules Koundé in der Vorsaison noch zu den drei besten Rechtsverteidigern Europas gehörte, ließ seine konstante Weltklasse in dieser Spielzeit etwas zu wünschen übrig. Der Franzose blieb zwar weiterhin ein enorm wichtiger Bestandteil der Defensive, wirkte über weite Strecken jedoch nicht mehr ganz so dominant und fehlerfrei wie noch im Jahr zuvor.
Trotzdem bleibt unterm Strich eine starke Saison eines Spielers, der für Barça weiterhin nahezu unverzichtbar ist. Auch wenn Koundé diesmal nicht ganz an sein absolutes Topniveau herankam, gehörte er noch immer klar zu den wichtigsten Säulen der Meistermannschaft. Barçawelt-Punkte: 7 (Vorsaison: 9/10)
Pau Cubarsí hat in dieser Saison endgültig bewiesen, dass er trotz seines jungen Alters bereits zu den wichtigsten Spielern der Barça-Defensive gehört. Der Innenverteidiger spielte mit einer Ruhe und Selbstverständlichkeit, die man bei einem 19-Jährigen nur äußerst selten sieht, und war über weite Strecken der konstanteste Aufbauspieler in Flicks Hintermannschaft.
Regelmäßig ist er derjenige, der die meisten Pässe der Partie spielte. Dass ihm vereinzelt noch kleinere Konzentrationsfehler unterliefen, ist angesichts seines Alters völlig normal. Insgesamt spielte Cubarsí jedoch eine überragende Saison und bestätigte endgültig seinen Status als bester U20-Verteidiger der Welt. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 9/10)
Für Alejandro Balde war die Saison letztlich eine große Enttäuschung. Nachdem der Linksverteidiger in den vergangenen Jahren noch als einer der spannendsten jungen Spieler im Kader galt, verlor er unter Flick zunehmend an Bedeutung – spätestens nach der Winterverpflichtung von João Cancelo rutschte Balde endgültig auf die Bank.
Zwar brachte der Spanier weiterhin sein enormes Tempo und seine Dynamik mit, im letzten Drittel fehlte ihm jedoch erneut die nötige Effektivität. Kein einziges Tor und lediglich drei Vorlagen in 42 Pflichtspielen sind für einen offensiv ausgerichteten Außenverteidiger schlicht zu wenig.
Auch defensiv machte der 22-Jährige nicht den erhofften Schritt nach vorne. Immer wieder leistete er sich Konzentrationsfehler im Stellungsspiel und ließ die Konstanz vermissen, die auf höchstem Niveau erforderlich ist. Barçawelt-Punkte: 4 (Vorsaison: 7/10)
Kaum ein Spieler hat in dieser Saison einen größeren Sprung gemacht als Gerard Martín. Der Spanier nutzte seine Chance unter Flick eindrucksvoll und entwickelte sich vom unauffälligen Kaderspieler zu einer ernsthaften Option für die Startelf
Im Vergleich zur Vorsaison wirkte sein Stellungsspiel wesentlich reifer, zudem minimierte er viele der unnötigen Fehler, die ihm früher noch regelmäßig unterliefen. Offensiv ließ er jedoch etwas nach: Kein Tor und nur eine Vorlage in 51 Spielen sind ein klarer Rückschritt zur Vorsaison (1 Tore und 6 Vorlagen in 42 Spielen). Trotzdem war seine Entwicklung im Vergleich zur Vorsaison enorm. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 7/10)
Die Leih-Rückkehr von João Cancelo im Winter entpuppte sich für Barça schnell als echter Gewinn. Der 32-Jährige sorgte mit seiner Flexibilität dafür, dass Barça variabler agieren konnte, und sammelte in der Rückrunde drei Tore und sechs Vorlagen.
Allerdings brachte Cancelo auch die bekannten Schwächen mit. Defensiv erlaubte er sich immer wieder riskante Aktionen und verlor phasenweise die Ordnung, wodurch Barça gerade gegen starke Umschaltmannschaften anfällig wirkte.
Trotzdem überwogen die positiven Eindrücke klar: Für einen Winterneuzugang fügte sich Cancelo bemerkenswert schnell ein und wurde sofort zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg zur Meisterschaft. Mit diesem Erfolg ist er zudem der erste Spieler jemals, der Meister in Portugal, Italien, England, Deutschland und Spanien geworden ist. Flick braucht diesen Mann auch in 2026/27. Barçawelt-Punkte: 8
Eric García dürfte zu den größten Überraschungen der Saison gehören. Nachdem der Spanier in den vergangenen Jahren immer wieder kritisch beäugt wurde, entwickelte er sich unter Hansi Flick plötzlich zu einem enorm wertvollen Kaderspieler.
