Abstiegskampf: Was für und gegen die Teams spricht | OneFootball

Abstiegskampf: Was für und gegen die Teams spricht | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: liga2-online.de

liga2-online.de

·22 aprile 2026

Abstiegskampf: Was für und gegen die Teams spricht

Immagine dell'articolo:Abstiegskampf: Was für und gegen die Teams spricht

Von Bochum bis Münster - vier Spieltage vor Saisonende müssen noch neun Teams vor dem Abstieg in die 3. Liga zittern. liga2-online.de nimmt die Mannschaften unter die Lupe und analysiert, was für und was gegen die Teams spricht.

VfL Bochum


OneFootball Video


Was für den Klassenerhalt spricht: Ein Vorsprung von fünf Punkten und sieben Mannschaften, die den VfL noch überholen müssten - die Ausgangslage an der Castroper Straße ist komfortabel. Zumal sich die Konkurrenten auch noch gegenseitig die Punkte klauen werden. Schon ein eigener Erfolg im nächsten Spiel gegen Fürth sollte allerdings ausreichen, um auf der sicheren Seite zu sein.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Die nächsten beiden Partien sind gegen direkte Konkurrenten - und in diesen Spielen sah kein Abstiegskandidat schlechter aus, als die Bochumer. Geht das schief, könnte der Druck noch einmal wachsen. Denn Hannover wird es dem VfL genauso schwierig machen, wie der KSC im letzten Heimspiel von Coach Christian Eichner. Bochum darf den Endspurt nicht verschleppen - und erst recht nicht unterschätzen.

Dynamo Dresden

Was für den Klassenerhalt spricht: Die SGD spielt eine sensationelle Rückrunde. Nach 17 Spielen hatte Dresden nur 13 Punkte auf dem Konto, aber jetzt sind es schon 20 Zähler nach 13 Partien - nur drei Teams, die allesamt um den Aufstieg mitspielen, punkteten in der zweiten Saisonhälfte besser. Außerdem ist Cheftrainer Thomas Stamm in Zeiten des Erfolgs der größte Kritiker, denn mit der aktuellen Punktzahl reicht es noch nicht, fand der Schweizer. Er wird seine Mannschaft weiter antreiben.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Dresden kann sich praktisch nur noch selbst schlagen. Die bisherige Rückrunde spricht an keiner Stelle für einen Einbruch, aber genau darin könnte die Krux liegen. Denn bislang hatte die SGD immer Zeit, um Rückschläge noch auszubügeln. Geht jetzt etwas im Endspurt schief, könnte der Kopf mitspielen - und damit auch der Gedanke, dass man nach allem, was man mit größter Anstrengung erreicht hat, durch wenige Fehler einreißen könnte. Nervosität wäre kein guter Ratgeber.

Holstein Kiel

Was für den Klassenerhalt spricht: Tim Walter hat die Fähigkeiten der Störche geweckt. Nach langer Misere konnten die Norddeutschen zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen holen, was gehörig Selbstvertrauen in die KSV Holstein spülen dürfte. Der Offensivmotor läuft wieder und zudem hat Kiel im Vorfeld der Saison die Qualität an die Förde geholt, die nicht für den Abstiegskampf bestimmt war. Greifen die Zahnräder weiter ineinander, sollte der Weg nicht mehr weit sein.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Im Endspurt treffen die Störche noch auf Braunschweig, Magdeburg und Dresden. In den direkten Duellen liegt die große Chance auf eine frühzeitige Entscheidung, aber auch das Risiko, von den Konkurrenten wieder nach unten gezogen zu werden. Mit der Erfolgsserie darf sich das Selbstbewusstsein nicht in Übermut wandeln, sonst könnten Nachlässigkeiten hart bestraft werden.

1. FC Magdeburg

Was für den Klassenerhalt spricht: Die Magdeburger haben alle Höhen und Tiefen in dieser Saison erlebt - und Cheftrainer Petrik Sander kennt derer ohnehin schon viele in seiner langen Karriere. Die Erfahrung des 65-Jährigen in der Mischung mit seiner Bodenständigkeit gegenüber dem Wettbewerbsdruck lassen den FCM nach jeder Talfahrt immer wieder zurückkommen. Zudem hoffen die Magdeburger noch auf weitere Treffer von Mateusz Zukowski (17 Tore).

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Im anstehenden Spiel gegen Nürnberg wird der Mittelstürmer wegen einer Gelbsperre erst einmal fehlen. Wer übernimmt den Torriecher, wenn der sicherste Schütze fehlt? Als Vorlagengeber ist Verlass auf Baris Atik - aber dahinter bleiben die Magdeburger blass, was Scorerpunkte angeht. Somit ist das Spiel der Elbestädter erheblich von der individuellen Qualität der beiden Akteure abhängig. Läuft es nicht rund, braucht es Alternativen.

