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·18 aprile 2026

0:0 in Österreich: Erster Dämpfer in der WM-Quali

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Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien die ersten Punkte liegen lassen. Das Team von Bundestrainer Christian Wück kam in Ried im Innkreis gegen Österreich in einer chancenarmen Partie nicht über ein 0:0 hinaus. Nach dem furiosen 5:1 (1:0) am vergangenen Dienstag gegen den deutschen Nachbarn verpasste die DFB-Auswahl ihren vierten Sieg im vierten Qualifikationsspiel, bleibt aber in der Gruppe 4 mit 10 Punkten vor Norwegen (9) und Slowenien (3) Tabellenführer. Nur der Gruppensieger löst sicher das Ticket für die Endrunde, die Zweit-, Dritt- und Viertplatzierten haben noch die Möglichkeit, sich über die Playoffs zu qualifizieren. Weiter geht's für die deutsche Auswahl in der WM-Quali am 5. Juni (ab 20.30 Uhr) im direkten Duell mit Norwegen in Köln.

"Wir sind alle unzufrieden, wir haben uns was anderes vorgenommen, wir wollten das Spiel hier gewinnen", sagt Wück. "Aber man muss anerkennen, dass es uns die Österreicherinnen schwer gemacht haben. Es ist aber noch nicht viel passiert, wir sind noch Erster in der Gruppe und haben noch alles in der eigenen Hand."


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Vier Neue in der Startelf

Im Vergleich zum Duell vor vier Tagen in Nürnberg veränderte Wück seine Startelf auf vier Positionen. Vor Torhüterin Ann-Kathrin Berger starteten in der Abwehr Sarai Linder, Camilla Küver und Carlotta Wamser für Giulia Gwinn, Rebecca Knaak und Franziska Kett. Janina Minge, die die Kapitänsbinde von der an der Schulter verletzten Gwinn übernahm, komplettierte die Viererkette in der Innenverteidigung. Auf der Doppelsechs spielten wieder Elisa Senß und Sjoeke Nüsken, in der Offensive durfte dieses Mal Larissa Mühlhaus für Linda Dallmann von Beginn an spielen. Auf den beiden Außenbahnen setzte der Bundestrainer wieder auf Vivien Endemann und Jule Brand, im Sturm auf Nicole Anyomi.

Im mit 4300 Zuschauer*innen ausverkauften Stadion Ried begann Deutschland nach dem klaren Erfolg im ersten Duell mit viel Selbstvertrauen und kam direkt zu einer Doppelchance: Über Linder landete der Ball bei Mühlhaus, deren präzise hohe Hereingabe Brand im Strafraum fand (3.). Die Offensivspielerin von Olympique Lyon brachte den Ball im Fallen gefährlich auf den Kasten, scheiterte jedoch an einer starken Parade von Österreichs Torhüterin Mariella El Sherif. Auch der anschließende Eckball sorgte für Gefahr, doch Nüsken (4.) köpfte den Ball knapp am linken Pfosten vorbei.

Geduldspiel gegen kompakte Österreicherinnen

Die Gastgeberinnen präsentierten sich taktisch verändert: Im Vergleich zum Auftritt in Nürnberg agierte die ÖFB-Auswahl aus einer deutlich kompakteren Defensive und lauerte auf Umschaltmomente. Eine erste Chance ergab sich für die Gastegeberinenn nach sieben Minuten, als eine Hereingabe von Barbara Dunst die mitgelaufene Naika Reissner im Strafraum am langen Pfosten nur um Haaresbreite verfehlte. Nach dieser vielversprechenden Anfangsphase verflachte die Partie im ersten Durchgang allerdings zunehmend. Deutschland hatte zwar mehr vom Spiel, ließ aber die Präzision im Aufbauspiel vermissen und kam zu keinen nennenswerten Torchancen.

Auch im zweiten Durchgang fehlten dem deutschen Team in der Offensive die Ideen, so blieben Möglichkeiten Mangelware: Anyomi legte auf Senß (49.) ab, deren Abschluss allerdings harmlos blieb, ein Freistoß von Mühlhaus (59.) erreichte keine ihrer Mitspielerinnen. Wück brachte Linda Dallmann (für Endemann) zudem kam Franziska Kett für Linder. Zudem sollte Lea Schüller (für Anyomi) in der Offensive für die fehlende Torgefahr sorgen.

Minge köpft an den Querbalken und sieht die Rote Karte

Die beste Möglichkeit im zweiten Durchgang hatte schließlich Janina Minge (72.): Ein stark getretener Freistoß von Mühlhaus erreichte Nüsken, die aus kurzer Distanz Keeperin El Sherif anköpfte. Den Abpraller köpfte Minge aus wenigen Metern an die Latte statt ins leere Tor. Deutschland bemühte sich weiter, doch ein Versuch von Kett (75.) aus der Distanz blieb zu unpräzise. Nach einer Unkonzentriertheit von Minge (79.) bei der Ballannahme musste Deutschland die Schlussphase in Unterzahl überstehen. Die Kapitänin hatte die enteilte Julia Hickelsberger als letzte Frau festgehalten und dafür die Rote Karte gesehen.

Die Schlussphase gehörte den Gastgeberinnen, die angefeuert von ihren Fans allerdings kein Risiko mehr eingehen wollten. Nach einer Ecke der Österreicherinnen kam Deutschland an den Ball und spielte zielstrebig nach vorne. Schüller spielte auf Dallmann (90.+4), die den Ball von der linken Seite aber knapp über das Tor schlenzte und so den Lucky Punch verpasste. Österreich holte damit seinen ersten Punkt in der Qualifikation, Deutschland ging im neunten Duell mit Österreich zum ersten Mal nicht als Sieger vom Platz. 

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