Die Vorbilder von Olisíaz! Acht FC Bayern-Duos für die Ewigkeit | OneFootball

Die Vorbilder von Olisíaz! Acht FC Bayern-Duos für die Ewigkeit | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FC Bayern München

FC Bayern München

·19 gennaio 2026

Die Vorbilder von Olisíaz! Acht FC Bayern-Duos für die Ewigkeit

Immagine dell'articolo:Die Vorbilder von Olisíaz! Acht FC Bayern-Duos für die Ewigkeit

Säbener Stories – das ist die Kolumne für alle, die den FC Bayern München leben und lieben. Hier geht es um die ruhmreiche Vergangenheit und die spannende Gegenwart des Rekordmeisters.

Gerade schwärmen alle von unserem neuen Pracht-Duo Michael Olise und Luis Díaz. Rechts Zauberei, links Vollgas: „Olisíaz“ fühlt sich an wie ein Versprechen. Und wie eine Erinnerung.


OneFootball Video


Denn beim FC Bayern waren es oft solche Tandems, die Epochen geprägt haben. Spieler, die sich fanden, rieben, ergänzten – und die gemeinsam größer wurden, als sie allein je hätten sein können.

Ob Kaiser Franz Beckenbauer und sein treuer Beschützer Katsche Schwarzenbeck, oder das blinde Verständnis zwischen Raumdeuter Thomas Müller und Tormaschine Robert Lewandowski: Der FC Bayern bot immer die Bühne für spektakuläre Duos. Wir blicken zurück auf acht legendäre Gespanne.

Uli Hoeneß und Gerd Müller: Der Blitz und der Donner (1970 bis 1979, und lange darüber hinaus)

Sommer 1970. An der Säbener Straße prallen Welten aufeinander. Da ist der 18-jährige Neuzugang Uli Hoeneß, der „Ulm-Express“, der die 100 Meter in sagenhaften 11,0 Sekunden sprintet. Und da ist der alteingesessene Gerd Müller, der Vollstrecker, der Herrscher des Strafraums. Uli und Gerd, der Blitz und der Donner.

Ihre Rollen sind wie gemalt: Außen Sprint, innen Instinkt. In den Rekordspielzeiten 1971/72 und 1972/73 erzielen sie gemeinsam jeweils 53 Bundesliga-Tore. 1974 schießen sie den FC Bayern im zweiten Finale gegen Atlético Madrid mit jeweils zwei Toren zum ersten Europapokalsieg der Landesmeister.

Doch die wahre Tiefe ihrer Freundschaft zeigt sich nach der Karriere. Als es Müller schlecht geht, beweist Hoeneß wahre Größe. Er holt seinen Freund aus der Isolation, organisiert professionelle Hilfe und stellt den Torjäger als Co-Trainer der Amateure ein.

Gerd Müller sagt später: „Ohne den Uli wäre ich heute vielleicht gar nicht mehr da.“ Und was er noch sagt: „Dass ich die Sucht bezwungen habe, war mein größter Sieg – wichtiger als der WM-Titel.“

Paul Breitner und Karl-Heinz Rummenigge: „Breitnigge“ und das bayerische Doppel-Regiment (1978 bis 1983)

1978 kehrt Paul Breitner, der Revoluzzer, heim an die Isar. Er trifft auf Karl-Heinz Rummenigge, der gerade in die Weltspitze stürmt. Es entsteht „Breitnigge“ – ein Bündnis, das den Verein fast im Alleingang trägt.

Breitner ist der Anführer im Mittelfeld, der mit seinen präzisen 40-Meter-Pässen die Statik des Spiels bestimmt. Am Ende dieser Flugbahnen vollendet Rummenigge. „Mon dieu, Rümmenisch“, fürchtet sich Frankreichs Präsident François Mitterrand, als Kalle bei der WM 1982 gegen „Les Bleus“ ins Spiel kommt.

