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·21 Juni 2026
WM-Tag #10: Oranje meldet sich eindrucksvoll zurück, Undav rettet Deutschland

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·21 Juni 2026

Der nächste WM-Tag hatte mehrere klare Botschaften zu bieten. Die Niederlande zeigten nach dem Remis gegen Japan eine deutliche Reaktion und fertigten Schweden mit 5:1 ab. Deutschland musste gegen die Elfenbeinküste lange zittern, steht nach einem späten 2:1 aber vorzeitig in der K.o.-Runde. Außerdem holte Curaçao gegen Ecuador den ersten WM-Punkt seiner Geschichte, während Japan Tunesien beim 4:0 keine Chance ließ. Am Abend sind mit Spanien und Belgien zwei weitere Favoriten gefordert.
Brobbey und Gakpo zerlegen Schweden
Nach dem enttäuschenden 2:2 zum Auftakt gegen Japan hat die Niederlande ein deutliches Zeichen gesetzt. Gegen Schweden gewann Oranje mit 5:1 und übernahm damit die Tabellenführung in Gruppe F. Ronald Koeman verzichtete in der Startelf auf Memphis Depay und schenkte Brian Brobbey das Vertrauen. Der Angreifer zahlte es früh zurück und traf bereits in den ersten 17 Spielminuten doppelt. Schweden, das selbst mit einem 5:1 gegen Tunesien ins Turnier gestartet war, fand kaum Zugriff und lief dem frühen Rückstand lange hinterher. Nach der Pause machte Cody Gakpo mit einem Doppelpack endgültig alles klar. Anthony Elanga gelang für Schweden nur noch der zwischenzeitliche Ehrentreffer, ehe Crysencio Summerville in der Schlussphase den Endstand herstellte. Die Niederlande stehen nach zwei Spielen bei vier Punkten, Schweden bleibt bei drei Zählern und muss im letzten Gruppenspiel gegen Japan noch einmal liefern.
Undav dreht das Spiel für Deutschland
Deutschland hat auch das zweite Gruppenspiel gewonnen, musste gegen die Elfenbeinküste aber deutlich mehr arbeiten als beim Auftakt gegen Curaçao. Die Ivorer gingen nach einer halben Stunde durch Franck Kessié in Führung und stellten die DFB-Elf mit Tempo, Körperlichkeit und guter Organisation vor Probleme. Erst nach der Pause brachten die Wechsel von Julian Nagelsmann neuen Schwung. Der entscheidende Mann war Deniz Undav. Der eingewechselte Angreifer traf in der 68. Spielminute zum Ausgleich und ließ in der Nachspielzeit sogar noch den Siegtreffer folgen. Damit drehte Deutschland die Partie spät und steht bereits vor dem letzten Gruppenspiel sicher in der K.o.-Runde. Für Nagelsmann dürfte sich nach diesem Auftritt dennoch eine neue Frage stellen: Undav hat als Joker erneut geliefert und drängt sich damit immer stärker für eine größere Rolle auf.
Room hält Curaçao den historischen Punkt fest
In Gruppe E schrieb Curaçao Geschichte. Nach der 1:7-Niederlage gegen Deutschland holte der WM-Neuling beim 0:0 gegen Ecuador den ersten Punkt seiner Turniergeschichte. Der große Held des Spiels war Torhüter Eloy Room. Der 37-Jährige hielt alles, was auf sein Tor kam, und brachte Ecuador mit mehreren starken Paraden zur Verzweiflung. Für Ecuador ist das Remis dagegen ein bitterer Rückschlag. Nach der Auftaktniederlage gegen die Elfenbeinküste steht das Team vor dem letzten Gruppenspiel gegen Deutschland bereits mächtig unter Druck. Curaçao hingegen darf trotz der schwierigen Ausgangslage auf einen historischen Abend blicken. Für die kleinste Nation, die jemals bei einer WM dabei war, ist dieser Punkt weit mehr als nur ein Ergebnis.
Japan überrollt Tunesien
Auch Japan setzte in Gruppe F ein klares Ausrufezeichen. Gegen Tunesien gewann die Mannschaft von Hajime Moriyasu mit 4:0 und bestätigte damit den starken Eindruck aus dem Auftaktspiel gegen die Niederlande. Daichi Kamada brachte Japan bereits in der vierten Minute in Führung, Ayase Ueda erhöhte noch vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel ließen die Samurai Blue nicht locker. Junya Ito traf zum 3:0, ehe Ueda mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt setzte. Für Tunesien ist das Turnier nach der zweiten klaren Niederlage bereits beendet. Japan dagegen steht mit vier Punkten vor dem letzten Gruppenspiel gegen Schweden in einer starken Ausgangsposition und darf vom Einzug in die K.o.-Runde träumen.
Spanien und Belgien am Abend gefordert
Zum Abschluss des Tages stehen noch zwei spannende Partien an. Spanien trifft um 18 Uhr auf Saudi-Arabien und steht nach dem überraschenden 0:0 gegen Kap Verde bereits unter Druck. Die Saudis holten zum Auftakt ein 1:1 gegen Uruguay und dürften erneut versuchen, einem Favoriten das Leben schwer zu machen.
Um 21 Uhr geht es dann in Gruppe G mit Belgien gegen den Iran weiter. Beide Mannschaften starteten mit einem Remis in das Turnier: Belgien spielte 1:1 gegen Ägypten, der Iran trennte sich 2:2 von Neuseeland. Damit kann der Sieger des Abendspiels einen großen Schritt Richtung K.o.-Runde machen.
Foto: Alex Slitz/Getty Images







