Ob in der Innenverteidigung, als Außenverteidiger oder sogar im defensiven Mittelfeld – García erfüllte jede Aufgabe mit bemerkenswerter Zuverlässigkeit. Vor allem seine Spielintelligenz und Ruhe am Ball machten das katalanische Taschenmesser in vielen Partien unverzichtbar. Gemeinsam mit Gerard Martín kommt Eric auf die meisten Einsätze (51) aller Blaugrana-Profis. Barçawelt-Punkte: 9 (Vorsaison: 8/10)
Andreas Christensen spielte in dieser Saison erneut eine eher besondere Rolle im Kader des FC Barcelona. Während der Däne sportlich weiterhin hohes Ansehen genießt, wurde seine Spielzeit erneut stark von körperlichen Problemen beeinflusst. 543 Minuten, 18 Einsätze und nur drei Spiele über 90 Minuten sind eine ernüchternde Bilanz aus Sicht des verletzungsgeplagten Dänen.
Gerade das machte sich bemerkbar, denn Christensen bringt eigentlich viele Eigenschaften mit, die im modernen Barça-Spiel enorm wichtig sind. Seine Ruhe am Ball, das saubere Aufbauspiel und seine taktische Disziplin sorgen normalerweise für Stabilität in der Defensive. Trotz der schwierigen Saison bleibt der Däne intern weiterhin ein geschätzter Spieler. Barçawelt-Punkte: 4 (Vorsaison: 5/10)
Frenkie de Jong spielte insgesamt eine solide Saison, blieb dabei jedoch etwas hinter den ganz hohen Erwartungen zurück. Der Niederländer war unter Flick weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Mittelfelds, konnte seinem Spiel aber nicht immer konstant den entscheidenden Einfluss verleihen. Vor allem im Ballbesitz zeigte De Jong weiterhin seine größten Stärken.
Mit seiner Pressingresistenz, seinen Läufen durchs Zentrum und seiner Fähigkeit, das Spiel anzutreiben, brachte er Barça häufig Kontrolle und Ruhe. Allerdings fehlte ihm über längere Phasen die absolute Dominanz, die man sich von einem Spieler seiner Qualität erhofft. Auch kleinere Verletzungsprobleme und schwankende Leistungen verhinderten, dass er wirklich konstant auf Topniveau agieren konnte. Barçawelt-Punkte: 7 (Vorsaison: 8/10)
Marc Bernal gehörte trotz seines jungen Alters zu den spannendsten Entwicklungen der Saison bei Barça. Der Mittelfeldspieler überzeugte früh mit erstaunlicher Ruhe am Ball, taktischer Disziplin und einem nicht zu unterschätzenden Torinstinkt.
Ein Doppelpack und insgesamt fünf Tore und eine Vorlage sind gemessen an Bernals defensiver Position eine sehenswerte Statistik. Besonders im Spielaufbau zeigt der 19-Jährige mehrfach, war intern so große Stücke auf ihn gehalten werden. Wenn er so weiter macht, wird Flick nicht dran vorbei kommen, ihn zum Stammspieler zu machen. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 5/10)
Marc Casadó verlor im Verlauf der Saison zunehmend an Bedeutung und konnte das Vertrauen des Trainerteams nicht dauerhaft rechtfertigen. Vor allem im Vergleich zu Marc Bernal wurden die Unterschiede deutlich sichtbar.
Während Bernal trotz seines jungen Alters mit Ruhe, Spielkontrolle und außergewöhnlicher Reife überzeugte, wirkte Casadó phasenweise deutlich limitierter. Zwar brachte Casadó weiterhin Einsatzbereitschaft und Intensität gegen den Ball mit, offensiv fehlten ihm jedoch häufig Kreativität und Lösungen unter Druck. Barçawelt-Punkte: 4 (Vorsaison: 6/10)
Pedri spielte erneut eine starke Saison und war über weite Strecken das strategische Herzstück im Barça-Mittelfeld. Vor allem seine Ruhe am Ball, seine Pressingresistenz und sein Spielverständnis machten ihn für Flick nahezu unverzichtbar.
Auch offensiv entwickelte er sich weiter und lieferte mit zwölf Vorlagen einen persönlichen Rekord. Zwar war seine Saison nicht komplett frei von kleineren Schwankungen, insgesamt gehörte Pedri jedoch erneut zu den konstantesten Leistungsträgern im Kader.
