Was aus früheren Drittligisten geworden ist #29: Wuppertal | OneFootball

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·27 Juni 2026

Was aus früheren Drittligisten geworden ist #29: Wuppertal

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Insgesamt 70 Mannschaften spielten seit der Saison 2008/2009 in der 3. Liga. Während einige Klubs den Sprung in die Bundesliga geschafft haben, sind andere Vereine vom Radar der breiten Öffentlichkeit verschwunden. liga3-online.de holt diese Klubs nun wieder hervor. Heute: Ex-Bundesligist Wuppertaler SV, der der 3. Liga zwei Saisons angehörte und Rang 53 der Ewigen Tabelle belegt.

Warum der Wuppertaler SV zuletzt in einer WM-Statistik landete

Es war kurz vor der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko, als der Wuppertaler SV in einer Statistik zur deutschen Nationalmannschaft auftauchte. Das Portal Transfermarkt.de präsentierte die letzten DFB-Nominierungen der Vereine, die heute in der 1. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga oder in einer der fünf Regionalligen spielen. Dazu gehörte bis zuletzt auch der WSV, der seit mehr als 50 Jahren auf einen deutschen Nationalspieler wartet.


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Letzter WSV-Spieler, der das Trikot mit dem Adler trug, war der legendäre Horst "Schimmi" Szymaniak am 20. Mai 1959. Der Mittelfeldspieler kam beim 1:1 gegen Polen in Hamburg zu seinem letzten Länderspiel-Einsatz als Wuppertal-Akteur. Eine schöne Fußnote in unsicheren Tagen. Denn der Wuppertaler SV muss aktuell nach dem Abstieg aus der Regionalliga West gegen hohe Hürden kämpfen.

Abstieg in die Oberliga 2026: WSV und der komplette Neuanfang

Selbst der Zwangsabstieg der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf (aufgrund des Abstiegs der Profis in die 3. Liga) reichte nicht, um die Klasse zu halten. Platz 17 und nur fünf Siege waren für die Mannschaft von Trainer Mike Wunderlich zu wenig. Coach Wunderlich musste am Saisonende gehen. Ende Juni hat außerdem schon mehr als ein Dutzend Spieler die Hubertusallee verlassen, weil die meisten Akteure keine Verträge für die Oberliga haben. "Wuppertaler SV – plötzlich ist da nichts mehr", heißt es dazu bei wdr.de.

Klubchef Ludger Kineke steht vor einer schwierigen Aufgabe. "Der Abstieg", so Kineke Ende Mai in einem WDR-Interview, “war sicherlich ein negativer Schlusspunkt und vielleicht symptomatisch für eine missratene Saison. Es geht für uns jetzt darum, so schnell wie möglich Personen zu installieren, die die Planung für die kommende Saison angehen und die Dinge dann auch umsetzen." Bis jetzt hat der WSV nur zwei Neuzugänge, den 33-jährigen Routinier und Innenverteidiger Felix Herzenbruch (33) von der SSVg Velbert 02 und Mittelfeldspieler Dario Biancardi (24) von Oberligist SpVgg Erkenschwick. Wichtig für die Fans: Trotz des Abstiegs wird man weiter im legendären Stadion am Zoo spielen. "Da gehen wir nicht weg, das ist WSV-DNA", stellte Kineke klar.

Ein starkes Signal für den Neuanfang nach dem bitteren Abstieg: Mit Tim Schneider (44) vom VfB Hilden konnte der WSV „den absoluten Wunschkandidaten“ für das Traineramt verpflichten. „Der Wuppertaler SV hat weiterhin eine enorme Strahlkraft“, so Schneider in einem ersten Statement. Der WSV ist und bleibt trotz der wechselhaften Zeiten am Zoo – nach dem Abstieg aus der 3. Liga im Jahr 2010 ging es 2013 schon einmal für drei Jahre in die Oberliga – ein großer Vereinsname in Fußball-Deutschland.

Goldene 1970er-Jahre am Zoo: Als Aufsteiger direkt in den UEFA Cup

Die Wuppertaler stürmten 1973 als Bundesliga-Aufsteiger auf Rang vier und damit als erster Liga-Neuling in den UEFA Cup, wo in Runde eins gegen Ruch Chorzow (Polen/1:4 und 5:4) Endstation war. Torjäger Günter Pröpper („Meister Pröpper“) wurde von den Fans wie ein Popstar umlagert, schoss sich im WSV-Premierenjahr im Oberhaus auf Platz drei der Bundesliga-Torschützenliste (21 Tore), hinter Bayern-Bomber Gerd Müller und Jupp Heynckes von Borussia Mönchengladbach. Pröpper wurde mit 39 Buden in 87 BL-Spielen zum Rekord-Torjäger der Rot-Blauen und Namensgeber des Maskottchens – Löwe "Pröppi".

Heute feiert “Pröppi” Tore des WSV nicht mehr mit Bundesliga-Stars – dafür aber mit Spielern wie Neuzugang Felix Herzenbruch, für den der Wechsel nach Wuppertal die Rückkehr in seine Geburtsstadt ist. Beim WSV wurde er ausgebildet, bevor er später für Rot-Weiß Oberhausen, den SC Paderborn 07 und Rot-Weiss Essen kickte. In der 3. Liga kam Herzenbruch für Paderborn und RWE zu 74 Einsätzen. Jetzt also wieder Wuppertal – und ein gemeinsamer Neuanfang in der 5. Liga.

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