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·27 Juni 2026

Vedat Muriqi packt über seinen plötzlichen Fenerbahce-Transfer aus!

Gambar artikel:Vedat Muriqi packt über seinen plötzlichen Fenerbahce-Transfer aus!

Die Rückkehr eines verlorenen Sohnes sorgt im Umfeld von Fenerbahce für große Begeisterung. Der Traditionsverein aus Istanbul vermeldet mit dem Transfer von Vedat Muriqi einen echten Coup für die anstehende Spielzeit. Der mittlerweile 32-jährige Stürmer, der zuletzt beim spanischen La-Liga-Absteiger RCD Mallorca unter Vertrag stand, hat sich nach seiner Unterschrift erstmals ausführlich zu den Beweggründen und den emotionalen Hintergründen seines Wechsels geäußert. In einem Exklusiv-Interview im vereinseigenen Kanal FBTV ließ der Torjäger tief blicken, reflektierte seine prägende Zeit im Ausland und sprach über die ambitionierten Titelträume mit seinem alten und neuen Klub.

Gefühlsausbruch am Bosporus: Muriqi spürt die wahre Größe des Traditionsvereins

Die Erleichterung und das pure Glück über den geglückten Transfer waren dem bulligen Angreifer in jeder Sekunde des Gesprächs anzumerken. Der kosovarische Nationalspieler gab offen zu, dass ihm die tatsächliche Dimension seiner Sehnsucht nach den Gelb-Marineblauen erst mit der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte so richtig bewusst geworden ist.


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„Zunächst einmal bin ich unglaublich glücklich. Ich möchte unserem Präsidenten, dem Vorstand, unserem Trainer und der gesamten Vereinsfamilie danken, dass sie mir erneut das Vertrauen gesenkt haben. Es ist eine große Ehre, wieder hier zu sein. Ich wusste schon immer, dass ich Fenerbahçe vermisst habe, aber erst jetzt habe ich wirklich gemerkt, wie sehr. Dass ich erneut die Chance bekomme, für diesen großen Verein zu spielen, macht mich sehr stolz. Seit meinem Abschied habe ich den Verein ständig verfolgt. Auch aus der Ferne war ich immer nah dran. Ich stand mit meinen ehemaligen Mitspielern, den Trainern und den Mitarbeitern regelmäßig in Kontakt. Es fühlt sich an, als wäre ich nie weg gewesen. Einen Verein wie Fenerbahce gibt es kein zweites Mal. Ich konnte in Europa wertvolle Erfahrungen sammeln, aber die Größe von Fenerbahce ist etwas ganz Besonderes“, schwärmte der sichtlich gerührte Neuzugang über das vertraute Umfeld.

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Foto: IHA

Besonders angetan zeigte sich der Routinier vom Zustand des Trainingszentrums in Topuk Yaylasi, wo sich die Mannschaft intensiv auf die neuen Aufgaben vorbereitet. Für die Bedingungen vor Ort fand er im Interview deutliche Worte des Lobes: „Es ist eine außergewöhnliche Anlage. In der Türkei gibt es nichts Vergleichbares und selbst viele europäische Spitzenvereine verfügen nicht über ein Trainingszentrum dieser Qualität. Andere Mannschaften reisen für ihre Sommertrainingslager an verschiedene Orte. Wir fahren lediglich wegen des Klimas nach Österreich. Hier könnte man problemlos 20 oder 30 Tage trainieren. Uns fehlt es an nichts. Unsere Mitarbeiter leisten hervorragende Arbeit und sorgen dafür, dass wir jederzeit optimale Bedingungen vorfinden.“

Der Blick hinter die Kulissen: So liefen die Geheimverhandlungen im Sommer

Der Wechsel an den Bosporus war kein spontaner Entschluss, sondern das Ergebnis monatelanger, diskreter Vorarbeit im Hintergrund. Muriqi skizzierte den zeitlichen Ablauf und verriet, wie entschlossen er von der ersten Sekunde an war, das Angebot anzunehmen.

