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·6 Februari 2026
Serge Gnabrys Vertragsverlängerung ist ein Statement für Loyalität im Profifußball

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·6 Februari 2026

Nach 311 Spielen und 100 Toren bleibt Serge Gnabry dem FC Bayern treu. Die Vertragsverlängerung gilt als Statement für Kontinuität im Profifußball.
Serge Gnabry bleibt beim FC Bayern, und das ist mehr als eine Randnotiz im Transfergeschäft. Die Vertragsverlängerung bis 2028 markiert einen bemerkenswerten Wendepunkt – sowohl für den Spieler als auch für den Verein. Wer sich erinnert: Gnabry kam 2017 nach München, wurde erst einmal nach Hoffenheim verliehen, galt als Projekt mit ungewissem Ausgang. Heute, nach 311 Pflichtspielen und 100 Toren, ist er einer der dienstältesten Profis im Kader. Diese Entwicklung verdient Respekt. In einer Branche, die von Kurzfristigkeit und Söldnermentalität geprägt ist, hat sich Gnabry für Kontinuität entschieden. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 100 Treffer und 69 Vorlagen seit seinem eigentlichen Start in München 2018 – das ist eine Bilanz, die nur wenige Offensivspieler in Europa vorweisen können. Gnabry hat bewiesen, dass er auf höchstem Niveau konstant liefern kann, auch wenn seine Karriere Phasen hatte, in denen Kritiker lauter wurden als nötig. Interessant ist, was Gnabry selbst als Beweggründe für seine Unterschrift nennt: Mannschaft, Trainerteam, Verein, Fans, Stadt, Umfeld. Kein Wort über Geld, keine Andeutung von Abenteuerlust. Das mag man als PR-geschulte Aussage abtun. Doch es passt ins Bild eines Spielers, der offenbar verstanden hat, was er an München hat – und was München an ihm. Max Eberl spricht von einer "absoluten Stütze", Christoph Freund lobt Gnabrys Vielseitigkeit und Charakter. Das sind keine Floskeln aus der Marketingabteilung, sondern eine Standortbestimmung. Der FC Bayern braucht Spieler, die den Verein verkörpern, die in schwierigen Momenten Verantwortung übernehmen. Gnabry gehört zu dieser Kategorie. Die Verlängerung zu angeblich leicht reduzierten Bezügen – so wird es kolportiert – wäre ein weiteres Signal. Es würde zeigen, dass Gnabry Prioritäten setzt, die über das reine Gehalt hinausgehen. In Zeiten explodierender Spielergehälter und fragwürdiger Wechsel nach Saudi-Arabien ist das keine Selbstverständlichkeit. Natürlich bleiben Fragen offen. Kann Gnabry mit 30 Jahren sein Niveau halten? Wird er auch in den kommenden Saisons Stammspieler sein, wenn der Konkurrenzkampf härter wird? Die Antworten darauf wird der Platz liefern. Doch eines steht fest: Diese Vertragsverlängerung ist ein Statement. Gnabry bekennt sich zum FC Bayern, der FC Bayern bekennt sich zu Gnabry. In einer Zeit, in der Loyalität im Profifußball zur Rarität geworden ist, verdient das Anerkennung. Manchmal sind die unspektakulären Entscheidungen die klügsten.








































