Borussia Dortmund
·24 luglio 2026
In partnership with
Yahoo sportsBorussia Dortmund
·24 luglio 2026
Das Trainingslager ist vorbei und es geht zurück nach Dortmund. Was sagt der Körper?„Es waren intensive Tage, dementsprechend bin ich jetzt am Ende des Trainingslagers etwas müde. Aber ich denke, das gehört dazu. Gerade in der Vorbereitung ist es wichtig, dass wir intensiv arbeiten.“
Wie fällt dein Fazit des Trainingslagers aus?„Es waren gute Tage. Wir haben viel trainiert, haben viel zusammen gearbeitet und einen guten Test gegen einen Erstligisten gezeigt. Sicherlich gibt es Sachen, an denen wir arbeiten und uns verbessern müssen, aber da war schon sehr viel Gutes dabei, auf dem wir aufbauen können. Außerhalb des Platzes haben wir viel Zeit zusammen verbracht, haben uns als Team besser kennengelernt und sind weiter zusammenwachsen.“
Würdest du den Eindruck bestätigen, dass es auf dem Trainingsplatz noch lauter, schneller, dynamischer geworden ist – die Qualität also nochmals gesteigert wurde?„Auf jeden Fall. Wir haben in der Breite an Qualität dazugewonnen. Die Neuzugänge bringen sich gut ein und verbreiten gute Stimmung auf dem Platz. Alle Spielerinnen besitzen natürlich ihre Qualitäten, die das Spiel besser machen. Das bringt uns als Team voran und hebt die Qualität insgesamt nochmal an.“
Mit welchen Gefühlen blickst du jetzt schon dem Pflichtspielstart entgegen?„Ich freue mich extrem, wenn es endlich wieder um Punkte oder im Pokal ums Weiterkommen geht. Das ist es, worauf man hinarbeitet. Mit jeder Woche steigt die Vorfreude mehr.“
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Vorfreude am 1. Juni nach dem verpassten Aufstieg nicht direkt da war.„Das stimmt. Da waren viel Leere und Enttäuschung. Das hat auch etwas gedauert, bis ich die vergangene Saison für mich verarbeiten und abschließen konnte. Wir müssen ehrlich sagen, dass wir unsere selbst gesteckten Ziele nicht erreicht haben. Das tat einige Zeit weh. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem man das auch abhaken muss, weil es nicht mehr zu ändern ist. Deshalb habe ich versucht, den Blick irgendwann nach vorne zu richten und mich auf die neue Saison, das neue Team und die Neuzugänge zu freuen.“
Gab es da einen entscheidenden Moment oder war es eher ein schleichender Prozess?„Bei mir war es eher ein schleichender Prozess. Es gab immer wieder Momente, in denen ich dachte: ‚Ey, das kann doch nicht sein.‘ Aber mit ein bisschen Abstand, Urlaub, Kopf freikriegen und raus aus diesem Fußballalltag habe ich es geschafft, das Ganze hinter mir zu lassen, abzuhaken und nach vorne zu gucken.“
Du bist ein sehr emotionaler Mensch und du lebst diese Emotionen auch offen auf und neben dem Platz aus – egal ob Freude, Kampfgeist oder Trauer. Welche Emotionen hast du in deiner Verarbeitung durchlebt? „Zunächst Enttäuschung. Über sich selbst und über sich als Mannschaft, weil wir es nicht geschafft haben, in den entscheidenden Momenten da zu sein. Dann auch Wut. Da kommen mir einzelne Szenen in den Kopf, wo ich denke, ‚da hätte ich doch das und das‘ und ‚hätte ich mal hier und da‘. Auch Trauer. Trauer darüber, dass wir die gesteckten Ziele nicht erreicht haben. Und dann kam auch Leere dazu. Es war nicht greifbar, wie das passieren konnte.“
Wer oder was hat dir am meisten im Verarbeitungsprozess geholfen?„Natürlich Familie und enger Freundeskreis, die mir aufgezeigt haben, dass es am Ende auch nur Fußball ist. Die mir verdeutlicht haben, dass es auch wichtigere Dinge im Leben gibt, dass es in Ordnung ist, dass es für den Moment wehtut, aber es auch weitergeht. Es kommen neue Chancen und man kann neu angreifen.“
Neu angreifen in einer neuen Saison mit neuen Spielerinnen, die dich allerdings von der Spitzenposition auf Platz sechs gestoßen haben. Du weißt, in welcher Kategorie?„Alter! Jawoll!“
Du scheinst mit dem Verlust der Spitzenposition kein Problem zu haben?„Ganz im Gegenteil: Ich freue mich, dass wir an Erfahrung dazugewonnen haben. Und ja, auch dass ich nicht mehr die Älteste bin. Beim Ausschießen bin ich trotzdem noch Team Alt, was sehr wichtig ist, weil Team Alt meistens gewinnt.“
Worauf wir abzielen: Mit deiner Erfahrung hast du die Mannschaft vor allem im letzten Drittel der Saison getragen. Mit deinen Emotionen, deiner Führungsstärke, in wichtigen Situationen auch mit Toren. Jetzt kommen Spielerinnen mit viel Erfahrung. Siehst du dich weiterhin in einer führenden Position oder rückst du da auch etwas nach hinten?„Ich sehe mich trotzdem grundsätzlich in einer Position, in der ich weiter Führung und Verantwortung übernehmen möchte. Aber ich freue mich auch, dass Spielerinnen mit Erfahrung dazugekommen sind, die auch Verantwortung übernehmen und dadurch auch mich ein Stück weit führen können, sodass ich von ihnen etwas lernen kann. Rückblickend hätte ich in der einen oder anderen Situation auch die Erfahrung von anderen Spielerinnen gebraucht bzw. hätte es uns als Team gutgetan, mehr Spielerinnen zu haben, die in verschiedenen Drucksituationen schon Erfahrung gesammelt haben.“
Wenn du in die Rolle von Markus Högner schlüpfen müsstest, um die Startaufstellung für das erste Pflichtspiel aufzustellen: Wie gut würdest du schlafen?„Oh, ich glaube, ich hätte die eine oder andere schlaflose Nacht. Meiner Meinung nach zeigen bis dato alle Spielerinnen eine gute Leistung, hängen sich extrem rein und sind auch sehr selbstkritisch, um das Beste aus sich herausholen zu wollen. Das ist für einen Trainer zwar sehr schön, es muss aber auch die eine oder andere schwere Entscheidung getroffen werden. Deshalb freue ich mich auf die restlichen Vorbereitungswochen. Darauf, dass wir uns alle weiter challengen und das Bestmögliche aus jeder Einzelnen – aber auch aus uns als Team – herausholen, um es Markus am Ende möglichst schwer zu machen.“







































