Borussia Dortmund
·5 aprile 2026
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In der vierten und in der sechsten Minute der Nachspielzeit verbuchte ein in der Offensive bis dahin unerklärlich unauffälliger BVB die ersten beiden Torchancen der Partie, nutzte beide, bewies dabei wieder einmal überragende Effizienz und siegte mit 2:0 beim VfB Stuttgart. „Auch das ist eine Qualität. Eine bemerkenswerte Qualität sogar“, sagte Sky-Kommentator Wolff Fuss beim Verlassen der Arena. Schon zum sechsten und siebten Mal in dieser Spielzeit traf der BVB in der Nachspielzeit und holte damit insgesamt acht späte Punkte. Effizienz gepaart mit dem Glauben, dass immer noch etwas geht!
Sky-Experte und Rekordnationalspieler Lothar Matthäus ging sogar noch tiefer in seiner Einschätzung und verband die Entwicklung mit einem Namen: „Ich glaube, dass der BVB stolz sein kann auf diese Bundesliga-Saison, stolz sein kann auf diese 13, 14 Monate mit Niko Kovac. Wie sie sich aus der Situation befreit haben, letztes Jahr ein Minimalziel noch sensationell erreicht haben.“ Und jetzt den Angriff eines Verfolgers auf die Vizemeisterschaft erfolgreich abgewehrt haben, mit elf Punkten Vorsprung Tabellenplatz zwei belegen. „Auch heute ist seine Taktik hervorragend aufgegangen“, so Matthäus zu und über Kovac: „Immer erstmal die Null halten.“ Das gelang zum bereits 13. Mal in dieser Spielzeit!
„Letzten Endes spielen wir eine wirklich richtig gute Saison“, resümierte auch Kovac, der zuvor die Defizite seiner Mannschaft im Spiel beim VfB klar und deutlich angesprochen hatte – hier nachzulesen in den Stimmen zum Spiel –, und hinzufügte: „Wir waren letzte Saison 25 Punkte hinter Bayern München, ich glaube 13 Punkte hinter Leverkusen. Wir sind noch nicht am Ende, wir haben noch einige Punkte zu holen, und das wollen wir.“
Die Mannschaft beweist Hunger, auch wenn die Leistung am Samstag in Stuttgart nicht die war, die alle erwartet hatten: Fans, Verantwortliche, Fußballer. Gregor Kobel nannte nach der 14-tägigen Länderspiel-Unterbrechung einen möglichen Grund: „Ich weiß nicht, ob es an der Nationalmannschaftspause liegt, bei der man unterschiedliche Spielsysteme spielt und noch ein bisschen gebraucht hat, um hier anzukommen?“ Riesig gefreut habe er sich über die beiden späten Tore, sagte der Keeper: „Wir wussten, dass sie anfällig sind für Konter.“ Als der VfB in den Schlussminuten alle Offensivkräfte auf dem Rasen hatte und alles auf eine Karte setzte, schlugen Karim Adeyemi (90.+4) und Julian Brandt (90.+6) zu.
„Der Lucky Punch konnte auf beiden Seiten passieren“, meinte Marcel Sabitzer: „Wir haben leidenschaftlich verteidigt. Und dann haben wir zwei Kontersituationen gut ausgespielt und schöne Tore gemacht. Etwas glücklich – aber am Ende nehmen wir das gerne mit.“ Ähnlich formulierte es Kobel: „Wir haben es eiskalt ausgenutzt. Am Ende sind es drei Punkte auswärts gegen einen sehr guten Gegner in einem schwierigen Spiel.“
Julian Brandt freute sich über die Impulse, die die Einwechselspieler in die Partie brachten. „Karim schießt das Tor als Joker, ich mache mein Tor als Joker und Fabio macht einen Assist als Joker.“ 14 der 60 Saisontore, also fast jedes vierte, gehen auf die Konten von Einwechselspielern. Bei keiner anderen Mannschaft ist der Wert auch nur annähernd so hoch. Sabitzer: „Wenn du viel läufst, den Gegner müde machst, brauchst du ein paar frische Leute nach hinten heraus. Und diese Qualität haben wir.“Boris Rupert






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