Die ersten Annäherungen gab es laut seinen Aussagen bereits im Januar, als sich sein Ex-Klub in Spanien in einer sportlichen Krise befand. Zu Beginn der Sommerpause intensivierten sich die Bemühungen, als Berater Mirsad Türkcan und Oguz Cetin den direkten Kontakt suchten. Der Torjäger zögerte keine Sekunde und signalisierte sofortige Wechselbereitschaft. Man habe ihm sogar geraten, zunächst den Urlaub zu genießen, doch seine Priorität lag einzig auf der Einigung der Vereine. Später betonte er im Gespräch mit dem Trainer, dass der 25-jährige Vedat nicht mehr existiere und er als gereifter, noch motivierterer Profi zurückkehre. Nachdem er klargestellt hatte, dass von seiner Seite keinerlei Probleme zu erwarten seien, konnten die Formalitäten entspannt abgewickelt werden. Großes Familienglück löste der entscheidende Anruf am 18. des Monats aus, als die Flugtickets bereitstanden. Seine Ehefrau, die selbst ein glühender Fan des Klubs ist, sei sofort begeistert gewesen und habe gedanklich bereits die Wohnungssuche und Organisation in Istanbul geplant.

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Reifeprozess in Europa: Harte Lehren bei Lazio Rom und Mallorca

Die Jahre in der italienischen Serie A sowie in der spanischen Liga haben den Charakter und die Spielweise des Stürmers fundamental verändert. Der Angreifer blickt dankbar auf die Entbehrungen und Herausforderungen in der Fremde zurück.

„Ich kann wirklich sagen, dass ich enorm viel gelernt habe. Mein Wechsel zu Lazio Rom erfolgte damals ebenfalls aus Topuk Yaylasi heraus. Heute kehre ich genau dorthin zurück und absolviere hier wieder mein erstes Training. Bei Lazio spielte damals Ciro Immobile, der aktuelle Gewinner des Goldenen Schuhs, auf meiner Position. Das war natürlich eine schwierige Situation. Während man sich in der Türkei sofort um dich kümmert und ständig fragt, ob du etwas brauchst, bist du dort komplett auf dich allein gestellt. Entweder gewöhnst du dich daran oder du hast Probleme. Hinzu kamen Sprache, Kultur und viele andere Unterschiede. Das war anfangs nicht einfach. Anschließend wechselte ich nach Mallorca. Ich dachte zunächst, dass ich nur kurz dort bleiben würde, am Ende wurden es zwei Jahre. Die Menschen dort haben mich hervorragend aufgenommen und ich habe versucht, dem Verein immer etwas zurückzugeben. Trotzdem habe ich mir seit meinem Abschied immer gesagt, dass ich eines Tages gerne zu Fenerbahçe zurückkehren würde. Ob das tatsächlich passieren würde, wusste ich natürlich nicht. Schließlich ist Fenerbahce ein riesiger Verein und es können jederzeit bessere Spieler verpflichtet oder Talente aus der eigenen Jugend hervorgebracht werden – so wie damals Arda Güler. Umso glücklicher bin ich, jetzt zurück zu sein und der Mannschaft mit meiner Erfahrung helfen zu können“, bilanzierte der Offensivakteur seinen sportlichen Werdegang.

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Foto: IHA

Ismail Kartal als Erfolgsgarant: Das große Ziel heißt Meisterschaft

Ein wesentlicher Faktor für den optimistischen Blick in die Zukunft ist Cheftrainer Ismail Kartal. Muriqi schätzt die Qualitäten des erfahrenen Übungsleiters, mit dem ihn eine gemeinsame Vergangenheit verbindet, außerordentlich hoch ein.

Er erinnerte daran, dass sich der Coach damals mit seinem Ex-Klub Caykur Rizespor geeinigt hatte, als der Wechsel zu den Gelb-Marineblauen bevorstand. Der Trainer habe schon damals großes Verständnis für diesen Karriereschritt gezeigt, und nun habe das Schicksal beide wieder zusammengeführt. Kartal absolviere bereits seine vierte Amtszeit und bringe stets dieselbe Leidenschaft, Spielidee und denselben Ehrgeiz mit, was ihn zu einer der größten Identifikationsfiguren des Vereins mache. Unter seiner intensiven Trainingsleitung soll nun der ganz große Wurf gelingen. Da der Stürmer mit Mert Müldür und Cengiz Ünder bereits erfahrene Kollegen bestens kennt, entfällt für ihn jegliche Eingewöhnungszeit. Abschließend betonte er, dass er sich keine feste Torquote gesteckt habe, sondern dem Team mit Toren, Vorlagen und seiner Routine auf und neben dem Platz helfen wolle, um gemeinsam mit den treuen Fans, die ihn am Flughafen emotional empfangen haben, die ersehnte Meisterschaft in Kadiköy zu feiern.

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