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·2 Mei 2026
Trotz 2:0-Führung: Der 1. FC Köln gibt die Vorentscheidung noch aus der Hand

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Simon Bartsch
2 Mai, 2026
So ein wenig hatten die Kölner vermutlich schon auf die Couch geschielt, auf der sie den Kampf um den Klassenerhalt am Sonntag verfolgen würden. Doch der FC muss noch weiter zittern. Denn die Geißböcke kamen in Berlin trotz 2:0-Führung nicht über ein Remis hinaus. Sollten St. Pauli und Wolfsburg am Sonntag verlieren, wäre der FC dennoch so gut wie sicher durch. Denn dann würde im Fall der Fälle die Tordifferenz entscheiden und die spricht aktuell deutlich für Köln.
Jakub Kaminski für den 1. FC Köln (Foto: Maja Hitij / Getty Images)
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Nach der unglücklichen 1:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Spieltag gab es für René Wagner nicht viele Gründe, um am ganz großen Personal-Rad zu drehen. Dabei musste der Kölner Coach auf die Gelbsperre von Isak Johannesson reagieren. Für den Isländer lief Tom Krauß auf. Zudem rotierte Luca Waldschmidt für Linton Maina in die Anfangsformation. Union presste die Kölner von Beginn an früh, der FC versuchte dagegen, über Ballbesitz die Kontrolle über die Begegnung zu bekommen. Doch der Gastgeber stand gut, ließ nicht viel zu. Da auch die Kölner Hintermannschaft konzentriert arbeitete, passierte in der Anfangsphase so gut wie nichts. Erst ein genialer langer Pass von Waldschmidt setzte Jakub Kaminski in Szene, doch der Pole bekam die Kugel nicht unter Kontrolle (14.). Besser machte es Said El Mala, der gleich zwei Leute auf der linken Seite stehen ließ und den Ball über das Tor jagte (20.).
Schließlich war es Marvin Schwäbe, der den Gegner mit einem haarsträubenden Fehler ins Spiel brachte. Ein verunglückter Pass landete bei Oliver Burke, über Umwege kam die Kugel zu Kemlein, der den Schlenzer an den Außenpfosten setzte (23.). Berlin war nun besser im Spiel. Eine Flanke von Andras Schäfer landete bei Tom Rothe, der nicht genug Druck hinter die Kugel bekam (26.). Nur drei Minuten später landete die nächste Kugel bei Rothe, doch wieder fiel kein Treffer. Das aber auf der anderen Seite. Nach einem langen Ball von Sebastian Sebulonsen war El Mala im Abseits durch, doch der Angreifer bremste ab und öffnete damit die Tür für Kaminski, der legte zurück auf Waldschmidt, der wiederum Marius Bülter fand. Der Routinier machte es ganz abgeklärt und verwandelte mit einem Traumschuss Richtung Winkel (33.). Eine glückliche Führung.
Die, die Kölner aber beinahe noch erhöht hatten. El Mala spitzelte die Kugel zu Kaminski, der sich durchtankte und dann an Carl Klaus scheiterte, den abgefälschten Ball verfehlte Waldschmidt knapp (42.). Auf der anderen Seite brachte Burke eine weitere scharfe Flanke, die Rothe per Grätsche verpasste (45.). Es blieb bei der Führung zur Pause. Die erste Aktion nach dem Wechsel gehörte auch den Kölnern. El Mala setzte sich spielend leicht gegen Stanley Knsoki durch und flankte scharf vor das Tor, doch Kaminski kam einen Schritt zu spät (50.). Die Eisernen übernahmen zunehmend die Spielkontrolle, taten nun wieder mehr. Doch der FC erzielte den Treffer. Kristoffer Lund stand auf der linken Seite plötzlich im letzten Drittel und spielte die Kugel in die Box, dort lauerte El Mala, der sein Dutzend an Bundesliga-Treffern voll machte (61.).
Für die Schlussphase brachte Wagner gleich mehrere frische Kräfte. Doch prompt fiel der Anschlusstreffer. Nach einer Ecke von Christopher Trimmel stieg Rothe ungehindert am höchsten und nickte ein (73.). Der Gastgeber witterte nun wieder die Chance und der FC fand nur selten über Konter Entlastung. Die ganz große Gefahr strahlte Berlin aber auch nicht so wirklich aus. So hätte der eingewechselte Linton Maina die Vorentscheidung nach einem schönen Pass von Youssoupha Niang erzielen können, setzte aber zu hoch an (84.). Genauso wie auf der anderen Seite Burke, der Cenk Özkacar enteilt war (85.). Vier Minuten später war dann Livan Burcu zur Stelle und gleich tatsächlich für die Eisernen noch aus (89.). In einer wilden Schlussphase setzte sich kein Team mehr durch. So kann der FC den Klassenerhalt am Sonntag nicht sicher feiern. Bei Pleiten der Konkurrenz wäre der FC aber nur noch theoretisch abzufangen.
1. FC Köln: Schwäbe – Lund (80. Schmied), Özkacar, Simpson-Pusey, Sebulonsen – Martel, Krauß – Bülter (71. Thielmann), Kaminski (71. Maina), Waldschmidt (62. Chávez) – El Mala (71. Niang); Tore: 0:1 Bülter (33.), 0:2 El Mala (61.), 1:2 Rothe (73.), 2:2 Burcu (89.); Gelbe Karten: Martel (10.), Simpson-Pusey, Schwäbe
Langsung







































