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·16 maggio 2026
Ausgerechnet Tabakovic: Hoffenheim verpasst die Champions League

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·16 maggio 2026

Tabakovic trifft gegen seinen Stammverein, die TSG verpasst die Königsklasse trotz 61 Punkten. Lemperle sieht früh Gelb-Rot.
Ausgerechnet Haris Tabakovic hat der TSG Hoffenheim im Kampf um die Champions League früh den Zahn gezogen. Die TSG-Leihgabe führte Borussia Mönchengladbach mit seinem 13. Saisontor zu einem 4:0 (2:0)-Sieg gegen seinen Stammverein. Das Team von Trainer Christian Ilzer muss sich in der kommenden Saison daher mit der Europa League begnügen, auch mit dem TSG-Punkterekord wurde es nichts.
Hugo Bolin (14.), der vor dem Anstoß verabschiedete Tabakovic (23.), Kevin Diks (81.) und Robin Hack (90.+1) trafen für die Borussia, die zum siebten Mal in Folge in einem Heimspiel unbesiegt blieb und für das versöhnliche Ende einer schwierigen Saison sorgte. Ob Trainer Eugen Polanski trotz des geglückten Klassenerhalts bleiben darf, ist aber offen. 38 Punkte sind eine magere Ausbeute - seit 2010 waren es in Gladbach nur zweimal weniger.
Hoffenheim dagegen kam mit 61 Punkten ins Ziel. Ein unglücklicher letzter Auftritt verhinderte einen ähnlichen Coup wie 2016/17, als der Dorfklub unter dem heutigen Bundestrainer Julian Nagelsmann mit 62 Zählern erstmals in die Champions League eingezogen war. Zu allem Überfluss sah Tim Lemperle sechs Sekunden nach Wiederanpfiff die Gelb-Rote Karte (46.).
Er wolle mit seiner Mannschaft noch "ins oberste Regal der Preisverleihung" greifen, hatte Ilzer vor der Begegnung gesagt, auch von den Spielständen auf den anderen Plätzen wolle er sich informieren lassen. Seine Elf begann dann auch forsch, geriet mit der ersten Gladbacher Chance aber in Rückstand: Bolin erzielte ansatzlos sein erstes Tor für die Borussia.
Weil zeitgleich Stuttgart in Frankfurt führte, schwanden die Chancen der TSG früh auf ein Minimum. Das galt erst recht, als Tabakovic schnell erhöhte und sich von den Gladbach-Fans feiern ließ. Der Torjäger wird nach der Saison zunächst nach Hoffenheim zurückkehren, ein weiterer Wechsel ist aber wahrscheinlich. Auch eine Rückkehr nach Gladbach ist nicht ausgeschlossen.
Mit der Führung im Rücken verwaltete die Polanski-Elf das Ergebnis souverän. Auch Frank Willenborg bekam in seinem letzten Spiel als Bundesliga-Schiedsrichter noch ein wenig zu tun, als er gleich zu Beginn der zweiten Halbzeit den ungestümen Lemperle wegen eines Schubsers vom Platz stellte. Ein weiterer Treffer von Tabakovic fand wegen einer Abseitsstellung keine Anerkennung (64.). Das dritte Tor besorgte Diks aus der Distanz. Kurz vor Schluss wurde noch Nationalspieler Tim Kleindienst nach langer Verletzungspause unter dem Jubel der Fans eingewechselt. Hack traf zum Endstand.
Neben Tabakovic war vor dem Spiel auch Rocco Reitz verabschiedet worden. Der 23-Jährige, der seit der F-Jugend für die Borussia spielt, war wegen eines schweren Infekts aber im Krankenhaus statt im Stadion. Pfiffe gab es wegen seines anstehenden Wechsels zum ungeliebten Ligarivalen RB Leipzig dennoch.
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