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·15 marzo 2026

Aufsteiger auf „anderem Weg“: Reggiani als neues Gesicht des BVB?

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Luca Reggiani konnte sein Glück kaum fassen. Völlig überwältigt schlug der Youngster die Hände über dem Kopf zusammen, er hüpfte vor der gewaltigen „Gelben Wand“ auf und ab, ehe er seinem erst 17 Jahre alten Teamkollegen Samuele Inácio in die Arme sprang.

Der Jungprofi, der beim erst zweiten Bundesliga-Startelfeinsatz gerade seinen Premierentreffer erzielt hatte, habe sich dermaßen gefreut, „dass er gar nicht wusste, wohin mit sich“, schwärmte Coach Niko Kovac, die Emotionen seien „wunderschön“ gewesen. Sebastian Kehl sah die „pure Freude“ im Jubel des 18-Jährigen, das Kopfballtor zum Endstand beim 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg sei „die Belohnung für viele, viele Jahre Arbeit“.


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Mitspieler, Trainer, Fans – sie alle freuten sich mit Reggiani, der im Alter von 18 Jahren und 64 Tagen zum jüngsten italienischen Torschützen der Bundesliga-Historie avancierte. Und vielleicht erlebte an diesem Samstagnachmittag bereits eines der Gesichter des „neuen“ BVB seinen ersten großen Moment. Der Umbruch hat jedenfalls begonnen.

Youngster hat sich viel vorgenommen

Julian Brandt, Niklas Süle und Salih Özcan werden den Klub verlassen, das ist seit vergangener Woche klar. Felix Nmecha verlängerte seinen Vertrag, Nico Schlotterbeck soll folgen. Und drumherum habe der BVB „viele junge Spieler, die sich an deren Seite weiterentwickeln können“, wie Geschäftsführer Lars Ricken betonte: Die jüngsten Entscheidungen zeigten, „dass wir einen etwas anderen Weg einschlagen wollen“.

Diese Erkenntnis reifte spätestens in dieser Saison, in der es nach dem enttäuschenden Aus im DFB-Pokal und in der Champions League nur noch darum geht, die Vizemeisterschaft hinter Bayern München und damit die erneute Königsklassen-Teilnahme abzusichern. Und das, obwohl Dortmund mit 58 Punkten bereits einen Zähler mehr als in der gesamten Vorsaison aufweist.

Sportdirektor Kehl sprach von einem „Signal nach innen“, junge Spieler könnten „nachrücken“ und schon in den kommenden Wochen „mehr Spielzeit bekommen“. Er forderte, dass der Nachwuchs „den nächsten Schritt“ machen müsse, betonte zugleich aber auch: Man wisse, „dass wir an der einen oder anderen Stelle auch Verpflichtungen machen werden“.

Kauã Prates aus Brasilien und Justin Lerma aus Ecuador (beide 17) stoßen im Sommer dazu. Verlängerungen mit Leistungsträgern wie Nmecha sollen bei weiteren Transfers helfen. Dies sei „ein Signal für Spieler, die vielleicht noch länger hierbleiben wollen, und für Spieler, die vielleicht noch kommen, dass wir ambitionierte Ziele haben“, sagte Ricken, der eine Einigung mit Schlotterbeck einmal mehr zur Priorität erklärte: „Ein gefestigter Mannschaftskern ist extrem wichtig.“

Reggiani, der aufgrund der Personalnot in den vergangenen Wochen aus der U19 zu den Profis gerückt war und laut Kehl einen Vertrag über 2027 hinaus erhalten könnte, näherte sich diesem mit großen Schritten. Und während Kovac ganz verzückt ob des Auftritts seiner Mannschaft war („I’m singing in the rain“), wirkte Reggiani noch immer überfordert. „Ich habe keine Worte, um diesen Moment zu erklären“, schrieb der Abwehrspieler nach dem besonderen Tag, er sei einfach „sehr glücklich“.

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