Nur die Raute
·15 April 2026
Vor Keller-Derby: HSV will nichts von „Existenzkampf“ wissen!

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·15 April 2026

Vor dem brisanten Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV hat sich die Lage im Tabellenkeller weiter zugespitzt.
Die Rothosen gewannen nur eines ihrer letzten acht Bundesliga-Spiele und verpassten es zuletzt mehrfach, die mutmaßlich entscheidenden Big Points im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. Geht das Derby am Bremer Osterdeich verloren, würde der aktuell auf Platz 15 stehende Nord-Rivale sogar nach Punkten mit dem HSV gleichziehen.
Doch von Panik will man im Volkspark nichts wissen. Trainer Merlin Polzin stellt sich demonstrativ gegen die dramatische Einordnung der Partie und betont eine andere Perspektive.
„Ich habe in meinen Gedanken das Wort Existenzkampf nie zugelassen“, wird Polzin gegenüber der Sport Bild deutlich. Für ihn gehe es vielmehr um die sportliche Herausforderung und die Chance, ein wichtiges Spiel für sich zu entscheiden. Zwar sei die Situation ernst, doch ein Endspiel-Charakter im klassischen Sinne komme für ihn nicht infrage. „Einen Existenzkampf hat man vielleicht am letzten Spieltag oder in der Relegation“, ordnet der HSV-Coach ein.

Foto: IMAGO
Stattdessen setzt Polzin auf andere Faktoren. Energie, Mentalität und eine klare Haltung auf dem Platz sollen die Entscheidung zugunsten des HSV herbeiführen! „Wir haben das erste Duell gewonnen. Das wollen wir wiederholen“, gibt er die Marschrichtung vor. Die Mannschaft müsse es erneut schaffen, „eine gewisse Art und Weise“ zu entwickeln, um dem Derby ihren Stempel aufzudrücken.
Besonders wichtig sei es, die emotionale Wucht der Partie anzunehmen. Im Weserstadion wird das Team eine aufgeheizte Atmosphäre erwarten. Doch genau darin sieht Polzin auch eine Chance: „Über 40.000 Zuschauer passen ins Stadion. Es sind mindestens 4.000 bis 5.000 HSV-Fans dabei.“ Diese Unterstützung könne zusätzliche Kräfte freisetzen.
Entscheidend wird laut Polzin ohnehin sein, dass seine Spieler die geforderte Intensität auch wirklich auf den Platz bringen. „Das hat mehr Power, wenn die Spieler das untereinander einfordern, als wenn das nur der Trainer vorgibt“, erklärt er und setzt damit bewusst auf Eigenverantwortung innerhalb der Mannschaft.









































