Backup oder Nachfolger oder Konkurrent? Wie passen Reigan Heskey und Said El Mala beim 1. FC Köln zusammen? | OneFootball

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·18 luglio 2026

Backup oder Nachfolger oder Konkurrent? Wie passen Reigan Heskey und Said El Mala beim 1. FC Köln zusammen?

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Backup oder Nachfolger oder Konkurrent? Wie passen Reigan Heskey und Said El Mala beim 1. FC Köln zusammen?

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Simon Bartsch

18 Juli, 2026

Die Verpflichtung von Reigan Heskey sorgte beim 1. FC Köln für Aufsehen. Ein 18-Jähriger aus der Manchester-City-Akademie, Sohn einer englischen Fußballlegende, auf dem linken Flügel – genau dort, wo Said El Mala zuhause ist. Die Frage liegt nahe: Was ist Heskey beim 1. FC Köln? Backup? Konkurrenz? Oder gar Nachfolger?

Der FC überrascht mit dem Transfer von Reigan Heskey. Möglich hat den Deal wohl eine Reihe von Vereinbarungen mit Manchester City gemacht. Laut übereinstimmenden britischen Medienberichten sollen eine Weiterverkaufsgebühr, eine Rückkaufoption, aber auch ein Matching Right, also ein Vorverkaufsrecht festgeschrieben worden sein. Je nach Entwicklung streichen die Skyblues auch horrende Boni ein. Das alles ist das Talent den Kölnern wert – und das, obwohl der FC mit Said El Mala einen ähnlichen Spielertypen im Kader hat.

Reigan Heskey von Manchester City (Foto: Lewis Storey/Getty Images)

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Dynamisch über die Außen, dribbelstark, die ständige Suche nach dem Eins-gegen-Eins, der direkte Weg von den Außen ins Zentrum – was sich anhört, wie eine Beschreibung des 19-jährigen Kölner Shootingstars Said El Mala ist tatsächlich das Profil von Reigan Heskey. Der 18-Jährige überzeugte in den Nachwuchsmannschaften von Manchester City auf der linken Außenbahn – mit Dynamik, mit Physis, mit dem direkten Weg zum Tor. „Direkt“ ist auch das Wort, mit dem sich der 18-Jährige selbst beschreibt. „Wenn ich den Ball kriege, überlege ich nicht viel, sondern handele instinktiv. Ich liebe es, ins Eins-gegen-Eins zu gehen“, sagt der Youngster. „Reigan bringt mit seiner körperlichen Präsenz, seinem hohen Tempo, seiner Flexibilität in der Offensive und seinem ausgeprägten Torriecher hervorragende Voraussetzungen mit“, erklärt Thomas Kessler. Tatsächlich lassen sich Parallelen zu Said El Mala nicht wegdiskutieren – auch, wenn es natürlich gravierende Unterschiede gibt. Vor allem wohl die Erfahrung des Kölner Topstars, der immerhin schon eine Bundesliga-Saison in den Knochen hat – dazu noch eine sehr erfolgreiche mit 13 Toren und fünf Assists. Ein Schritt, den Heskey durchaus noch gehen muss.  

Transferstrategie von Kessler?

Aber wohl auch kann. Zumindest sind die Werte und Daten der vergangenen Spielzeit beeindruckend. Die technische Ausbildung bei Manchester City ist zweifelfrei über jeglichen Zweifel erhaben. „Jetzt geht es darum, seine außergewöhnlichen Qualitäten erfolgreich in den Profifußball zu übertragen“, so Kessler weiter. Der FC verfügt nun also über einen 19- und einen 18-jährigen Linksaußen – beide ähnlich veranlagt. Und bei dem ein oder anderen Fan kommt tatsächlich in den Sozialen Medien die Frage auf, ob Heskey ein Back-up oder vielleicht schon der Nachfolger von El Mala sein kann. Oder anders: Ob die Verpflichtung des Engländers ein Fingerzeig in Richtung Transfer des Kölner Shootingstars darstellen könnte. Dass beim FC durchaus zwei starke Linksaußen erfolgreich auflaufen können, hat die vergangene Spielzeit gezeigt. Dort avancierten Jakub Kaminski und El Mala bekanntlich zu den Topscorern der Mannschaft. Allerdings auch, weil Kaminski gefühlt auf jeder Position eingesetzt wurde und El Mala später eher im Sturmzentrum spielte.

Die kommenden Testspiele könnten schon andeuten, welche Rolle Wagner für den Kölner Youngster sieht. Auf der anderen Seite kann Heskey eben auch andere Positionen spielen, unter anderem auf der rechten Außenbahn, auf der personelle Veränderungen wohl nicht sonderlich überraschen würden. Es ist aber auch nicht davon auszugehen, dass die Neuverpflichtung super schnell einen Platz in der Startelf ergattert. Den Konkurrenzkampf erhöht die Neuverpflichtung aber allemal. Nun wäre es wohl grob fahrlässig, nur mit einem 18-Jährigen zu planen, der zwar als Talent gilt, das aber auf dem höchsten Niveau noch nicht nachgewiesen hat. Wer die Transferpolitik von Thomas Kessler in den vergangenen Monaten verfolgt hat, erkennt ein Muster. Jahmai Simpson-Pusey kam als weitgehend unbekannte Leihgabe, wurde Stammspieler, wurde fest verpflichtet – für fünf statt acht Millionen Euro. Said El Mala selbst kostete den 1. FC Köln einst rund 350.000 Euro, sein Marktwert liegt heute bei 45 Millionen Euro. Kessler kauft früh, günstig – und richtig. Heskey fügt sich nahtlos in dieses Muster ein.

Wer so einen Spieler holt, denkt mittel- bis langfristig

Das könnte aber aber eben auch bedeuten, dass Heskey nicht als kurzfristiger Backup gedacht ist. Wer so einen Spieler holt, denkt mittel- bis langfristig. Und wer mittel- bis langfristig denkt, denkt bei El Mala zwangsläufig auch an einen möglichen Abgang – wenn auch mittelfristig. „Wir haben keine Not, dass wir etwas tun müssen“, ist der El-Mala-Tenor beim Verein. Aber ausgeschlossen ist ein Verkauf eben auch nicht. Bleibt El Mala, hätte René Wagner auf dem linken Flügel zwei interessante Optionen. Heskey könnte sich in Ruhe entwickeln, lernen, gelegentlich Einsatzzeiten sammeln. El Mala wäre der Stammspieler, wenn er denn auf der Außenposition vorgesehen ist. Kommt das 50-Millionen-Angebot für den Youngster, wäre Heskey ganz schnell viel mehr. Simpson-Pusey, der bei Celtic außen vor war, hat gezeigt, wie schnell es gehen kann. Am Ende des Tages hängt Heskeys Rolle stark mit der eigenen Entwicklung, aber auch mit den Zukunftsplänen von Said El Mala zusammen.

Der 18-jährige Engländer ist wohl eher ein Investment in die Zukunft, als ein aktueller Nachfolger des Kölner Shootingstars. Ausgeschlossen ist nichts. Wahrscheinlich haben Thomas Kessler und Co. aber einen Spieler verpflichtet, der dem FC noch viel Freude bereiten wird. Wenn er denn darf.  


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