Paul Breitner bringt es auf den Punkt: „Ich war der Kopf, Kalle war die Beine – zusammen waren wir unschlagbar.“ Sie führen den FC Bayern mit dem Meistertitel 1980 (dem ersten seit 1974) zurück an die Spitze. Und sie erfinden das moderne „Mia san mia“, das ewige Credo bajuwarischer Fußballdominanz.

Radmilo Mihajlović und Alan McInally: Mic & Mac, das unvollendete Kult-Duo (1989 bis 1990)

1989 weht ein Hauch von Glamour durch München. Der FC Bayern präsentiert sein neues Sturmduo „Mic & Mac“. Da ist der filigrane Jugoslawe Radmilo Mihajlović. Und da ist der schottische Hüne Alan McInally.

In der Hinrunde 1989/90 zünden sie ein Feuerwerk, das die Fans ekstatisch feiern. McInallys legendärer Satz „I love Munich, the beer and the goals“ wird Kult. Und noch eine Weisheit des Strafraum-Schotten: „Radmilo und ich, wir waren wie Feuer und Wasser. Aber zusammen ergab das den perfekten Dampf.“

Die Meisterschaft 1990 bleibt ihr einziger großer gemeinsamer Triumph, bevor Verletzungen und Formkrisen das Duo auseinanderreißen. Sie tanzen nur ein Jahr lang. Doch die Legende von „Mic & Mac“ bleibt. Manchmal sind es die Unperfekten, die Unvollendeten, die man nicht mehr vergisst.

Mehmet Scholl und Giovane Élber: Samba und Schabernack (1997 bis 2003)

Wenn die beiden den Rasen betreten, wird Fußball zur Kunstform. Mehmet Scholl, der Ballstreichler aus Baden, und Giovane Élber, der Brasilianer mit dem ansteckendsten Lächeln der Welt. Sie sind das Herz der Hitzfeld-Ära.

„Mit Mehmet zu spielen, war wie Tanzen“, schwärmt Élber. Unvergessen ihr Schabernack – zum Beispiel, wenn sich Giovane nach einem Tor in einen Teppich einwickelt.

Élber ist Scholls emotionaler Anker in Zeiten schwerer Verletzungen. Später erinnert sich Mehmet: „Fußball ohne Giovane war für mich wie ein Sommer ohne Sonne.“ Die Fans erinnern sich auch an etwas – an das Gefühl, dass der FC Bayern mit einem Lächeln gewinnen kann.

Stefan Effenberg und Jens Jeremies: Die personifizierte Bestia Negra (1998 bis 2002)

Mehr eiserner Wille geht nicht. Wer im Tunnel neben Stefan Effenberg und Jens Jeremies steht, hat das Spiel oft schon vor dem Anpfiff verloren.

Auf dem Platz herrscht eine Arbeitsteilung der harten Sorte. Effenberg ist der Boss, der mit jedem Pass und jeder Geste signalisiert: „Hier regiere ich.“ Jeremies ist der „Wadlbeißer“, der dort hingeht, wo es wehtut. Sehr weh. Dem Gegner – und viel zu oft auch ihm selbst.

Effe erinnert sich an seinen perfekten Partner: „Wenn Jerry hinter mir stand, wusste ich: Hier kommt keiner durch. Und wenn doch, dann nur in Einzelteilen.“ Jeremies gibt das Kompliment zurück: „Stefan hat geredet, ich habe gegrätscht. Das hat gereicht.“

Im Champions-League-Halbfinale 2001 gegen Real Madrid spielt Jens Jeremies nur zwölf Tage nach einer schweren Knieoperation. Er opfert seine Gesundheit, erzielt das entscheidende 2:1 und wird danach zum Invaliden auf Raten. Kapitän Effenberg führt die Truppe in Mailand zum Titel – doch er weiß, dass Jeremies das Fundament dieses Pokals ist. Ein Duo aus Eisen und reinem Willen.

Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger: „Lahmsteiger“ oder die Generation Wembley (2005 bis 2015)

Zwei bayerische Buben, der eine aus München-Gern, der andere aus Oberaudorf, spazieren fast zeitgleich durch das Tor an der Säbener Straße. Gemeinsam erobern sie die Welt – und beweisen, dass Weltklasse nicht immer gekauft werden muss, sondern wachsen kann.