Greuther Fürth

Was für den Klassenerhalt spricht: Heiko Vogel konnte das Kleeblatt in der Rückrunde stabilisieren. 18 Punkte holte Fürth aus 13 Spielen, was einen Platz im Mittelfeld ausmachen würde. Zwischen dem 23. und dem 30. Spieltag gehörte die Spielvereinigung zudem noch zu den formstärksten Teams der Liga. Wichtig ist vor allem, dass die Tendenz aktuell steigend ist.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Die Abwehr machte Fürth über weite Strecken der Saison sehr große Sorgen. Immer noch ist das Kleeblatt mit insgesamt 63 Gegentoren das schwächste Team der Liga - und zwar mit Abstand. Verfällt Fürth ausgerechnet im Endspurt in alte Muster, dann kann es noch einmal ziemlich brenzlig werden. Umjubelte Last-Minute-Siege wie gegen Darmstadt wird es nicht jedes Mal geben.

Arminia Bielefeld

Was für den Klassenerhalt spricht: Mitch Kniat kann seiner Mannschaft vermitteln, wie man kämpfen, kratzen und beißen kann. In den zurückliegenden Heimspielen hatte Bielefeld stets das letzte Wort - egal, ob gegen Paderborn, Darmstadt oder Nürnberg. Diese Energie brauchen die Ostwestfalen jetzt noch auf den fremden Plätzen, dann kann die Arminia womöglich wieder passend zum Saisonfinale die nötige Euphorie versprühen.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Punktet Bielefeld zuhause zwei Mal dreifach, dann dürfte das Ergebnis in der Endabrechnung vielversprechend sein. Doch die Alm erwies sich in dieser Saison nicht als uneinnehmbar - und auswärts konnten die Ostwestfalen noch nicht viel gewinnen. Mit zwei Siegen und vier Unentschieden bildet Bielefeld das Schlusslicht. Und gerade jetzt wäre ein weiterer Rückschlag in Münster von großer Wirkung.

Eintracht Braunschweig

Was für den Klassenerhalt spricht: Der BTSV zeigt seit Jahren seine Qualitäten im Schlussspurt. Zwei Mal landeten die Niedersachsen im kritischen Finale auf Platz 15, und auch in der letzten Saison wehrte die Eintracht auf Platz 16 stehend den Abstieg über die Relegationsspiele ab. Gut möglich, dass Braunschweig von diesen Erfahrungen profitiert. Zumal in der Hinrunde aus den anstehenden Spielen satte zehn Punkte geholt wurden.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Wer immer auf dem schmalen Grat wandelt, der wird irgendwann zwangsläufig nicht mehr das Glück auf seiner Seite haben. Drei Mal ging der Schlussspurt gut, was durchaus förderlich für die Einstellung sein kann. Doch ein Verlass ist darauf nicht. Denn Braunschweig ist insgesamt in der Rückrunde selten auf der Höhe gewesen. Elf Punkte aus 13 Spielen - nur Münster sammelte weniger ein.

Fortuna Düsseldorf

Was für den Klassenerhalt spricht: Alexander Ende wird nach seinem missglückten Debüt etwas mehr Zeit gehabt haben, um seine Spielidee in die Mannschaft zu integrieren. Die individuelle Qualität im Kader ist weiterhin hoch, nur muss der neue Cheftrainer diese Fähigkeiten im Endspurt auch bündeln. Die Fortuna ist nach wie vor zu Überraschungen gut.

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Fünf Niederlagen am Stück kratzen am Selbstverständnis der Düsseldorfer. Der Druck auf die Rheinländer ist hoch und zuletzt deutete sich Besserung kaum an, weswegen jeder weitere Rückschlag vernichtend für die Mentalität sein könnte. Hinzu kommt das Verletzungspech, denn aktuell fehlen dem Cheftrainer immer noch neun Spieler aus dem Kader - darunter Florent Muslija (vier Tore/fünf Vorlagen)

Preußen Münster

Was für den Klassenerhalt spricht: Vor einem Jahr standen die Adlerträger schon einmal mit dem Rücken zur Wand - und am 31. Spieltag folgte nur ein Unentschieden, was damals den Absturz auf einen direkten Abstiegsplatz bedeutete. Doch aus den drei ausstehenden Partien holte Münster satte sieben Punkte, was zum Klassenerhalt reichte. Seinerzeit wurde auch der Drittplatzierte aus Magdeburg geschlagen - und zwar mit 5:0!

Was gegen den Klassenerhalt spricht: Das Restprogramm. Münster steht ein Kellerkracher mit Arminia Bielefeld bevor, den die Adlerträger gewinnen müssen. Danach folgen noch die Spiele gegen Hannover, Darmstadt und Elversberg - also drei Aufstiegsanwärter, die im Saisonfinale noch jeden Punkt brauchen. Die Schwartz-Elf muss zwangsläufig über sich hinauswachsen.

Visualizza l' imprint del creator