Gerade weil Barça in vielen Spielen stark von seiner Kreativität und Kontrolle abhängig war, wurde sein Wert für die Mannschaft besonders deutlich. Für eine bessere Benotung fehlten ihm diesmal aber die großen Momente die er im Vorjahr hatte. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 9/10)
Gavi erlebte insgesamt eine komplizierte Saison, was nach seiner langen Verletzungspause allerdings kaum überraschend war. Er kämpfte sich Schritt für Schritt zurück, konnte jedoch noch nicht konstant an das Niveau anknüpfen, das ihn vor seiner Verletzung zu einem der wichtigsten Spieler gemacht hatte.
Zwar brachte Gavi weiterhin seine enorme Intensität, Aggressivität und Mentalität ins Spiel, doch gerade offensiv fehlte ihm phasenweise noch der Rhythmus und die Selbstverständlichkeit früherer Auftritte. Eine Vorlage und kein einziger Treffer in 13 Spielen sind zudem eine schwache Bilanz für einen Spieler der auch als Zehner und Linksaußen eingesetzt wurde. Barçawelt-Punkte: 5 (Vorsaison: 6/10)
Dani Olmo zeigte in dieser Saison immer wieder, warum Barça ihn unbedingt verpflichten wollte. Der Spanier brachte viel Kreativität, etwas per Hakenvorlage im Clásico. Allerdings wurde seine Saison erneut von kleineren Verletzungen und fehlender Konstanz begleitet.
Immer wieder musste Olmo pausieren oder fand nach Ausfällen nicht sofort wieder seinen besten Rhythmus. Trotzdem war Olmo insgesamt eine wichtige Verstärkung für Barça. Wenn er fit war, verlieh er dem Offensivspiel deutlich mehr Kreativität und Flexibilität — auch wenn er sich die Zehner-Position mit López teilen muss. Barçawelt-Punkte: 7 (Vorsaison: 8/10)
Fermín López spielte eine enorm starke Saison und entwickelte sich endgültig zu einem der wichtigsten Offensivspieler im Barça-Kader. Der Spanier überzeugte nicht nur mit seiner Intensität und Vielseitigkeit, sondern vor allem mit einer überraschend konstanten Torgefahr aus dem Mittelfeld. Mit insgesamt 30 Scorern war Fermín am Ende Barcelonas zweitbester Scorer der Saison — ein Wert, den ihm vor der Spielzeit wohl kaum jemand zugetraut hätte.
Ein historischer Höhepunkt war außerdem sein Hattrick in der Champions League gegen Olympiakos Piräus, mit dem er zum ersten spanischen Spieler überhaupt wurde, dem dieses Kunststück in der Königsklasse gelang. Trotz kleinerer Schwankungen im Verlauf der Saison überwogen bei Fermín klar die positiven Eindrücke. Barçawelt-Punkte: 9 (Vorsaison: 8/10)
Expected-Points: Barça ist Europas größer Überperformer – Real hätte Meister werden müssen
Wenn es nur um das reine Talent geht, wären selbst 15 von 10 möglichen Punkten zu wenig für Lamine Yamal. Doch ein nüchterner Blick auf die Zahlen zeigt: 24 Tore und 18 Vorlagen in 45 Spielen sind zwar herausragende, aber keine übermenschlichen Statistiken á la Messi oder Ronaldo. Dennoch feierte der 18-Jährige in dieser Saison seinen ersten Hattrick und lieferte mit elf Assists die meisten Vorlagen der gesamten LaLiga.
Viel beeindruckender als die Zahlen war allerdings die Art und Weise, wie Yamal Spiele beeinflusste. Kaum ein Spieler in Europa sorgte konstant für so viel Gefahr, Kreativität und Unberechenbarkeit wie das Wunderkind.
Unterm Strich spielte Yamal eine weitere außergewöhnliche Saison und bestätigte endgültig seinen Status als das größte Talente des Weltfußballs. Für die volle Punktzahl hat er jedoch zu viele Spiele verletzt verpasst und in der Champions League zu früh die Segel gehisst. Zudem ließ er auf so manche kryptische Instagram-Story öfter mal einen blassen Auftritt folgen. Barçawelt-Punkte: 9 (Vorsaison: 10/10)
Roony Bardghji konnte die große Chance in dieser Saison nicht wirklich nutzen. Nachdem sich durch die Verletzung von Yamal zwischenzeitlich zusätzliche Einsatzmöglichkeiten ergeben hatten, gelang es dem jungen Schweden nicht, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen oder sich dauerhaft für mehr Spielzeit zu empfehlen.
