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·12 giugno 2026

ARD Schiedsrichter-Experte erwartet mehr Rote Karten bei WM 2026!

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Nach drei Roten Karten zum Auftakt der WM 2026 rechnet ARD Schiedsrichter-Experte Lutz Wagner im weiteren Turnierverlauf mit noch mehr Platzverweisen wegen Notbremsen. Aus seiner Sicht sprechen vor allem die hohe Geschwindigkeit des Spiels und die klare Linie der FIFA dafür. Hier die Liste der Gelben und Roten Karten sowie den Regeln.

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Schiedsrichter Lutz Wagner gestikuliert während des Bundesligaspiels zwischen dem VfL Bochum und Bayer Leverkusen im Rewirpower-Stadion am 6. Februar 2010 in Bochum. (Martin Rose / Bongarts via Getty Images)


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FIFA setzt auf harte Linie bei Notbremsen

Der Schiedsrichter-Lehrwart der FAZ betonte, der Weltverband lege großen Wert auf eine konsequente und strikte Bestrafung bestimmter Vergehen. Er sagte: „FIFA sehr darauf bedacht ist, gewisse Dinge sehr konsequent und auch sehr strikt zu ahnden“. Zwar könne jeder Unparteiische seine persönliche Linie in die Spielleitung einbringen. Doch wenn die FIFA vor dem Turnier vorgebe, dass eine Notbremse sehr konsequent geahndet werden solle und die Referees nicht nach Ausreden für den Spieler suchen sollen, dann gelte das eben auch genau so.

Drei Platzverweise im Eröffnungsspiel

Im Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika, das Mexiko mit 2:0 gewann, zeigte Wilton Sampaio aus Brasilien gleich drei Mal Rot. Yaya Sithole sah in der 50. Minute die Ampelkarte in Form des Platzverweises, Themba Zwane musste in der 84. Minute vom Feld, und in der 90.+2 Minute erwischte es Mexikos César Montes. Zwei der Roten Karten waren direkte Folgen einer Notbremse. Nach der zweiten Entscheidung hatte Sampaio zudem Probleme, bei der Stadiondurchsage die passenden Worte zu finden.

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Schiedsrichter Facundo Tello zeigt Ermedin Demirovic (Nr. 10) von Bosnien-Herzegowina die Gelbe Karte beim WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe B gegen Kanada im Toronto Stadium am 12. Juni 2026 in Toronto, Ontario. (Michael Steele / Getty Images North America via Getty Images)

Wagners Tipp für die Stadiondurchsage

Für die Kommunikation mit dem Publikum hat Wagner eine klare Empfehlung. Er sei überzeugt, dass grundsätzlich jeder WM-Schiedsrichter ausreichend Englisch spreche, um seine Entscheidung per Durchsage zu erklären. Die Zusatzdetails, die der Unparteiische im Eröffnungsspiel noch anbringen wollte, würde er allerdings weglassen. Wagner sagte dazu: „Keep it simple! Er sollte es einfach halten, kurz und knapp, aber persönlich. Dann fände ich es sinnvoll und gut.“

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