🤞 "Wir sind unzertrennlich": Alonsos Schattenmann soll Real retten! | OneFootball

🤞 "Wir sind unzertrennlich": Alonsos Schattenmann soll Real retten! | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: OneFootball

OneFootball

Philipp Overhoff·14 Januari 2026

🤞 "Wir sind unzertrennlich": Alonsos Schattenmann soll Real retten!

Gambar artikel:🤞 "Wir sind unzertrennlich": Alonsos Schattenmann soll Real retten!

Ob es die ohnehin anspruchsvolle Situation für Álvaro Arbeloa leichter oder gerade schwerer macht, lässt sich kaum sagen. Als Real Madrid am Montag das vorzeitige Aus von Xabi Alonso verkündete, wurde der 42-Jährige sofort zum Mann der Stunde.

Denn Arbeloa, bislang Trainer der zweiten Mannschaft, ist nicht nur ein Königlicher durch und durch, sondern vor allem ein enger Freund des gescheiterten Startrainers. Einer, dessen Karriere sich fast schon unheimlich parallel zu der von Alonso entwickelt hat. Reals neuer Hoffnungsträger ist Alonsos Schattenmann und soll nun retten, was aktuell zu kippen droht.


Video OneFootball


Zwei Karrieren im Gleichschritt

Um das Verhältnis der beiden Spanier zu verstehen, muss man eine Zeitreise ins Liverpool des Jahres 2007 unternehmen. Arbeloa wechselt von Deportivo La Coruña an die Anfield Road, wo Xabi Alonso längst gesetzt und Teil der legendären Champions-League-Gewinner-Truppe von 2005 ist. Zwei Jahre verbringen der elegante Stratege und der kompromisslose Rechtsverteidiger gemeinsam im kühlen Norden Englands.

Als Arbeloa im Sommer 2009 zu seinem Jugendverein Real Madrid zurückkehrt, dauert es gerade einmal acht Tage, bis Alonso ihm folgt. Spätestens von da an sind sie praktisch unzertrennlich.

Gemeinsam gewinnen sie bei Real alles, was es zu gewinnen gibt. Und auch im Trikot der spanischen Nationalmannschaft schreiben sie Geschichte. Zu den EM-Titeln von 2008 und 2012 gesellt sich der WM-Pokal von 2010. Insgesamt 262 Pflichtspiele bestreiten Arbeloa und Alonso Seite an Seite und damit mehr als Arbeloa mit jedem anderen Mitspieler absolviert hat.

Browser ini tidak didukung, silakan gunakan browser lain atau instal aplikasi

video-poster

2017 endet ihre aktive Karriere. Natürlich zeitgleich. Wie sollte es auch anders sein? Alonso verabschiedet sich beim FC Bayern, Arbeloa bei West Ham United. Ihren Bund beschrieb Alonso damals mit emotionalen Worten. "Seit unserer Zeit in Liverpool und später in Madrid sind wir unzertrennlich, denn Alvaro bietet dir seine bedingungslose Freundschaft", erklärte er in einem offenen Brief.

Über die Castilla in den Coaching-Olymp

Beide kehrten anschließend nach Madrid zurück, beide schlugen eine Trainerlaufbahn ein. Alonso wählte später den "Umweg" über Real Sociedad und Bayer Leverkusen, wo er sich als Erfolgstrainer und Doublegewinner einen Namen machte.

Arbeloa hingegen blieb bei den Königlichen. Er coachte die U14, die U16 und die U19, mit der er 2023 das nationale Double gewann. Im vergangenen Sommer übernahm er schließlich die Castilla. Als Alonso gleichzeitig Cheftrainer der Profis wurde, postete Arbeloa bei Instagram ein gemeinsames Foto. "Ich freue mich sehr über diesen neuen Abschnitt Geschichte, die wir gemeinsam geschrieben haben", verkündet er.

Gambar artikel:🤞 "Wir sind unzertrennlich": Alonsos Schattenmann soll Real retten!

📸 ANDREW YATES - 2010 AFP

Doch diese gemeinsame Geschichte endete am Montag abrupt. Nach nur 232 Tagen musste Alonso gehen. In der Liga liegt Real vier Punkte hinter dem FC Barcelona, in der Champions League reicht es nur zu Platz sieben, dazu kommt die verlorene Supercopa. Das Starensemble um Kylian Mbappé, Vinícius Júnior und Jude Bellingham bekam Alonso zu keinem Zeitpunkt vollends in den Griff. Nun soll und muss Arbeloa Ordnung schaffen.

Der Trainer Arbeloa: Mehr als Mourinho 2.0?

Was für einen Fußball er dabei spielen lässt, bleibt allerdings offen. Spektakel stand bei der zweiten Mannschaft jedenfalls nicht im Vordergrund, Struktur schon eher. Da Arbeloa entscheidend von José Mourinho geprägt wurde, könne dies kein Zufall sein, mutmaßen viele Beobachter bereits.

Mit dem Portugiesen hatte er ein inniges Verhältnis und verteidigte dessen umstrittene Ansätze mehrfach öffentlich. Mourinho wiederum adelte Arbeloa bei seinem Real-Abschied 2016: Der Abwehrmann sei "mit Sicherheit auf dem Podium der wichtigsten Spieler", mit denen er je gearbeitet habe und außerdem ein "außergewöhnlicher Kerl". Viele Fans erinnern sich jedoch auch an den destruktiven Fußball jener Zeit und fürchten eine Rückkehr.

Arbeloa selbst bemühte sich jedoch umgehend, diesen Vergleich zu entkräften. "Ich habe nicht mit Mourinho gesprochen. Für mich war es ein Privileg, von ihm trainiert zu werden, jemandem, der einen großen Einfluss auf mich hatte", sagte er auf seiner ersten Pressekonferenz. Trotzdem stellte klar: "Ich werde wie Arbeloa sein. Ich habe keine Angst vor dem Scheitern, aber wenn ich versuchen würde, wie Mourinho zu sein, würde ich spektakulär scheitern."

Er habe viele Trainer gehabt, erklärte Arbeloa weiter, und alle hätten ihn geprägt. "Man hat seine eigene Art zu sein und nimmt von jedem das Beste mit. Viele sind Legenden, sie haben im Fußball alles gewonnen. Ich hoffe, ich schaffe es, halb so gut zu sein wie viele von ihnen."

Vielleicht ist genau das seine größte Stärke. Arbeloa war nie der Lauteste, nie ein Glamourprofi. Er studierte während seiner Karriere Journalismus, lief Marathons, mied Star-Allüren jeglicher Art. Die schlechte Nachricht: Mit Ausnahme des Studiums und der Marathons gilt das auch für Alonso. Doch vielleicht gelingt es Arbeloa ja, aus dem Schatten seines deutlich prominenteren Freundes herauszutreten und den größten Fußballverein der Welt wieder auf Kurs zu bringen.


📸 Denis Doyle - 2026 Getty Images

Lihat jejak penerbit