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Moritz Oppermann·28 Maret 2026
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Moritz Oppermann·28 Maret 2026
Flanke in die Mitte auf Mario Gomez. Der DFB-Stürmer leitet den Ball gekonnt mit dem Außenrist aufs Tor weiter, nur um erneut am Endgegner der Deutschen zu scheitern.
Guillermo Ochoa springt in der 89. Minute genau im richtigen Moment dem Ball entgegen und sichert Mexiko dank einer Weltklasse-Leistung den 1:0-Auftaktsieg bei der WM 2018.
Für den Torhüter bei einer Weltmeisterschaft keine Seltenheit. Bereits 2014 ließ er Brasilien verzweifeln, 2022 schrieb er gegen Polen sogar Fußballgeschichte. Guillermo Ochoa ist wohl das größte WM-Phänomen der vergangenen 20 Jahre.
Im Sommer spielt der Mexikaner womöglich seine sechste Weltmeisterschaft und würde damit zum Rekordspieler bei WM-Endrunden aufsteigen. Vor allem das Schicksal scheint dabei für ihn zu sprechen.
Erst vor knapp zwei Wochen erschütterte eine Horrorverletzung die mexikanische Fußballnationalmannschaft. Stammtorwart Luis Malagón hatte sich beim CONCACAF Champions Cup die Achillessehne gerissen. Der Traum von der Heim-WM zerplatzte und Trainer Javier Aguirre war aufgeschmissen: Wer soll jetzt im Sommer das Tor von El Tri hüten?
Ausgerechnet der mittlerweile 40-jährige Guillermo Ochoa? Im Netz kursierten erste Comeback-Gerüchte, die in den vergangenen Wochen bestätigt wurden. Aguirre nominierte Ochoa für die kommenden Freundschaftsspiele gegen Portugal und Belgien erstmals seit 2024 wieder für die Nationalmannschaft Mexikos. Hoffentlich hat er sich indes schon Highlight-Videos der WM-Endrunden 2014, 2018 und 2022 angeschaut.
Pünktlich zum Start der jeweiligen Turniere agierte Ochoa plötzlich auf Weltklasse-Niveau. Bei der WM 2018 war er der Torhüter mit den meisten Paraden (25). Allein beim 1:0-Gruppensieg gegen Deutschland wehrte er neun Schüsse ab. Auch 2022 war der ikonische Lockenkopf erneut zur Stelle.
Im Gruppenspiel gegen Polen hielt er als erster Mexikaner überhaupt einen Elfmeter. Der Schütze? Niemand Geringerer als Robert Lewandowski. Im Netz ging der Torhüter derweil unter dem Hashtag „NoMemoNoParty“ viral. Doch warum ist es zwischen den Endrunden recht ruhig um den heute 40-Jährigen?
Ochoa legte trotz herausragender Weltmeisterschaften nie die ganz große Vereinskarriere hin. Nachdem er unter anderem in LaLiga für Málaga und Granada aktiv war, spielt er mittlerweile für den zyprischen Topklub AEL Limassol – als Stammkeeper, versteht sich. Und genau das könnte er auch bei seiner sechsten Weltmeisterschaft wieder zeigen.
Sollte sich Trainer Aguirre gegen ihn entscheiden, hätte er womöglich ein kleines Problem. Seit der WM 2014 wird Ochoa gerne als der „Hexer von Mexiko“ bezeichnet. Einer, der für sein Land Unglaubliches vollbringt und vielleicht auch seinen Trainer verhext, sollte dieser uns ein schon fast vorgeschriebenes WM-Märchen vermiesen.
📸 JAVIER SORIANO
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