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·1 Juli 2026
Schweizer Nati vor dem nächsten WM-Spiel: Ehemaliger Trainer Petkovic gegen seine Nati

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Vladimir Petkovic hat die Schweizer Nationalmannschaft über Jahre so stark geprägt wie kaum ein anderer Chefcoach. Vor dem Wiedersehen mit dem Erfolgsarchitekten blicken die Schweizer noch einmal zurück auf den Sommer 2021 und den historischen EM-Tag in Bukarest gegen Frankreich. Im Sechzehntelfinale spielen die Schweizer Nati gegen Algerien, angeführt von Vladimir Petkovic

Der Schweizer Trainer. AFP PHOTO / GLYN KIRK
Fünf Jahre nach diesem „Jahrhundert-Sieg“ lebt die Nati auf ihrer WM-Reise durch Nordamerika weiter von jener Substanz, die Petkovic zwischen 2014 und 2021 aufgebaut hat. In der Nacht auf Freitag um 5.00 Uhr MESZ trifft die Schweiz im WM-Sechzehntelfinale auf Petkovics Algerier, live bei ZDF und MagentaTV.
Der heute 62-Jährige, geboren in Sarajevo, stand sieben Jahre lang an der Seitenlinie der Nati und hinterließ ein Vermächtnis, das im aktuellen Turnierverlauf deutlich zu erkennen ist. Der Blick schrieb, Petkovic habe in seiner Amtszeit „die Basis dafür gelegt, dass die Nati in Nordamerika vom ganz großen Wurf träumen darf“.
Gemeint sind damit nicht nur der sensationelle Erfolg gegen Frankreich, der erste Schweizer K.o.-Sieg bei einem großen Turnier seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs, sondern auch die sportliche Ausrichtung, die sein Nachfolger Murat Yakin nahtlos übernommen hat. Petkovic ließ die Auswahl nach Ottmar Hitzfelds Ära dominanter auftreten, gab ihr mehr Flexibilität und richtete das Spiel weniger strikt nach dem Gegner aus.

Schweiz-Trainer Murat Yakin winkt vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe B gegen Kanada den Fans zu. Die Partie fand am 24. Juni 2026 im BC Place in Vancouver statt. Alex Grimm / Getty Images
Der frühere Sozialarbeiter setzte konsequent auf Eigenverantwortung und Glauben an die Qualität seiner Spieler. Dieses Vertrauen zahlten sie ihm mit Loyalität zurück, allen voran Granit Xhaka. Petkovic formte den Mittelfeldmann zum Kapitän und klaren Leader der Mannschaft.
Nach dem Abschied des Trainers sagte Xhaka, Vlado habe trotz aller Schlagzeilen immer hinter dem Team gestanden und zu ihm eine „ganz besondere“ Beziehung gehabt. Petkovic selbst sprach damals von „einen gewissen Stolz darüber, was ich in diesen Jahren ausgelöst habe.“
Mit einem Punkteschnitt von 1,79 ist Petkovic bis heute der erfolgreichste Nati-Trainer der Geschichte. Seine 78 Partien für die Schweiz hat bis heute niemand übertroffen. Yakin kommt auf 62 Spiele und liegt damit auf der Jagd nach dieser Marke, erst recht dann, wenn die WM in Nordamerika für die Schweiz zur besten Endrunde der Verbandsgeschichte wird.
Auch abseits des Platzes wirkt die Mannschaft gefestigt. Die Unruhe um Xhaka aus der Vorrunde scheint bereinigt, im Camp in San Diego baute das Team zuletzt gemeinsam einen WM-Pokal aus Lego zusammen. Sportlich steigerte sich die Auswahl nach dem verpatzten Auftakt gegen Katar, nicht zuletzt dank Freiburgs Johan Manzambi.
Gegen Algerien mit Anführer Riyad Mahrez und Talentschmiede Ibrahim Maza geht die Schweiz deshalb als Favorit ins Spiel. Petkovic lobte Yakin vor dem Wiedersehen für dessen Arbeit an einem „großartiges Team“ mit „starken Spielern“. Es ist ein Urteil, das auch als Anerkennung für seine eigene Zeit in der Schweiz gelesen werden kann.
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