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Selina Eckstein·19 luglio 2026
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Selina Eckstein·19 luglio 2026
Es war ein völlig verrücktes Spiel um Platz drei, das Frankreich trotzdem nicht gewinnen konnte (4:6 gegen England). Auch Kylian Mbappé war nicht in der Lage mit seinen Treffern die Niederlage zu verhindern.
Trotzdem zog er mit 21 Treffern an Lionel Messi vorbei und führt aktuell die Torschützenliste in der Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaft an. Heute Abend könnte 'La Pulga' allerdings wieder vorbei ziehen, sollte er drei Tore im Finale gegen Spanien (21 Uhr) erzielen.
Dass Messi wieder an ihm vorbei zieht, da ist der Franzose sicher. "Ich würde es vorziehen, nicht Torschützenkönig zu sein und morgen das Finale zu spielen. Es ist mir egal, Torschützenkönig zu sein. Messi wird morgen treffen. Das macht er immer", sagte Mbappé direkt nach dem Spiel um Platz drei. Er hoffe außerdem, dass sein Kontrahent ein großes Spiel macht, das habe er sich verdient.
Mbappé trug sich mit seinen beiden Treffern übrigens zweimal in die WM-Geschichtsbücher ein. Neben seinen 21 Toren, ist er außerdem erst der vierte WM-Spieler, der zehn oder mehr Tore in einer einzigen Weltmeisterschaft erzielt hat.
Das letzte Mal, dass das einem Spieler gelang, war vor 56 Jahren. Damals erzielte ein gewisser Gerd Müller bei der WM 1970 ebenfalls zehn Tore.
Trotz dieser Erfolge reichte es für Mbappé und Frankreich nicht zum dritten Platz. Aus französischer Sicht war es außerdem das schwächste Abschneiden bei einer Weltmeisterschaft seit Mbappé 2017 debütiert hatte.
Ihn ärgerte es vor allem, dass er und seine Teamkollegen ihrem Trainer zum Abschied kein Geschenk machen konnten. Sie haben das Spiel gewinnen wollen. "Aber leider hatte man in der ersten Halbzeit das Gefühl, dass wir ihn enttäuscht haben. Wir wollten ihm danke sagen, für alles, was er gemacht hat, aber dieses Spiel wird die Legende von Didier Deschamps nicht beschädigen", sagte Mbappé nach Abpfiff.
Vor allem mit Blick auf die erste Halbzeit könne er verstehen, wenn die Leute sagen würden, die Spieler "hätten das Trikot nicht respektiert". Er fügte außerdem hinzu: "Ich würde eher sagen, dass wir menschlich waren. Leider waren wir völlig von der Rolle. Sie haben uns gehörig wachgerüttelt. In der zweiten Halbzeit sind wir wieder zu Spitzenspielern geworden – zu mentalen Maschinen, die keine Gefühle mehr zulassen. Wir haben es geschafft, unser Spiel aufzuziehen. Wir haben diese zweite Halbzeit gewonnen, aber am Ende gewinnen wir das Spiel nicht."
Mit dieser Erkenntnis dürften die Franzosen in vier Jahren erneut angreifen. Laut Medienberichten dürfte dann Zinédine Zidane an der Seitenlinie stehen.
📸 ROBERTO SCHMIDT - AFP or licensors
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