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·19 marzo 2026
Die Wende nach der Wende? Im Schicksals-Derby könnte sich für den 1. FC Köln ein Kreis schließen

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·19 marzo 2026


Redaktion
19 März, 2026
Nach dem Remis gegen den HSV in der Vorwoche brauchen die Geißböcke unbedingt Punkte. Am liebsten schon am Wochenende im Derby. Ausgerechnet das leitete eigentlich die Wende in der Hinrunde ein – mindestens emotional.

Lukas Kwasniok im Spiel des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach
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Gladbachs Trainer Eugen Polanski rührte mit seiner Mannschaft erstmal Beton an und überließ dem FC weitestgehend das Feld. Vermutlich ein wenig aus Respekt vor dem starken Saisonstart des kölschen Kontrahenten. Eventuell aber auch, weil der VfL-Übungsleiter zuvor beim Gegner bereits ein Problem ausgemacht hatte, das sich wie ein roter Faden durch den weiteren Verlauf der Saison zieht. Den Geißböcken fehlt es gegen defensiv agierende Teams meist an spielerischer Kreativität und Durchschlagskraft. Und so kam die 1:3-Derby-Niederlage nach einer der schwächsten Saisonleistungen des 1. FC Köln auch nicht völlig überraschend, hatte aber weitreichende Folgen.
Denn während Gladbach mit dem Erfolg einen wichtigen Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld machte, wendete sich das Blatt mit diesem Spiel aus FC-Sicht zum Negativen. In den folgenden 16 Partien holte die Truppe von Köln-Coach Kwasniok nämlich gerade einmal elf Punkte. Berechnet man das Derby in der Hinrunde mit ein, sind es also elf Zähler in quasi einer Halbserie. Und damit eine zweifellos abstiegsreife Bilanz.
Zum Rückrunden-Derby schließt sich nun gewissermaßen der Kreis, wenn auch unter veränderten Vorzeichen. Die Borussia aus Mönchengladbach holte nach dem Hinrundenspiel gegen die Kölner noch 19 weitere Zähler und hat sich aktuell immerhin vier Punkte Vorsprung auf Platz 16 erspielt. Unterdessen ist die Distanz des FC zum Relegationsrang auf ein mageres Pünktchen geschmolzen. Und so abgedroschen der Begriff des „Schicksalsspiels“ auch klingen mag: Genau zu diesem könnte das anstehende rheinische Duell (Samstag, 15:30 Uhr, Liveticker bei come-on-fc.com) nun werden.
In erster Linie für Lukas Kwasniok. Dem Kölner Cheftrainer kann man auf der einen Seite zugutehalten, dass seine Mannschaft sich nach wie vor ordentlich präsentiert und bislang in keinem Spiel auseinanderfiel. So kann der FC auch weiterhin das beste Torverhältnis der Tabellenkeller-Teams vorweisen. Zudem haben die Kölner noch einige Gegner auf Augenhöhe vor der Brust (Come on FC berichtete). Und es damit selbst im Fuß, den drohenden Abstieg in diesen ‚Sechs-Punkte-Spielen‘ zu verhindern.
Auf der anderen Seite spricht die Punkteausbeute der letzten Wochen aber gegen Kwasniok. Zwar ist dessen Verhältnis zu Kölns Sportboss Thomas Kessler offenbar weiterhin intakt – und es gibt zudem zumindest kein öffentlich verkündetes Ultimatum für den Chefcoach. Es gilt allerdings als wahrscheinlich, dass das Schicksal Kwasnioks als FC-Trainer eng an den Ausgang der Partie gegen Mönchengladbach geknüpft ist. Sollten die Geißböcke das Derby nicht gewinnen, wäre Kwasniok vermutlich nur noch schwer zu halten.
Die Begegnung mit dem alten Rivalen kann man aber durchaus auch als Schicksalsspiel für den FC selbst sehen. Denn trotz eines Kaders, der grundsätzlich das Zeug für einen gesicherten Mittelfeld-Tabellenplatz haben sollte, sowie stets ansprechenden Leistungen gegen die Top-Mannschaften der Liga, ist die Lage prekär. Das Kölner ‚Projekt Bundesliga‘ läuft nach nur einer Saison Gefahr, schon wieder beendet zu werden.
Ein Derby-Sieg könnte also dazu beitragen, genau dieses Szenario vorerst abzuwehren. Ähnlich wie für Borussia Mönchengladbach in der Hinrunde könnte die Partie nun in der Rückrunde auch für den 1. FC Köln zum Wendepunkt werden. Ein Wendepunkt, durch den die Geißböcke den Negativ-Trend stoppen, sich eine solide Ausgangsposition für die restlichen Spiele im Abstiegskampf verschaffen. Und womöglich auch einen in solchen Situationen branchenüblichen Trainerwechsel verhindern können.
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