Von Álvarez über Heskey bis Rosengren – was die Transferverhandlungen über die Kaderplanung des 1. FC Köln aussagen | OneFootball

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·17 Juli 2026

Von Álvarez über Heskey bis Rosengren – was die Transferverhandlungen über die Kaderplanung des 1. FC Köln aussagen

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Simon Bartsch

17 Juli, 2026

Ellyes Skhiri, Otto Rosengren oder Reigan Heskey – die Liste möglicher Neuzugänge wird beim FC länger und länger. Natürlich wird Köln nicht alle der gehandelten Namen unter Vertrag nehmen, vielleicht noch nicht einmal das Gespräch suchen. Doch es zeigt sich eine Tendenz beim 1. FC Köln und den Transfers 2026: Routine, Talent und Weitblick.

Gehandelt werden viele Namen, am Ende wird es aber auch einige Neuzugänge geben. Dabei scheinen die Kölner sehr breitgefächert zu suchen.

Thomas Kessler und Tim Steidten bei einem Spiel des 1. FC Köln

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Auf der einen Seite der 31-jährige Routinier, der mehrere hundert Profi-Pflichtspiele auf dem Buckel hat, auf der anderen Seite das 18-jährige Talent, das noch immer auf den ersten Einsatz bei den Profis wartet. Natürlich sind nicht alle Transfergerüchte gleich heiß, bei manchen handelt es sich bekanntlich um Enten, bei anderen geht es wohl um ein generelles Abklopfen, was für den FC denn möglich ist und dann sind dann doch die, die ganz schnell heiß werden können. Eine Tendenz ist bei den Transfergerüchten dennoch abzusehen. Zumal es in diesem Sommer nicht die ganz großen Luftschlösser wie noch im Vorjahr gibt. Um die Neuverpflichtungen beim FC ranken sich natürlich auch zahlreiche Spekulationen. Das hängt auch mit der Bandbreite an Positionen zusammen, die die Kölner auf dem Weg zum kompletten Kader suchen. Die Geißböcke haben nach wie vor zahlreiche Lücken zu stopfen. Immerhin stehen auf der Zugangs-Seite mit Luka Lochoshvili und Gideon Mensah erst zwei Namen, nur die Planung der Innenverteidigung ist laut Thomas Kessler bei den Feldspielern abgeschlossen.

Routine für die Defensive

Dass also Namen in Bezug auf die Sechs, die Acht, die Außen und die Offensive gehandelt werden, ist folgerichtig. Der ein oder andere Kandidat überrascht dann aber doch. Denn die Bandbreite ist eine große – in mehrerlei Hinsicht. Der FC hat ganz offensichtlich seinen zu scoutenden Markt ausgeweitet. Während Köln in den vergangenen Jahren häufig auf die Bundesliga oder die unmittelbaren Nachbarländer fokussiert war, reicht das Suchfeld mittlerweile deutlich weiter. Edson Álvarez aus Mexiko befindet sich genauso auf dem Zettel wie der Australier Paul Okon-Engstler. Letzterer steht bekanntlich unmittelbar vor der Verpflichtung. Lochoshvili ist Georgier, Mensah Ghanaer, doch auf der Liste stehen auch Spieler aus Polen, England oder Schweden. Das ist kein Hexenwerk – immerhin ist das Scouten durch die Digitalisierung viel leichter geworden. Doch es ist durchaus eine Veränderung. Eine positive, wie René Wagner noch in der vergangenen Woche erklärte.

Vor allem aber fällt auf, dass der FC nicht nach dem einen Muster Spieler sucht – unabhängig der Position. Mit Mensah und Lochoshvili verpflichtete Kessler zwei Spieler, die eine gewisse Erfahrung mit in die Defensive bringen – offenbar die junge Zentrale der hintersten Kette um Jahmai Simpson-Pusey und Rav van den Berg mit ihrer Routine unterstützen sollen. Auch die gehandelten Ellyes Skhiri und Edson Álvarez würden im defensiven Mittelfeld reichlich Erfahrung mit einbringen, sollen als Leader vorangehen. Durch die positionsgenauen Abschiede von Eric Martel (24) und Kristoffer Lund (24) schrauben die Kölner das Alter und die Erfahrung an wichtigen Stellen nach oben. Es sind Akteure, die durchaus Verantwortung übernehmen sollen und auch können, wie sie schon bewiesen haben.

FC mit Weitblick

Dann gibt es aber auch das Interesse an Spielern wir Paul Okon-Engstler, Mikey Moore oder Otto Rosengren, die wiederum ihre ersten Schritte in ihren Teams gemacht, sich dort auch durchaus bewiesen haben. Alle drei sind in ihren Clubs unumstrittene Stammspieler, Leistungsträger, haben auch ihre Erfahrungen in der Nationalmannschaft oder der U-Auswahl gemacht. Okon-Engstler nahm sogar an der WM teil. Allerdings spielen sie in Schweden, Schottland und Australien in Ligen, die mit der Bundesliga wohl nicht vergleichbar sind. Das Leistungsniveau wäre noch einmal ein anderes. Dennoch handelt es sich durchaus um Spieler, die das Potenzial haben, in die erste Elf zu rutschen – wenn auch vielleicht nicht direkt als Stammkraft. Möglicherweise ähnlich wie Jahmai Simpson-Pusey. Der Engländer kam bekanntlich im vergangenen Winter nach einer komplizierten Halbserie bei Celtic Glasgow und spielte sich direkt fest.

Und dann scheint da ganz offensichtlich noch eine perspektivische Variante in die Kader-Mischung mit einzufließen. Der FC hat dem Vernehmen nach bereits Namen wie Jamal Iddrissou, Chido Obi und nun Reigan Heskey abgeklopft. Junge Talente, die die 20 Jahre noch nicht überschritten, bereits das Interesse anderer Clubs geweckt haben, aber die noch auf ihren Durchbruch warten. Nachwuchshoffnungen, denen man den Sprung in den Profifußball relativ schnell zutraut, von denen man sich mittelfristig einen sportlichen, vor allem aber einen wirtschaftlichen Erfolg erhofft. Der FC ist gerade dabei eine besondere Bandbreite an Spielern aufzustellen. Nicht jeder der gehandelten Namen wird am Ende auch seinen Weg nach Köln finden. Nicht jeder von denen, die am Geißbockheim auflaufen, wird ein Schnäppchen sein, ist ein Erfolgsgarant. Doch Thomas Kessler scheint mit seinem Team nötige akute Löcher zu stopfen und gleichzeitig perspektivisch in die Zukunft zu schauen.


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