REAL TOTAL
·28 Juli 2026
Zidane jetzt Nationaltrainer: „Nach Real Madrid nur Frankreich“

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Zinedine Zidane dient Frankreich nun auch als Trainer – REAL TOTAL-Grafik: Getty Images
PARIS. Jetzt hat sein langes Warten ein Ende: Zinédine Zidane wird zum 1. August neuer Trainer der französischen Nationalmannschaft. Das hat der Verband FFF bekanntgegeben. Der inzwischen 54-Jährige tritt die Nachfolge von Didier Deschamps an. Dieser hatte bereits im Januar 2025 angekündigt, sein Amt im Anschluss an die Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko nach 14 Jahren niederzulegen.
Spätestens seit diesem Zeitpunkt war abzusehen: „Zizou“ wird nach dann rund fünf Jahren Pause im Frühherbst an die Seitenlinie zurückkehren und sich erstmals als Nationalcoach ausprobieren. Daher war er bei Real Madrid sowohl im Sommer 2025 als auch Anfang 2026 und Mitte 2026 kein ernsthafter Kandidat, als jeweils eine Veränderung auf dem Trainerposten vorgenommen wurde. Präsident Florentino Pérez hätte Zidane sicherlich gerne zurückgeholt, wusste aber stets, dass Frankreichs Auswahl nach zwei Amtszeiten bei Real Priorität hat. Dass dieser Job sein großer Traum ist, sprach er in der Vergangenheit nicht nur einmal offen aus.
„Ich habe diese Mannschaft immer als meine Zukunft gesehen. Aus diesem Grund bin ich zu keinem Klub gegangen. Nach meiner Zeit bei Real Madrid wollte ich nur Frankreichs Nationaltrainer werden. Ich hätte auch ein Projekt über drei Jahre übernehmen können, weil Didier im Amt war. Er traf diese Entscheidung im Januar 2025 und schon am nächsten Tag wusste ich, dass ich sein Nachfolger werden wollte. Wir haben uns mit dem Präsidenten getroffen und die Einigung war schnell besiegelt“, erzählte Zidane am Dienstag in der Pressekonferenz zu seiner Vorstellung in Paris.
Er spricht sogar vom bisherigen Gipfel seiner Laufbahn an der Seitenlinie: „Das ist der schönste Tag in der Trainerkarriere von Zidane. Es ist eine riesige Freude. Ich bin glücklich über das, was mir gerade widerfährt. Mir fehlen die Worte. Ich halte mich zurück, weil ich innerlich von vielen Emotionen überwältigt bin. Ich bin bereit für diese Herausforderung.“
Der frühere Weltklasse-Mittelfeldspieler war Ende Mai 2021 bei den Königlichen zurückgetreten. Das tat er im Unfrieden, woraufhin sich beide Seiten aber wieder annäherten. Zidane übte sich seitdem in Geduld, der drei Jahre ältere Deschamps wollte jedoch stets weitermachen – bis jetzt. Er hinterlässt ein großes Erbe, geht als erfolgreichster Frankreich-Coach in der Historie. „Les Bleus“ wurde 2018 Weltmeister, holte 2021 die Nations League, scheiterte 2022 im Finale der WM erst im Elfmeterschießen an Argentinien (2:4, zuvor 3:3 n. V.), erreichte zudem bei der Heim-Europameisterschaft 2016 das Endspiel, das Portugal jedoch gewann (0:1 n. V.).
Der Vertrag von Zidane (Weltmeister 1998, Europameister 2000) beim Verband läuft bis zum 31. Juli 2030. Für ihn wird die EM 2028 in England, Wales, Schottland und Irland das erste Turnier. Die nächste WM ist 2030 größtenteils in Spanien, dabei findet das Finale möglicherweise im Estadio Santiago Bernabéu statt. Zu den Gastgebern zählen auch Portugal und Marokko, während zum Auftakt erst einmal je eine Partie in Argentinien, Uruguay und Paraguay bestritten wird. Hintergrund dessen ist das 100-jährige Jubiläum des Turniers. Die erste WM jemals wurde 1930 in Uruguay absolviert.
Keine Real-Rückkehr – und dennoch wird Zidane jetzt Madrilenen coachen. Von Real gehörten Kylian Mbappé als Kapitän, Aurélien Tchouaméni und Ibrahima Konaté dem französischen WM-Kader an. Im Aufgebot der Blancos befinden sich mit Eduardo Camavinga und Ferland Mendy zudem zwei weitere Franzosen.
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