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·27 April 2026

TSG Hoffenheim: Diese Saison widerspricht dem veralteten Feindbild der Kritiker

Gambar artikel:TSG Hoffenheim: Diese Saison widerspricht dem veralteten Feindbild der Kritiker

Nach 31 Spieltagen steht Hoffenheim kurz vor einem Champions-League-Rang. Trainer Ilzer und Torschütze Asllani sehen den Erfolg als verdient – nächste Woche wartet der VfB Stuttgart.

Zuerst die Zahl, um die es geht: Platz 5. Die TSG Hoffenheim, jahrelang das liebste Feindbild der Kurven, steht nach 31 Spieltagen kurz vor einem Champions-League-Rang – und das ist keine Laune der Tabelle, sondern der Beleg für sportliche Substanz. Wer jetzt wieder reflexhaft das Hopp-Banner auspackt, hat die Saison nicht gesehen.


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„Klar, wir fantasieren von der Champions League“, sagt Christian Ilzer nach dem 2:1 in Hamburg bei Sky. Es ist ein Satz, der in dieser Klarheit vor sechs Monaten niemand erwartet hätte – und gerade deshalb ist er so entlarvend für alle, die Hoffenheim weiter als Fremdkörper der Liga abstempeln. Der Trainer spricht nicht vom Traum als Zufall, sondern als verdiente Option. Und er hat recht.

Fisnik Asllani, zehntes Saisontor in Hamburg, bringt es noch trockener auf den Punkt: „Wenn man nach so vielen Spielen da oben steht, dann hat man sich das auch verdient.“ Zehn Tore eines Stürmers, 31 Spieltage Konstanz, Tabellenfünfter – das ist keine Glückssträhne, die man wegdiskutieren kann. Das ist eine Mannschaft, die sich durch eine komplette Saison gearbeitet hat, während andere Klubs mit größerem Namen längst zusammengebrochen sind. Schöne Grüße nach Frankfurt.

Die Frontlinie gegen Hoffenheim war immer kulturell, nie sportlich. Mäzenatentum, Retortenklub, Plastikverein – die Vokabeln sind bekannt, sie wurden über Jahre eingeschliffen. Nur: Sie erklären nicht, warum ausgerechnet dieser angeblich künstliche Klub in der Saison, in der er nach allen Kriterien der Kritiker „durchgefüttert“ sein müsste, nicht oben steht, sondern in anderen Jahren abstürzt. Geld allein garantiert in diesem Fußball offenbar gar nichts. Wer das behauptet, möge sich die Tabellen mehrerer anderer, traditionell reicher Vereine ansehen.

Das Argument der Hopp-Gegner lebt davon, dass Hoffenheim entweder unten steht (dann: gescheitertes Projekt) oder oben (dann: gekaufter Erfolg). Ein Klub kann es in dieser Logik nie richtig machen. Diese Denkfigur ist bequem, aber sie ist intellektuell erledigt – spätestens in einer Saison, in der die TSG nicht durch Transferwucht, sondern durch einen funktionierenden Trainer, einen treffsicheren Stürmer und eine greifbare Idee die Königsklasse anvisiert.

Dabei überdreht in Hoffenheim niemand. Ilzer mahnt, den Sieg in Hamburg zu „genießen“ und Kraft mitzunehmen. Asllani bremst sogar aktiv: „Wir tun gut daran, wenn wir erstmal die restlichen Spiele zu Ende bringen.“ Kommende Woche das direkte Duell mit dem VfB Stuttgart – ein Topspiel, in dem Hoffenheim nicht mehr der Aufsteiger ins europäische Geschäft ist, sondern der zentrale Akteur im Rennen um die Königsklasse. Wer das ignoriert, verweigert schlicht die Anerkennung einer sportlichen Leistung.

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