FC Bayern München
·1 Juli 2026
Von Jeju bis Seoul: So hat sich der FC Bayern World Squad entwickelt

In partnership with
Yahoo sportsFC Bayern München
·1 Juli 2026

Nach den ersten intensiven Wochen des World Squad 2026 und der Reise nach Südkorea ziehen Roy Makaay und Diego Contento ein Zwischenfazit. Im Interview mit fcbayern.com sprechen sie über die sportliche Entwicklung der Mannschaft, die Bedeutung der gemeinsamen Zeit für das Teambuilding und darüber, welche Erfahrungen die Spieler aus den Spielen in Südkorea und den kommenden Partien in Deutschland mitnehmen können.
Roy, der World Squad war zum ersten Mal in Südkorea – auf Jeju und in Seoul. Wie habt ihr die Reise insgesamt erlebt und was war für euch der prägendste Moment?
Roy Makaay: „Es war eine großartige, intensive Reise. Beeindruckend war, dass die Spieler im letzten Spiel gegen die Yeongdeungpo Technical High School trotz der vielen Herausforderungen noch einmal alles gegeben haben. Besonders schön ist für mich immer der Moment, in dem man erkennt, dass aus Einzelspielern eine Mannschaft wird. Viele sind nach den Mittagessen sitzen geblieben und haben versucht, sich in verschiedenen Sprachen zu verständigen. Am Tisch wurden etliche Sprachen durcheinander gesprochen – zu sehen, wie sie miteinander kommunizieren, ist einfach großartig.“
Diego Contento: „Die Reise war für das gesamte Team etwas Besonderes. Sportlich und kulturell konnten wir viele neue Erfahrungen sammeln. Der prägendste Moment war zu sehen, wie schnell die Jungs zusammengewachsen sind und wie professionell sie sich in einem völlig neuen Umfeld präsentiert haben.“
Seit dem Start des World Squad 2026 sind fast drei Wochen vergangen. Wie haben sich die Spieler in dieser Zeit individuell und als Team entwickelt?
Makaay: „Die Entwicklung der Mannschaft ist klar zu sehen. Die Ergebnisse sind für uns Trainer nicht das Wichtigste. Für die Jungs selbst sind sie vermutlich deutlich wichtiger. Wir haben das erste Spiel analysiert und in den folgenden Trainingstagen gezielt an bestimmten Situationen gearbeitet. Im letzten Spiel haben die Spieler vieles davon bereits sehr gut umgesetzt - trotz großer Hitze und drei Spielen in kurzer Zeit. Das zeigt, wie schnell sie lernen und sich als Team weiterentwickeln. Individuell ist es wie immer: Der eine entwickelt sich etwas schneller als der andere, die Lernkurve verläuft nie bei allen gleich. Für mich zählt, dass nach vier Wochen jeder Spieler einige Prozent besser ist oder unsere Tipps mit nach Hause nimmt. Dann ist das Projekt für uns bereits erfolgreich - unabhängig von den Ergebnissen. Ich habe den Jungs auch mitgegeben, dass die drei Spiele in dieser Woche eine große Chance für sie sind: Sie treten gegen drei U19-Bundesligamannschaften an und können sich dort auf hohem Niveau messen.“
Welche Rolle hat die gemeinsame Zeit in Südkorea für das Teambuilding gespielt?
Contento: „Eine sehr große. Durch die gemeinsame Zeit im Hotel, auf Reisen und im Training konnten sich die Jungs viel besser kennenlernen. Das hat das Vertrauen untereinander enorm gestärkt.“
Makaay: „Wir nutzen genau solche Reisen auch für das Teambuilding. Den ersten Ausflug auf Jeju konnten wir wegen der Wetterbedingungen leider nicht mit der ganzen Mannschaft machen, deshalb haben wir spontan noch ein WM-Quiz organisiert. Dabei konnten wir die Spieler ein wenig durchmischen und miteinander ins Gespräch bringen. Die Kommunikation auf dem Platz ist wichtig, aber genau solche gemeinsamen Aktivitäten abseits des Spielfelds sind für die Entstehung eines Teams oft noch entscheidender.“
Ihr hattet drei anspruchsvolle Spiele und konntet zwei davon gewinnen. Wie fällt euer sportliches Fazit der Reise aus?
Contento: „Wie gesagt: Die Ergebnisse sind zweitranging. Wir sind mit der sportlichen Leistung sehr zufrieden. Die Mannschaft hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert, ist selbstbewusster geworden und hat viele Inhalte aus dem Training erfolgreich umgesetzt.”
Die Partien in Südkorea waren die ersten gemeinsamen Spiele dieser Mannschaft. Wie schnell hat das Team aus eurer Sicht zusammengefunden?
Contento: „Dafür, dass die Jungs vorher noch nie zusammengespielt haben, ging das überraschend schnell. Mit jedem Training und jedem Spiel wurden die Abläufe besser und das Zusammenspiel sicherer.“
Makaay: „In den ersten beiden Spielen haben alle Spieler ungefähr die gleiche Einsatzzeit bekommen, damit jeder die Möglichkeit hat, sich zu zeigen und in die Mannschaft hineinzufinden. Im zweiten Spiel haben wir begonnen, die Einsatzzeiten etwas gezielter zu steuern, und im letzten Spiel haben alle gespielt, der eine ein bisschen länger als der andere. Unsere Botschaft war klar: Egal ob du fünf, zehn oder neunzig Minuten auf dem Platz stehst: Gib 100 Prozent! Und das hat jeder umgesetzt.“
Was können die Jungs aus der Reise mitnehmen – vor allem mit Blick auf die kommenden Wochen?
Contento: „Vor allem die Erfahrung, auf internationalem Niveau gespielt zu haben. Sie haben gesehen, wie wichtig Teamgeist, Disziplin und eine professionelle Einstellung sind. Das wird ihnen in den nächsten Wochen helfen.“
Es stehen noch drei weitere Spiele in Deutschland an, darunter das Abschlussspiel gegen die U19 des FC Bayern. Wie gut ist das Team auf die nächsten Aufgaben vorbereitet, und worauf liegt nun der Fokus im Training?
Contento: „Wir sind gut vorbereitet, wissen aber auch, dass noch Potenzial vorhanden ist. Jetzt geht es darum, unsere Abläufe weiter zu verbessern, die Intensität hochzuhalten und als Mannschaft den nächsten Schritt zu machen, damit wir auch die letzten Spiele erfolgreich gestalten können.“
Makaay: „In den ersten beiden Wochen lag der Schwerpunkt im Training vor allem auf der Arbeit ohne Ball. Jetzt setzen wir gezielt Akzente, wie wir uns die nächsten Spiele vorstellen, achten aber wegen des Jetlags darauf, die Jungs nicht zu sehr zu belasten. Wir versuchen, den Druck von der Mannschaft zu nehmen. Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass man auch gegen starke U19-Bundesligisten gute Resultate erzielen kann, wenn man als Team auftritt. Was Diego und ich verlangen, ist, dass jeder in jedem Spiel alles gibt. Man kann gut spielen und trotzdem verlieren - das gehört dazu. Nach zweieinhalb Wochen sind wir mit dem Niveau und der Entwicklung der Mannschaft sehr zufrieden.“
Einen Einblick in die gesamte Reise der FC Bayern World Squad Class of ’26 gibt es im Liveticker sowie auf dem Instagram Account @fcbayernpathway.
Langsung







































