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Der nächste Neuzugang beim 1. FC Köln: Das ist Paul Okon-Engstler

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Simon Bartsch

10 Juli, 2026

Lange ist auf dem Transfermarkt auf der Zugangsseite relativ wenig passiert. Nun nimmt das Transferkarussell in Köln an Fahrt auf. In der kommenden Woche soll ein Mittelfeldspieler verpflichtet werden beim 1. FC Köln: Das ist Paul Okon-Engstler.

21 Jahre, Mittelfeldspieler und bislang eher ein Unbekannter. Das soll sich möglichst schnell ändern. Der FC wird wohl Paul Okon-Engstler unter Vertrag nehmen.

Paul Okon-Engstler soll künftig für den 1. FC Köln spielen (Foto: Alex Grimm/GettyImages)

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Nein, den Namen Paul Okon-Engstler hatten die Experten nun nicht so wirklich auf der Liste. Gerüchte gab es um den Mittelfeldspieler jedenfalls keine. Und doch liegt Fabrizio Romano absolut richtig. Die Anzeichen verdichten sich, dass der Nationalspieler Australiens in der kommenden Woche seinen Medizincheck beim FC absolviert und bei Bestehen einen Vertrag beim Bundesligisten unterschreibt. Es klingt ein wenig wie ein Widerspruch: Die mexikanische Ikone Edson Álvarez, immerhin Kapitän der Nationalmannschaft und ehemals 38-Millionen-Transfer, wurde beim FC gehandelt, der 21-jährige Australier wird kommende Woche verpflichtet.

Aber schließt das eine bekanntlich das andere nicht aus. Der FC verhandelt auch weiterhin mit Álvarez, will den Mexikaner als Leader unter Vertrag nehmen, muss sich offenbar nur auf das Gehalt einigen. Nur kommt Okon-Engstler eben auch ans Geißbockheim. Rein nominell wäre der in Ostende geborene Mittelfeldspieler im Idealfall der Ergänzungsspieler hinter Álvarez und Tom Krauß sowie dem offensiveren Isak Johannesson.

Viele vertikale und progressive Pässe

Dabei ist der 21-Jährige in Australien alles andere als unbekannt. Und das nicht nur, weil er in seinem doch noch jungen Alter an der WM teilgenommen hat. Paul Okon-Engstler Jr. ist der Sohn von Paul Okon-Engstler Sr., der ebenfalls das Trikot der Socceroos trug und aktuell Co-Trainer der Nationalmannschaft ist, also wie der Sohn bei der WM dabei war. Und der Mittelfeldspieler gehört einer Gruppe von Spielern an, die man in Downs Under als eine Art goldene Generation ansieht. Spieler wie Nestory Irankunda von Watford und Mohamed Touré von Norwich oder Cristian Volpato von Sassuolo.

Der Weg des 21-Jährigen wirkt unüblich. Ausgebildet in Brügge und bei Benfica Lissabon zog es den Mittelfeldakteur im Sommer 2025 nach Australien in die A-League. Dabei dient der Schritt über die australische Liga als Sprungbrett zu mehr. Es geht darum, auf vermeintlich ordentlichem Niveau Spielpraxis zu sammeln, sich weiterzuentwickeln, bevor dann der nächste Schritt und gleichzeitig die Rückkehr nach Europa kommen soll.

Okon-Engstler hat seine Qualitäten in Sydney unter Beweis gestellt, sich in den Fokus gedrängt. Wenn er fit war, hat er gespielt – nur einmal nicht von Beginn an. Der 21-Jährige hatte seinen Anteil an der Vizemeisterschaft, das Finale gegen Auckland ging knapp 0:1 verloren. Im Ligavergleich der abgelaufenen Saison kristallisierte sich der in Belgien geborene Spieler als einer der besten auf seiner Position heraus. Der 21-Jährige sucht oft die vertikalen und progressiven Pässe, auch, wenn diese nicht immer von Erfolg gekrönt sind. Er treibt das Spiel nach vorne, baut auf.

„Paul hat ein hervorragendes Positionsspiel, eine bemerkenswerte Ruhe am Ball und kann gegnerische Angriffe unterbinden, während er gleichzeitig das Spiel von hinten aufbaut“, sagt sein Trainer Ufuk Talay. „Sein Potenzial ist enorm.“ In Australien sagt man dem Spieler eine hervorragende in Europa angeeignete Technik und eine außerordentliche Antizipation nach. Für die große Torgefahr sorgte der Spieler in der vergangenen Saison aber nicht. Zwei Torvorlagen sammelte Okon-Engstler in 30 Pflichtspielen.

Nächste Woche Vertrag beim FC?

Der Lohn für die gute Saison war die Nominierung für die WM. Und sowohl Vater als auch Sohn werden nicht müde zu betonen, dass ihre familiäre Bindung bei dem Spieler-Trainer-Verhältnis keine Rolle spiele. Auch bei der WM spielte der 21-Jährige eine gute Rolle, bereitete ein Tor vor, stand gleich zwei Mal in der Startelf. Nun wird er sein Glück wohl in Köln suchen, sich einen Namen machen. Einen Namen, den die Experten dann auf dem Zettel haben.


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