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·2 febbraio 2026

3. Liga finanziell "stabiler denn je": Rekorde bei Ein- und Ausgaben

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Am Montag hat der DFB seinen Saisonreport für die Spielzeit 2024/25 vorgestellt. Die wichtige Erkenntnis: Finanziell ist die 3. Liga dabei "stabiler denn je", wie der Verband betont. Sowohl die Einnahmen als auch die Ausgaben der Drittligisten sind auf neue Rekordwerte angestiegen. Auch insgesamt steht die Liga "so gut wie noch nie in ihrer Geschichte" da.

Einnahmen im Schnitt bei 19,7 Millionen Euro

334,79 Millionen Euro! In der vergangenen Saison haben die Drittligisten so viel Geld umgesetzt wie nie zuvor in der Geschichte der 3. Liga. Allein gegenüber der Spielzeit 2023/24, die diesbezüglich ebenfalls eine Rekordsaison war, sind die Erträge um fast 15 Prozent gestiegen. Durchschnittlich lagen die Einnahmen der Klubs (ohne U23-Teams) bei 19,7 Millionen Euro.


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Hauptgrund für den Rekordwert sind die deutlich gestiegenen Einnahmen aus Ticketverkäufen (von 3,1 auf 4,2 Millionen Euro) und Sponsoring (von 5,8 auf 6,4 Millionen Euro). Nie zuvor haben die Klubs mit Werbung so viel Geld umgesetzt. Mit einem Anteil von knapp 33 Prozent am Gesamtertrag ist das Sponsoring zudem die größte Einnahmequelle.

Entwicklung Gesamtertrag in Mio. Euro

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Grafik: DFB

Ausgaben deutlich gestiegen

Gleichzeitig sind allerdings auch die Ausgaben der Klubs deutlich um 15 Prozent im Vergleich zur Vorsaison gestiegen und haben mit insgesamt 348,7 Millionen Euro einen Höchststand in der Geschichte der 3. Liga erreicht. Im Schnitt gab jeder Verein 20,52 Millionen Euro aus.

Gestiegen sind die Ausgaben in allen Bereichen. Den größten Posten (31,5 Prozent) stellt nach wie vor der Personalaufwand Profis dar. Im Schnitt gaben die Klubs hierfür 6,4 Millionen Euro aus – und damit so viel wie noch nie in der Drittliga-Historie. Allein gegenüber der Vorsaison ergibt sich hier eine Steigerung von 17,7 Prozent.

Der Aufwand im Bereich Handel und Verwaltung legte gar um 34 Prozent zu und betrug im Schnitt bei 1,9 Millionen Euro. Einen deutlichen Sprung nach oben gab es auch bei den Aufwendungen für Jugend und andere Fußballmannschaften. Im Schnitt lagen diese pro Klub bei 1,38 Millionen Euro – Rekord (Vorsaison: 1,3 Millionen Euro).

Entwicklung Personalaufwand Spielbetrieb pro Klub in Mio. Euro

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Grafik: DFB

Geringere Verluste

Trotz der Rekordausgaben ist die Anzahl der Klubs, die einen Gewinn verbucht haben, gegenüber der Vorsaison von zehn auf zwölf gestiegen. So viele waren es zuletzt in der Spielzeit 2018/2019. Erst zum zweiten Mal verzeichneten mehr Klubs einen Überschuss als einen Fehlbetrag, der bei sieben Vereinen zu Buche stand. Im Schnitt lag der Verlust pro Klub bei 0,8 Millionen Euro – eine leichte Verschlechterung gegenüber der Vorsaison (0,6 Millionen Euro).

Zudem war zum sechsten Mal in Folge das durchschnittliche Eigenkapital der Klubs positiv (im Schnitt 0,8 Millionen Euro pro Verein). Insgesamt wiesen zwölf Klubs ein positives Eigenkapital auf, nur bei fünf Klubs war dieses negativ – der niedrigste Wert der Liga-Geschichte. Allerdings sind die Verbindlichkeiten der Klubs im Schnitt auf 6,9 Millionen Euro gestiegen – ein neuer Höchstwert.

Anzahl Klubs mit Saisonüberschuss bzw. Fehlbetrag

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Grafik: DFB

Erneuter Zuschauerrekord

Zum dritten Mal in Folge konnte zudem ein Zuschauerrekord aufgestellt werden. Im Schnitt strömten 11.548 Fans in die Stadien. Damit ist die 3. Liga weltweit die Nummer 1. Von den zweiten Ligen stehen bei den Zuschauerzahlen nur die 2. Bundesliga, die englische Championship und Spaniens La Liga 2 vor der deutschen 3. Liga, die auch zahlreichen ersten Ligen in Europa voraus ist.

Zuschauerentwicklung 3. Liga

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Grafik: DFB

30 Prozent der Einsatzzeiten entfielen auf deutsche U23-Spieler

In der letzten Saison entfielen zudem fast 30 Prozent der Gesamteinsatzzeiten auf Spieler mit deutscher Staatsangehörigkeit im U23-Alter – Rekordwert. In der Bundesliga waren es im selben Zeitraum 9,2 Prozent, in der 2. Bundesliga 22 Prozent. Durchschnittlich wurden in der 3. Liga in jedem Spiel pro Mannschaft sechs Akteure unter 23 Jahren eingesetzt (Bundesliga: 3,7; 2. Bundesliga: 3,3).

Die Einsatzzeiten von U23-Spielern in der 3. Liga werden vom DFB über den Nachwuchsfördertopf belohnt. Nachdem in der Saison 2024/45 insgesamt 2,36 Millionen Euro ausgezahlt wurden, sind es in der laufenden Saison drei Millionen Euro. Zudem müssen die Gelder nicht mehr ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden, sondern können auch in den wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb fließen.

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