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·3 Juni 2026

Torhüter-Legende gegen Neuer-Comeback

Gambar artikel:Torhüter-Legende gegen Neuer-Comeback
Gambar artikel:Torhüter-Legende gegen Neuer-Comeback

Uli Stein (70) galt schon in seiner aktiven Zeit als Klartexter. Vermutlich kostete diese Klarheit ihn den Job als DFB-Torhüter bei der WM 1986 in Mexiko. Stein wurde als erster deutscher Spieler bei einer Weltmeisterschaft vorzeitig und aus disziplinarischen Gründen nach Hause geschickt.

Torhüter-Legende gegen Neuer-Comeback

Er reiste schon mit einem gewissen Groll auf die DFB-Verantwortlichen und Teamchef Franz Anton Beckenbauer († 2024) an. Der hatte seinen Kölner Rivalen Harald Anton „Toni“ Schumacher (72) vorgezogen. Als Stein dann Beckenbauer angeblich im Hotel einen „Suppenkasper“ nannte und die Mannschaft als „Gurkentruppe“ bezeichnete, musste er gehen.


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„Hätte ich das auch mit mir machen lassen?“, so bezog Stein in einer Kicker-Kolumne (Montags-Ausgabe) seine eigene Lage von damals auf die aktuelle Situation von Oliver Baumann (36), „damals 1986, fiel die Entscheidung, wer im Tor steht, erst in Mexiko. Direkt vor der WM – gegen mich. Wenn ich es schon in Deutschland gewusst hätte, wäre ich nicht mitgeflogen. Für die Art, wie die Torwartfrage jetzt mit Oliver Baumann gelaufen ist, hätte ich kein Verständnis aufgebracht.“

Das ist in der Tat schwer nachzuvollziehen.

Stein: „In Neuers Rückkehr sehe ich null Sinn.“

Seine Begründung: „Im Tor sehe ich seine Strahlkraft und Extraklasse schon länger nicht mehr, was in einem 40-jährigen Leistungssportler, der zudem aufgrund von Verletzungen immer weniger in den Rhythmus fand, nicht vorwerfe. Aber objektiv war Neuers WM-Auftritt 2022 bereits nicht mehr Top, auch die EM 2024 nicht. In den zwei Jahren seither gab es kaum Highlight-Spiele, das Champions-League-Viertelfinale in Madrid einmal ausgenommen. Stattdessen viele unglückliche Aktionen und Gegentore, fehlende Dynamik und Explosivität (…) Sportlich – und im Grunde auch medizinisch ist diese Rückkehr insgesamt für mich nicht nachvollziehbar. Ich sehe darin leider null Sinn.“

Neuer-Comeback: Das sagen die Zahlen!

SPORT BILD (aktuelle Ausgabe) zeigte auf, dass Neuer in allen, für das Torhüterspiel relevanten Statistiken schlechter geworden ist.

Vor der WM 2014, die er als Weltmeister und bester Torhüter des Turniers in Brasilien beendete, war Neuer in absoluter Top-Form:

  • 80,2 Prozent der Torschüsse abgewehrt, 46,6 Prozent der Bälle festgehalten.
  • Nur ein einziges Weitschuss-Gegentor und nur alle 153 Minuten schlug ein Ball in seinem Tor ein.
  • Er leistete sich nur einen schweren Patzer und stand in 31 Spielen auf dem Platz.

2025/2026 sprachen seine Werte – bei allem Respekt vor der Gesamt-Leistung des Manuel Neuer – nicht für eine WM-Rückkehr:

  1. 63 Prozent abgewehrte Torschüsse, nur 44,1 Prozent Schüsse festgehalten, drei Gegentore nach Distanzschüssen, 93 Minuten pro Gegentor und vier schwere Fehler in nur 22 Spielen.
  2. Seine Nationalmannschafts-Konkurrenten Alexander Nübel (VfB Stuttgart) und Oliver Baumann von 1899 Hoffenheim wehrten 65,3 bzw. 69,4 Prozent der Bälle ab, die auf ihren Kasten kamen.
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