"Traum ist kaputt gegangen": Verls Resthoffnungen zerplatzt | OneFootball

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·26 April 2026

"Traum ist kaputt gegangen": Verls Resthoffnungen zerplatzt

Gambar artikel:"Traum ist kaputt gegangen": Verls Resthoffnungen zerplatzt

Mit der 1:2-Niederlage beim VfL Osnabrück hat der SC Verl auch die letzte Möglichkeit verspielt, noch einmal die Aufstiegsränge anzugreifen. Trainer Tobias Strobl zeigte sich nach dem Spiel sichtlich enttäuscht und haderte mit einer aus seiner Sicht spielentscheidenden Schiedsrichter-Entscheidung.

"Dann wäre die Explosion auf unserer Seite"

Strobl spielte damit auf die Situation in der 90. Minute an, bei der Osnabrücks Müller im Zweikampf mit Japaur zu Boden ging, ehe der ebenfalls eingewechselte Besio wohl auf und davon gewesen wäre. Schiedsrichter Tobias Reichel entschied auf Offensivfoul – für den SCV-Coach eine Fehlentscheidung: "Das sind wir fest der Überzeugung, dass das kein Foul war. Dann würden wir alleine auf das Tor zulaufen, machen vielleicht das 2:1 und die Explosion ist auf unserer Seite", beklagte Strobl in der Pressekonferenz, gestand zugleich aber auch ein, das dies viel "hätte und wäre" sei.


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Vielmehr ärgerte sich der 38-Jährige über die für ihn untypische Leistung seiner Mannschaft: "Wir hatten gute Positionierungen, aber unsere technische Qualität war nicht gut. Deswegen war es auch so ein fahriges Spiel, wo wir nie so richtig die Kontrolle hatten, weil wir einfach zu viele Ballverluste hatten", analysierte der Fußballlehrer. Dies sei ihm insbesondere ab dem Zeitpunkt der Führung in der 27. Minute aufgefallen, ab dem bei seiner Mannschaft wohl auch der Kopf mitgespielt habe. "Wir waren nicht mehr so mutig und haben viel zu schnell und einfach zu Torwart gespielt. Da hast du gemerkt, dass wir heute was verlieren können." So sei dann auch der Ausgleichstreffer keine Minute nach Wiederanpfiff "viel zu billig" entstanden.

"Wollten All-In gehen"

Dennoch sei bis zum Schluss die Möglichkeit gewesen, zumindest vorerst den Rückstand auf den Relegationsrang auf zwei Zähler zu verkürzen, dementsprechend offensiv agierten die Ostwestfalen in der Schlussphase. "Wir wollten All-in gehen, ein Punkt hätte uns in der jetzigen Phase nichts gebracht" stellte Strobl "gegenüber MagentaSport" klar. Trotzdem sei der Last-Minute-Siegtreffer der Hausherren letztlich auch bitter gewesen: "Der K.O.-Schlag tut im Endeffekt so weh, weil uns herum hier alles explodiert, das ist der Schmerz. Ob es jetzt 2:1 oder 1:1 ausgeht, ist uns am Ende des Tages völlig egal."

Da es am Ende aber nicht mehr zum eigenen Siegtreffer reicht, stehen die Verler bei noch drei ausstehenden Partien nun weiterhin fünf Zähler hinter Energie Cottbus, die den Vorsprung am Sonntag aber noch ausbauen können. Dementsprechend gering sind die Hoffnungen bei Strobl: "Natürlich können wir jetzt Rechenspiele machen, aber heute ist dieser Traum vielleicht schon so ein bisschen kaputt gegangen." Jetzt gehe es im Saisonendspurt darum, "eine sehr gute Tabellenposition für uns zu finden und der Saison ein Ende zu geben, was sie verdient hat".

Taz will "auf jeden Fall den nächsten Step machen"

Ähnlich enttäuscht zeigte sich auch Berkan Taz, versuchte dabei aber noch ein wenig Resthoffnung zu schüren: "In der 3. Liga ist alles möglich, aber wir müssen unsere Hausaufgaben machen und Siege holen." Im Saisonendspurt trifft der SC dabei auf Havelse, Essen und München – für Taz womöglich die Auftritte für die Verler, wie er auch selbst noch einmal verdeutlichte: "Ich will auf jeden Fall den nächsten Step gehen und mal schauen, wo der Weg mich dann hinführt."

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