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·11 Februari 2026
Super League gescheitert: Warum Barça und Real das Projekt endgültig begraben

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·11 Februari 2026

Das einstige Prestigeprojekt einer europäischen Elite-Liga ist endgültig Geschichte. Die geplante Super League, die den europäischen Fußball radikal verändern sollte, ist offiziell gescheitert. Während viele Klubs schon vor Jahren ausgestiegen waren, hielten der FC Barcelona und Real Madrid als letzte Verbliebene am Konzept fest – bis jetzt.
In den vergangenen Tagen gab es gleich zwei entscheidende Wendungen: Barcelona erklärte überraschend seinen Ausstieg, Real Madrid und die UEFA verkündeten gleichzeitig ein weitreichendes Grundsatzabkommen. Die Ära der Super League endet damit leise und endgültig, noch bevor sie überhaupt richtig begonnen hatte.
Für den FC Barcelona, lange Zeit gemeinsam mit Real Madrid der wichtigste politische Antreiber der Super League, wirkt der Rückzug wie eine kleine Kapitulation. Präsident Joan Laporta erklärte in einer Medienrunde offen: "Wir sind zurück in der UEFA-Familie. Wir haben unseren Austritt aus der Super League offiziell bekannt gegeben." Barcelona kehrt damit in jene Strukturen zurück, die der Klub mit der Super-League-Vision einst bewusst verlassen hatte.

Joan Laporta bestätigt das Aus der Super League / NurPhoto/GettyImages
Der Klubchef machte deutlich, dass das Projekt sowohl wirtschaftlich als auch politisch gescheitert sei. "Es war ein Projekt, das nicht umsetzbar war, es verursachte nur Kosten über Kosten, es gab keinen Nutzen." Barcelona habe sich zuletzt zunehmend unwohl gefühlt, nicht zuletzt wegen der angespannten Beziehung zu Real Madrid.
Dabei geht es für die Katalanen auch um strategische Weichenstellung. Laut Berichten spielt der Wunsch, 2029 das Champions-League-Finale im neu gestalteten Camp Nou auszurichten, eine wichtige Rolle. Dafür braucht man ein belastbares Verhältnis zur UEFA.
Laporta betonte deshalb: "Wir haben außerdem einen Dialog mit der FIFA aufgenommen. Die Zusammenarbeit mit Aleksander Ceferin verläuft reibungslos."
Parallel zu Barcelonas Rückzug verkündete Real Madrid eine überraschende Einigung mit der UEFA.
In einer gemeinsamen Erklärung heißt es: "UEFA, EFC und Real Madrid haben ein Abkommen von Prinzipien erreicht zum Wohle des europäischen Klubfußballs, unter Wahrung des sportlichen Wettbewerbs und mit Fokus auf Nachhaltigkeit." Damit endet ein jahrelanger Rechtsstreit zwischen beiden Seiten.
Besonders bemerkenswert ist, dass Real Madrid, unter Präsident Florentino Perez lange der lauteste Befürworter der Liga, die Einigung nun mitträgt. Die Super-League-Pläne gelten damit endgültig als beendet. Künftig wollen UEFA und Real sogar gemeinsam an Reformen arbeiten, was einen klaren Kurswechsel bedeutet.
Das einst groß angekündigte Projekt verabschiedet sich damit ohne großen Knall. Barcelona und Real orientieren sich wieder an den bestehenden Strukturen und der europäische Fußball bleibt vorerst in vertrauten Bahnen.
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