Zwar deutete Bardghji mit seiner Technik und seinem Tempo immer wieder sein Potenzial an, insgesamt fehlten seinem Spiel jedoch noch die nötige Konstanz und Reife auf höchstem Niveau. Dass er am Ende nicht einmal für die WM berücksichtigt wurde, unterstreicht seine schwierige Situation zusätzlich. Barçawelt-Punkte: 4
Marcus Rashford spielte insgesamt eine wechselhafte Saison, blieb für seine Mannschaft aber trotzdem ein wichtiger Faktor in der Offensive. Allerdings wechselten sich starke Auftritte erneut zu häufig mit unscheinbaren Spielen ab.
Auch wenn seine Leistungen nicht immer konstant auf absolutem Topniveau lagen, war Rashford mit 14 Toren und 14 Vorlagen dennoch regelmäßig ein entscheidender Faktor für Barcelonas Offensive.
Gerade mit seiner Dynamik und Torgefahr brachte er Barça mehrfach auf die Siegerstraße. Sollte sich im Sommer die Möglichkeit ergeben, den Leihspieler zu einem vernünftigen Preis fest zu verpflichten, wäre ein Transfer sportlich kaum zu hinterfragen. Barçawelt-Punkte: 7
Raphinha spielte über weite Strecken eigentlich eine starke Saison, wurde jedoch immer wieder von Verletzungen und fehlender Verfügbarkeit zurückgeworfen. Gerade in wichtigen Phasen der Spielzeit fehlte der Brasilianer Barça spürbar — unter anderem in den entscheidenden Champions-League Spielen gegen Atlético.
Wenn Raphinha auf dem Platz stand, brachte er weiterhin genau die Qualitäten mit, die ihn unter Flick so wertvoll machen: aggressives Pressing, hohe Laufbereitschaft und viel Direktheit im letzten Drittel.
Nach seinen Ausfällen wirkte ihm teilweise der fehlende Rhythmus anzumerken, wodurch nicht jede Phase an sein bestes Niveau herankam. Immerhin kommt er auf 21 Tore und acht Vorlagen. Einen Pluspunkt bekommt er für seine dominanten Auftritte beim Supercup-Sieg und dem Doppelpack im Finale gegen Real Madrid. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 10/10)
Ferran Torres lieferte in dieser Saison insgesamt eine solide, wenn auch nicht durchgehend überzeugende Spielzeit ab. Der Spanier war unter Flick vor allem als flexible Offensivoption wichtig und kam sowohl als Flügelspieler als auch zentral immer wieder zum Einsatz.
Dabei zeigte Ferran phasenweise genau die Qualitäten, die ihn für Barça interessant machen: Tempo, gute Tiefenläufe und hohe Einsatzbereitschaft gegen den Ball. Allerdings blieb seine Leistung weiterhin etwas schwankend.
Trotzdem war Ferran in dieser Saison definitiv eine brauchbare und wichtige Ergänzung für Barcelonas Offensive. Kein unumstrittener Schlüsselspieler — aber ein zuverlässiger Kaderspieler, der Flick über weite Strecken gute Optionen bot. Barçawelt-Punkte: 7 (Vorsaison: 8/10)
Robert Lewandowski spielte insgesamt eine durchwachsene Saison, die den hohen Erwartungen an ihn nur teilweise gerecht wurde. Zwar lieferte der Pole 19 Tore, doch über weite Strecken wirkte sein Einfluss auf Barcelonas Offensivspiel deutlich geringer als noch in seinen besten Jahren.
In vielen Spielen tat sich der 37-Jährige schwer, dauerhaft ins Spiel eingebunden zu werden, und hing besonders gegen kompakte Defensiven häufig in der Luft. Dennoch zeigte Lewandowski weiterhin seine größte Stärke: Effizienz im Strafraum. Sobald er in gute Abschlusspositionen kam, blieb er trotz allem einer der gefährlichsten Spieler im Kader und konnte wichtige Treffer erzielen.
Insgesamt reichte seine Saison aber nicht an das Niveau heran, das man langfristig von einem Spieler seines Kalibers erwartet. Lewandowski verlässt Barcelona somit nach dem schwächsten seiner vier Jahre. Barçawelt-Punkte: 6 (Vorsaison: 9/10)
Jofre Torrents kam in dieser Saison zu vier Einsätzen und einem Startelfeinsatz. Der Linksverteidiger zeigte einfache, saubere Lösungen im Passspiel doch gleichzeitig war klar erkennbar, dass ihm auf diesem Niveau noch Durchsetzungsvermögen und kreative Durchschlagskraft fehlen, um dauerhaft Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Barçawelt-Eindruck: Solides Talent
Toni Fernández kam in dieser Saison als jüngster Spieler im Kader zu rund 45 Minuten Einsatzzeit gegen Girona. Dabei zeigte der 17-Jährige erste vielversprechende Ansätze. Gleichzeitig war klar erkennbar, dass ihm auf diesem Niveau noch Routine und körperliche Stabilität fehlen, um konstant Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Barçawelt-Eindruck: Großes Talent
Tommy Marqués zeigte in dieser Saison einen insgesamt soliden, aber noch roh wirkenden Entwicklungsstand. Das Mittelfeldjuwel brachte vor allem physische Präsenz, Laufbereitschaft und einfache, klare Aktionen ins Spiel.
