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·6 Maret 2026
Schulz im Interview: "Bis Unruhe herrscht, muss einiges passieren"

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·6 Maret 2026

Kurz vor der Winterpause rückte Arne Schulz fest zwischen die Pfosten von Viktoria Köln. Mit bereits sechs Partien ohne Gegentor ist der 22-jährige Keeper einer der Gründe für die starke Defensive der Kölner. Mit liga3-online.de spricht Arne Schulz über die erfolgreiche Abwehrarbeit, das jüngste 0:2 bei Spitzenreiter VfL Osnabrück, die Zielsetzung für die kommenden Monate und das Heimspiel gegen 1860 München am Freitagabend.
liga3-online: Viktoria Köln befindet sich nach dem 0:2 beim neuen Spitzenreiter VfL Osnabrück ein wenig im Niemandsland der Tabelle. Oder wie sehen Sie das, Herr Schulz?
Arne Schulz: Die Tabellensituation spielt für uns eine untergeordnete Rolle. Dass wir ein ruhigeres Umfeld als andere Vereine haben, macht es für uns einfacher. Wichtig ist uns vor allem, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln.
Wie sieht die Zielsetzung für die kommenden Wochen aus – wo soll es bis zum Saisonende noch hingehen?
Wir wollen die 45 Punkte so schnell wie möglich erreichen, um den Klassenverbleib früh klarzumachen. Nach der starken letzten Saison, die auf Platz sechs beendet wurde, ist das natürlich die Spielzeit, mit der man uns vergleicht. Und die wir selbst heranziehen, wenn es darum geht, was alles möglich ist.
Eine der Stärken der Viktoria ist die Defensive. Erst 35 Gegentore bedeuten eine der besten Abwehrreihen der 3. Liga. Wo liegt hier das Erfolgsgeheimnis?
Unsere große Stärke ist das geschlossene Verteidigen vor dem Tor. Mit unserer variablen Fünferkette können wir dynamisch auf Spielweisen und Taktiken der Gegner reagieren. So machen wir es den Offensivspielern schwer und lassen nur wenig zu.
Auch Sie tragen zu dieser Statistik bei. Bei elf Einsätzen blieben sie sechsmal ohne Gegentreffer. Wie stolz machen Sie diese Zahlen?
Es freut mich selbstverständlich. Ich arbeite täglich daran, wenig zuzulassen und ohne Gegentor zu bleiben. Ich finde es aber übertrieben, wie manchmal Zu-Null-Spiele vor allem dem Torwart angerechnet werden. Es ist schließlich nicht nur mein Verdienst. Es gab Spiele, an denen ich mit Saves aktiv dazu beigetragen habe, dass wir ohne Gegentor geblieben sind. Es gab aber auch Begegnungen, in denen wir einfach sehr gut verteidigt haben – und ich kaum in Erscheinung treten musste.
Vor dem jüngsten 0:2 gegen Osnabrück verlor die Viktoria kein einziges Spiel im Februar. Wie bewerten Sie generell die ersten Wochen der Rückserie?
Der erfolgreiche Februar war wahnsinnig wichtig, nachdem wir im Januar einige Nackenschläge kassiert haben. Angefangen mit dem 0:2 bei Schlusslicht Schweinfurt hatten wir schwierige Wochen. Aber: Wir sind ruhig geblieben und haben diese Phase gut weggesteckt. Das hat einmal mehr gezeigt: Bis bei uns Unruhe herrscht, muss schon einiges passieren. Auch, wenn die Ergebnisse mal nicht stimmen: Jeder kommt hier mit Spaß und einem Lächeln aufs Gelände.
Was fehlte in Osnabrück, um dort zu punkten?
Wir hatten zwar rund 70 Prozent Ballbesitz, aber es war dennoch eine verdiente Niederlage. Der Knackpunkt war wohl das 0:2 kurz vor der Halbzeitpause. Wir haben uns nicht clever genug angestellt. Und der VfL ist dagegen in Top-Form. Aktuell scheint bei Osnabrück fast alles zu funktionieren.
Denken Sie, dass der VfL nach dem Sprung an die Spitze nun in die 2. Bundesliga durchmarschieren wird?
Das ist gut möglich. Die vielen Zu-Null-Spiele sind ein Beweis für die extreme Stabilität. Derzeit ist Osnabrück vermutlich die stabilste Mannschaft der Liga. Dazu kommt dann die individuelle Klasse in der Offensive sowie ein schnelles und gefährliches Umschaltspiel.
Am Freitag gastiert mit dem TSV 1860 München ein ebenfalls formstarkes Team bei der Viktoria. Zuletzt gewannen die Münchner viermal in Folge. Wie wollen Sie diese Serie stoppen?
Indem wir dennoch vor allem auf uns gucken. Unser Spiel aktiv gestalten und nicht auf den Spielstil von 1860 München anpassen. Wir wollen agieren statt reagieren. Der Gegner soll sich stattdessen auf uns einstellen. Wir haben keine Angst, sondern verspüren große Vorfreude. Flutlicht, ein großer Gegner und viele Auswärtsfans: So macht es am meisten Bock.









































