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·6 Februari 2026

Saudi-Arabien zeigt Cristiano Ronaldo die Grenzen – und hat damit recht

Gambar artikel:Saudi-Arabien zeigt Cristiano Ronaldo die Grenzen – und hat damit recht

Nach Berichten über eine Spielverweigerung stellt die Pro League klar: Kein Spieler darf sich über seinen Verein erheben. Ronaldo reagiert mit einem Trainingsfoto.

Cristiano Ronaldo ist 41 Jahre alt, verdient geschätzt 200 Millionen Euro im Jahr und hat offenbar ein Problem damit, dass nicht alles nach seinem Willen läuft. Die saudi-arabische Pro League hat ihm nun öffentlich die Grenzen aufgezeigt. Eine bemerkenswerte Situation, die mehr über den Zustand des modernen Fußballs erzählt als jede Transfermeldung.


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Die Faktenlage ist dünn, aber brisant genug: Ronaldo wurde am Montag nicht für das Ligaspiel bei Al-Riyadh nominiert. Die portugiesische Zeitung A Bola berichtete von einer Weigerung zu spielen, von einem Streik war die Rede. Der Hintergrund soll die Unzufriedenheit mit der Vereinsführung durch den saudischen Staatsfonds PIF sein. Konkret geht es offenbar um den Wechsel von Karim Benzema zu Al-Hilal, dem direkten Konkurrenten um die Meisterschaft.

Benzema, einst Ronaldos kongenialer Partner bei Real Madrid, erzielte bei seinem Debüt für den Tabellenführer gleich drei Tore. Al-Nassr hingegen verpflichtete im Winter lediglich den irakischen Mittelfeldspieler Haydeer Abdulkareem. Dass Ronaldo das als Affront empfindet, ist menschlich nachvollziehbar. Dass er daraus einen Arbeitskampf macht, ist es nicht.

Die Reaktion der Liga fiel unmissverständlich aus: Kein Einzelner, wie bedeutend er auch sein mag, dürfe sich in seinen Entscheidungen über seinen Verein erheben. Ein Satz, der in seiner Schlichtheit eine Wahrheit transportiert, die im Fußball längst in Vergessenheit geraten ist. Spieler sind Angestellte. Vereine sind Institutionen. Die Hierarchie ist eindeutig, auch wenn Gehälter und Ego anderes suggerieren.

Kein Spieler größer als der Klub - auch Cristiano Ronaldo nicht

Cristiano Ronaldo reagierte auf die Berichte mit einem Trainingsfoto in den sozialen Medien, garniert mit zwei Herzen in den Vereinsfarben. Eine Geste, die nach Beschwichtigung aussieht, aber nichts erklärt. Der Ligasprecher betonte zwar Ronaldos Verdienste für das Wachstum des Vereins und sein Verlangen zu gewinnen. Doch der Subtext war deutlich: Auch Stars müssen sich an Regeln halten.

Die saudi-arabische Liga versucht sich als seriöse Fußballinstanz zu etablieren. Dafür braucht sie Strukturen, die über einzelne Namen hinausgehen. Wenn Ronaldo glaubt, mit seinem Status Transferpolitik erzwingen zu können, unterschätzt er die Ambitionen seiner Arbeitgeber. Der Staatsfonds PIF kontrolliert sowohl Al-Nassr als auch Al-Hilal. Die Entscheidung, Benzema zum Konkurrenten zu lassen, war keine Nachlässigkeit, sondern Kalkül.

Ronaldo hat in seiner Karriere fast alles gewonnen. Was ihm fehlt, ist die Einsicht, dass auch er ersetzbar ist. Nicht heute, vielleicht nicht morgen. Aber die Zeit arbeitet gegen jeden Spieler. Die Verwarnung aus Saudi-Arabien ist mehr als eine Rüge. Sie ist eine Erinnerung daran, dass selbst Legenden irgendwann lernen müssen, sich einzuordnen.

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