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·14 luglio 2026

3. Liga international: Österreichs "Regionalliga" im Fokus

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Die 3. Liga in Deutschland wird bald volljährig! Seit fast 18 Jahren existiert die Spielklasse, die einen Imagewandel von der "Pleite-Liga" zum Zuschauermagneten durchlebt hat. Wie sieht es eigentlich in anderen Ländern aus? liga3-online.de wirft einen Blick auf die internationalen Wettbewerbe. Heute: Die "Regionalliga" in Österreich.

Struktur, Modus und aktuelles Geschehen

Die Geschichte der dritthöchsten Spielklasse geht in Österreich bis auf die sogenannte Tauernliga zurück, die in der Saison 1949/50 erstmals als Unterbau einer erstklassigen Profiliga ausgetragen wurde. Weitere Wettbewerbe auf gleicher Ebene kamen im Laufe der Zeit hinzu, aber erst zehn Jahre später entstand erstmals eine "Regionalliga", die dann bis zum Ende der Saison 1973/74 als zweithöchste Spielklasse galt. Anschließend wurde die Bundesliga sowie die 2. Liga in Österreich eingeführt, sodass die Regionalliga im Jahre 1975 erstmals wirklich drittklassig ausgetragen wurde. Allerdings blieb der Aufstiegsmodus kompliziert und war stets mit Playoff-Spielen verbunden, dazu noch mit rotierenden Direktaufsteigern.


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Zur Saison 2019/20 beschlossen die Fußballverbände aus Tirol und Vorarlberg schließlich einen neuen Modus, da vor allem die Reisekosten der Vereine zu hoch geworden waren – besonders die West-Staffel, die noch den Salzburger Raum einschloss, war für die Vereine nicht mehr tragbar. Der Salzburger Landesverband musste sich einer Reform beugen und eine Eliteliga einführen, aber schon zur Saison 2023/24 kehrte eine Regionalliga West per ÖFB-Präsidiumsbeschluss zurück. Eine Dauerlösung war das nicht, weshalb im vergangenen Jahr letztmalig die dreigleisige Regionalliga ausgetragen wurde. Und mit der nun startenden Saison wird Österreich erstmal mit vier Regionalligen zu je 16 Mannschaften starten – aber nicht jeder Meister steigt auf, denn die vier Titelträger werden wieder in Playoff-Spielen gegeneinander antreten. Nur zwei Teams gehen dann in die 2. Liga.

Mannschaften im Teilnehmerfeld

Der Wolfsberger AC, der TSV Hartberg, der Linzer ASK, der SV Ried, die WSG Tirol oder auch der SCR Altach sind in der Regionalliga vertreten – jeweils mit den Zweitteams, die in Österreich auch in die 2. Liga aufsteigen dürfen. Zumindest solange, wie dort nur drei Mannschaften vertreten sind. Darüber hinaus gilt wohl der SK Austria Klagenfurt als klangvollster Name in der dritthöchsten Spielklasse, denn die Kärntner wurden nach ambitionierten Jahren infolge ihres Konkurses per Zwangsabstieg in die Regionalliga durchgereicht. Weitere ehemalige Erstligisten wie der Wiener Sport-Club oder der SK Vorwärts Steyr, die in der Ewigen Tabelle der Bundesliga noch vor Klagenfurt stehen, treten ebenfalls drittklassig an.

Auch der SV Grödig zählt dazu. Der Sportverein aus dem Land Salzburg stieg als Meister der Salzburger Liga in die Regionalliga auf, war aber auch schon in der Bundesliga vertreten – unter einem gewissen Adi Hütter, der Grödig einst zum Aufstieg in die Spitzenklasse und anschließend auf Platz 3 führte. Andauerende Probleme mit der Lizenzierung, die in Österreich auch schon große Vereine wie LASK trafen, zwangen Grödig vor zehn Jahren zum Rückzug aus der Bundesliga – und eine Rückkehr in den Profifußball hat es bis heute nicht gegeben. Als weiteres Exempel für die finanziellen Schwierigkeiten gilt der SV Mattersburg, der sich 2020 als Verein auflöste – und nun als Mattersburger SV 2020 wieder in der Regionalliga angekommen ist. Ein positives Beispiel dürfte hingegen Wacker Innsbruck sein, das vor vier Jahren aus der 2. Liga in die fünftklassige Tiroler Liga runter ging, aber seitdem den Durchmarsch zurück in die 2. Liga schaffte.

Besucherzahlen und Marktwerte

Der große Andrang an Zuschauern wird voraussichtlich ausbleiben, wenngleich die neue Ligastruktur mit verkürzten Wegen von Vorteil für die Vereine sein könnte. Ein Blick in die 2. Liga zeigt jedoch, dass schon in der zweithöchsten Spielklasse nur etwa 950 bis 1.300 Zuschauer pro Spiel angelockt wurden. Mit vereinzelten Ausnahmen wird in der Regionalliga wohl mit niedrigeren Zahlen zu rechnen sein, während die geschätzten Marktwerte gar keine Rolle spielen – aufgrund des Status als Amateurliga werden alle Akteure der Spielklasse "auf Null" gesetzt.

Persönlichkeiten der Regionalliga

Trotz fehlender Marktwerte heißt das nicht, dass der 3. Liga in Österreich die Qualität fehlt. Jemand, der auch schon sehr viel Drittliga-Erfahrung mitbringt, ist jedenfalls Simon Handle. Der 33-Jährige absolvierte 266 Partien in der dritthöchsten Spielklasse – überwiegend für Viktoria Köln. Aber nun kehrt der Außenbahnspieler nach Österreich zurück, nachdem er schon in seiner Jugend bei Salzburg und Grödig spielte. Handle läuft künftig für den UFC Hallein in der zweitgrößten Stadt des Landes Salzburg auf.

Aber nicht nur erfahrene Routiniers wählen Österreichs Regionalliga als Wunschziel aus, sondern auch talentierte Sprösslinge wie Naldinho. Der Sohn von Bundesliga-Legende Naldo steht in Klagenfurt unter Vertrag und wird im Gegensatz zu seinem Vater nicht für das Verteidigen von Toren, sondern als Mittelstürmer für das Erzielen von Treffern verantwortlich sein. Und auch der FC Dornbirn brachte mit Tom Zimmerschied einen Spieler hervor, der seither den Weg von der 3. Liga in die Bundesliga schaffte – und das wiederum in Deutschland.

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