Philipp Lahm, das taktische Genie, der Schachspieler, und Bastian Schweinsteiger, der emotionale „Fußballgott“. Sie durchschreiten das Tal der Tränen 2012 und krönen sich 2013 in Wembley zum Triple-Sieger.

Das Bild von Schweinsteiger, blutend und kämpfend im WM-Finale 2014, während Lahm die Ordnung hält, ist ihr Denkmal. Basti würdigt seinen Kapitän emotional: „Wir wussten immer, dass wir uns blind aufeinander verlassen können.“ Sie sind das „Mia san mia“ in Fleisch und Blut.

Arjen Robben und Franck Ribéry: „Robbery“, die Mutter aller Flügelzangen (2009 bis 2019)

Wenn Arjen Robben und Franck Ribéry gemeinsam für den FC Bayern auflaufen, weiß jeder im Stadion, was passiert – und doch kann es niemand verhindern. Das Vorhersehbare wird zur Waffe. Was als Zweckbündnis zweier egozentrischer Ich-AGs beginnt, entwickelt sich zur „Mutter aller Flügelzangen“.

Ihr Verhältnis ist anfangs explosiv. Arjen ist der Analytiker, kontrolliert, empfindlich gegenüber Ungerechtigkeit. Franck ist der Instinktspieler, laut, emotional, verletzlich. Genau diese Gegensätze machen sie immer noch besser. „Wir haben uns gepusht“, blickt Ribéry später zurück. Konkurrenz als Kitt.

Das Vermächtnis der ungleichen Brüder gipfelt in der 89. Minute von Wembley 2013: Hackenvorlage Ribéry, Tor Robben. Monsieur Wembley, Mister Wembley und ihr Henkelpott. Am Ende ihrer Ära 2019 fließen Tränen.

Ribéry sagt: „Wir waren wie ein altes Ehepaar. Wir haben uns gestritten, wir haben uns geliebt, aber wir konnten nie ohne den anderen.“ Bis heute müssen sich alle, die bei uns auf den Flügeln spielen, an Arjen und Franck messen lassen.

Xabi Alonso und Thiago Alcântara: Peps Orchester und seine Dirigenten (2014 bis 2017)

Unter Pep Guardiola wird Fußball zum Kunstwerk. Zungeschnalzen im Akkord. „Thiago oder nix“, lautet 2013 der Wunsch des katalanischen Maestros.

Thiago Alcântara ist der Magier, der den Ball streichelt. Ihm zur Seite steht ab 2014 Xabi Alonso, der Professor, der Grandseigneur. Nach einer einzigen Trainingseinheit dirigiert Alonso bei seinem Debüt das Spiel mit 150 Ballkontakten. Ruhe, Rhythmus, Übersicht. Es ist eine Demonstration.

Zusammen bilden sie das intellektuelle Zentrum von Peps Tiki-Taka-Revolution. Sie sind die Architekten des Lichts. Xabi Alonso wird für den oft verletzten Thiago zum Mentor. Thiago sagt: „Xabi sieht die Dinge, bevor sie passieren.“ Als sie gehen, bleibt die Erinnerung an Fußball als Feuilleton, an das bayerisch-spanische Ballett.

Über den Autor: Unser Kolumnist, der „Balkonpoet“, war schon vor der WM 1974 als kleiner Münchner Bub überzeugt: „Der FC Bayern wird Weltmeister – weil da Franz Beckenbauer und Gerd Müller mitspielen.“

Gut, den Unterschied zwischen Vereinsfußball und Nationalelf musste er noch lernen. Aber an seiner Grundüberzeugung hat sich nichts geändert: Ein Spiel dauert 90 Minuten, und am Ende gewinnt der FC Bayern. Zumindest meistens.

In den Säbener Stories verbindet er jahrzehntelange Bayern-Leidenschaft mit einem amüsanten und unterhaltsamen Blick auf die Mannschaft von heute. Pack ma’s, Vincent!

Visualizza l' imprint del creator