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·20 maggio 2026
"Der beste Trainer in der 2. und 3. Liga": F95-Bekenntnis zu Ende

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Auch wenn Alexander Ende den Abstieg von Fortuna Düsseldorf in den fünf Partien unter seiner Regie nicht verhindern konnte, wird der 46-Jährige auch in der kommenden Saison an der Seitenlinie stehen. Sportvorstand Sven Mislintat hat nun ein klares Bekenntnis abgegeben.
Zwei Tage nach der 0:3-Niederlage bei der SpVgg Greuther Fürth hat sie am Dienstag begonnen, die Aufarbeitung einer völlig missratenen Saison, die mit dem Abstieg in die 3. Liga endete. Die erste Erkenntnis: "Ein Abstieg ist nicht die Konsequenz aus fünf Spielen, einer Rückrunde oder gar einem Jahr, sondern aus einem längerfristigen strukturellen Defizit", wird Sportvorstand Sven Mislintat auf der Vereins-Homepage zitiert. Auch er selbst habe einen Anteil daran, zeigt sich der 48-Jährige selbstkritisch.
"Ich habe entschieden, mit Markus Anfang trotz einer schwierigen Situation weiterzumachen und erst nach vier Niederlagen in Serie zu wechseln." Auf Anfang folgte Alexander Ende, dem es in den verbleibenden fünf Partien mit zwei Siegen nicht gelungen war, die Fortuna vor dem Abstieg zu retten. Dennoch nimmt Mislintat ihn "komplett aus der Kritik" heraus. "Es wäre maximal unfair, ihn dafür verantwortlich zu machen. Er ist für uns ganz klar der beste Trainer in der 2. und 3. Liga." Schließlich habe Ende "den besten Punkteschnitt ohne eine richtige Vorbereitung". Unter dem 46-Jährigen sei eine "klare Handschrift" zu erkennen gewesen, außerdem kenne er die 3. Liga aus seiner Zeit beim SC Verl "in- und auswendig", so Fortunas Sportvorstand.
Ein klares Bekenntnis gibt Mislintat aber nicht nur zu Ende, sondern auch zu seiner eigenen Zukunft ab. Zwar müsse final der Aufsichtsrat entscheiden, "aber ich bin nicht derjenige, der beim Abstieg abhaut – im Gegenteil, dann bin ich erst recht da". Der 53-Jährige betont: "Ich bin davon überzeugt: Sportlicher Erfolg ist die Konsequenz langfristiger Entwicklung. Ich habe mich zu diesem Klub klar committet. Ich spreche die Dinge offen an und rede sie nicht schön. Ich bin heute einer derjenigen, die den Abstieg erklären müssen, aber wir räumen auch Themen auf, für die wir nicht final verantwortlich sind."
Während auf der sportlichen Führungsebene alles beim Alten bleiben soll, wird sich der Kader deutlich verändern. Schließlich stehen gerade mal zehn Spieler für die 3. Liga unter Vertrag. Darunter auch Satoshi Tanaka, der nach Einschätzung von Mislintat "eigentlich zu gut" für die 3. Liga sei und Ambitionen wie die WM habe. Es habe schon "viele Anrufe" bei seinen Beratern gegeben, berichtet der 53-Jährige. "Das bietet uns aber auch die Chance, wichtige Ablösen zu generieren." Kapitän und Stammkeeper Florian Kastenmeier hat indes keinen gültigen Vertrag mehr, soll aber gehalten werden. "Wir haben mit Flo eine saubere Absprache: Wir sprechen zuerst miteinander, wenn das Ergebnis feststeht." Dieses Gespräch soll "sehr zeitnah" stattfinden, anschließend werde es eine "schnelle Entscheidung" geben müssen, weil das die Torwartposition betrifft.
Generell werde derzeit "rund um die Uhr" an der Kaderplanung und am Budget gearbeitet. Strukturell sei es einfacher, da sich die Spielidee zwischen der 2. und 3. Liga nicht ändert. "Nur der Zugang zur Qualität der Spieler variiert. Wir haben klare Vorstellungen von Profilen, Leadership und Infrastruktur." Die ersten Transfers sollen und müssten nun "schnell" angegangen werden, "da das Budget für neue Spieler durch die vielen Abgänge frei ist." Zunächst sollen Ankerspieler unter Vertrag genommen werden, ehe am Ende der Transferperiode dann noch späte Gelegenheiten oder Leihen genutzt werden sollen. "Der Plan ist, die wichtigsten Spieler so früh wie möglich da zu haben."
Als Saisonziel kann indes eigentlich nur der direkte Wiederaufstieg angepeilt werden, allerdings warnt Mislintat: "Meine Vorgänger haben vor einem Jahr gesagt, sie wollen aufsteigen, und jetzt sind wir abgestiegen." Zudem verweist er darauf, dass in den letzten zehn Jahren nur vier Klubs den direkten Wiederaufstieg geschafft haben und mit Würzburg und Ulm zwei Klubs sogar direkt erneut abgestiegen sind. In jedem Fall habe die Fortuna einen "riesigen Job" vor sich, wie der 53-Jährige betont. "Wir kennen unseren genauen Etat noch nicht, da wir noch Hausaufgaben zu erledigen haben", sagt Mislintat. "Unsere Ambition ist nicht bloß der Klassenerhalt in der 3. Liga, aber ich werde kein Ergebnis für den 38. Spieltag planen. Ich stehe dafür gerade, dass wir die Leistung, die Kultur und unsere Strategie verbessern. Wenn sich die Leistung verbessert, wird auch das Ergebnis kommen, aber man kann ein Ergebnis nicht planen."







