Im Pressing und in der Arbeit gegen den Ball fiel Marqués positiv durch Einsatz und Disziplin auf. Insgesamt bleibt der Eindruck eines großen Talents. Barçawelt-Eindruck: Großes Talent
Der Kapitän von Barcelonas zweiter Mannschaft kam zwar nur beim vorletzten Spieltag gegen Deportivo Alavés zum Einsatz, überzeugte dabei jedoch als Barcelonas bester Mann. Der 21-jährige Innenverteidiger könnte bald die La-Masia-Achse rund um Cubarsí-Martín-Balde ergänzen und die Probleme in der Abwehr beheben. Barçawelt-Eindruck: Sehr großes Talent
Xavi Espart hinterließ gegen Ende der Saison einen sehr spannenden Eindruck. Der junge Rechtsverteidiger fiel durch seine Technik, Spielintelligenz und Ruhe am Ball auf. Mit diesem 18-Jährigen steht ein möglicher Koundé-Nachfolger bereits in den Startlöchern. Von Flick wurde er in vier Ligaspielen und sogar zweimal in der Königsklasse eingesetzt.
Natürlich fehlt Espart körperlich und taktisch noch einiges für den absoluten Profibereich, doch das Potenzial ist klar erkennbar. Besonders im Ballbesitz wirkt er für sein Alter bereits erstaunlich reif. Barçawelt-Eindruck: Sehr großes Talent
Flicks zweite Saison bei Barça verlief insgesamt ambivalent: strukturell weiterentwickelt, aber in zentralen Bereichen klar angreifbar. Defensiv fiel besonders auf, dass Barça nach dem Abgang von Íñigo Martínez deutlich an Stabilität im Zentrum verlor.
Viele Gegentore entstanden nach ähnlichen Mustern: zu offene Abstände in der Restverteidigung, fehlende Absicherung bei Umschaltmomenten und zu wenig konsequente Klärung in direkten Duellen. Trotzdem blieb Flicks Handschrift erkennbar: ein intensives Pressing, klare Prinzipien im Ballbesitz und die konsequente Einbindung junger Spieler aus La Masia. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 9/10)
Deco erlebte eine sportlich anspruchsvolle Phase, in der der eingeschlagene Kaderumbau weiter vorangetrieben wurde, jedoch nicht alle Baustellen vollständig geschlossen werden konnten. Positiv hervorzuheben ist die konsequente Linie bei Transfers und Verlängerungen.
Deco setzte weiterhin auf junge, entwicklungsfähige Spieler aus La Masia sowie gezielte externe Verstärkungen, die ins spielerische Profil passen sollten. Gleichzeitig blieb die Saison nicht frei von Kritik. Einige Kaderlücken – insbesondere in der defensiven Stabilität – wurden nicht vollständig geschlossen und machten sich im Saisonverlauf bemerkbar.
Auch nicht jeder Transfer schlug sofort wie erhofft ein, wodurch die Kaderbalance phasenweise instabil wirkte, jedoch bewies Deco mit der Winterleihe Cancelos ein goldenes Händchen. Barçawelt-Punkte: 8 (Vorsaison: 8/10)
Die zweite Saison unter Flick war auf Führungsebene für Laporta vor allem eine Phase des weiteren Balanceakts zwischen wirtschaftlicher Stabilisierung und sportlichem Anspruch, welche mit der Titelverteidigung in der Liga gekrönt wurde. Der ganz groß Wurf blieb in der Königsklasse aber erneut aus, wodurch die Blaugrana zum elften mal in Folge den Henkelpott verpasst.
Kritisch blieb zudem, dass die finanziellen Einschränkungen weiterhin spürbare Auswirkungen auf die Kaderplanung. Außerdem ist das Stadion immer noch nicht fertig renoviert und für die absurd hohen Ticketpreise bekommt der Präsident einen zusätzlichen Minuspunkt. Um die meisten Fans zurückzuerobern braucht Laporta wohl oder übel einen Mega-Transfer im Sommer. Barçawelt-Punkte: 7 (Vorsaison: 8/10)







































