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·18 Mei 2026
Thioune redet Klartext nach Schrott-Saison des SV Werder

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·18 Mei 2026

Nach dem verkorksten Saisonstart war spätestens mit der Freistellung von Horst Steffen zum Februar klar, dass es für Werder Bremen in der restlichen Saison nur um den Klassenerhalt gehen wird. Dieses neu angesetzte Ziel wurde schlussendlich mit Daniel Thioune auch erreicht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Zufrieden ist Thioune mit seiner bisherigen Amtszeit an der Weser trotzdem nicht. "Es wird nicht häufig der Fall sein, dass man mit 32 Punkten noch drei Mannschaften hinter sich lässt. Wir müssen in allen Bereichen besser werden", mahnte er (via Bild).
Der Werder-Cheftrainer hatte bereits vor ein paar Wochen den Wunsch verlauten lassen, dass er nach dem Erreichen des Klassenerhalts, der dann auch soweit seinen eigenen Verbleib absichert, seinen Fokus schnell auf das Bessermachen der Mannschaft legen möchte. Mehr Fußballspielen, wie er es formuliert hatte.
"Relativ häufig habe ich gehört, dass unser Spiel in Ordnung war. Unsere Spiele waren aber nicht gut", wollte er sich keine Schönrederei erlauben. Stattdessen betonte Thioune: "Ich will der Mannschaft keinen Vorwurf machen, aber sie kann viel mehr. Sie hat ihr Potenzial nicht freigesetzt."
In diesem Sinne forderte der 51-Jährige schon jetzt entsprechende Veränderungen für die neue Saison: "Es muss Veränderungen geben. Die Entscheidungen müssen möglichst gut sein." Bei den Sommer-Transfers dürfe es aber nicht bloß darum gehen, sich gegenüber neuen Spielern möglichst interessant zu machen. Viel eher brauche jeder Spieler auch "eine klare Überzeugung", selbst für Werder spielen zu wollen. Dahingehend machte Thioune selbst im aktuellen Kader "Fragezeichen" aus.
Insgesamt geht Thioune trotz des erreichten Klassenerhalts "mit keinem guten Gefühl aus der Saison". Schnell wird klar: Der Coach will mehr – im Sinne einer erfolgreicheren Saison, einer intakten Mannschaft, besseren Leistungen. "Wenn man 32 Punkte holt, sollte man sehr demütig sein. 'Weiter so!' darf nicht sein. Es hilft nicht, viel zu reden. Weniger labern, mehr liefern. Ich will hart arbeiten", kündigte er daher an. Wer "fleißig und hart" arbeite, bekomme auch "ein bisschen was geschenkt".
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