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·17 febbraio 2026
Erneut gut mitgehalten, aber auch wieder keine Punkte: Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

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Simon Hense
17 Februar, 2026
Achtmal haben die Geißböcke diese Saison in der Liga gegen Mannschaften aus den aktuellen Top sechs gespielt, sieben der Begegnungen haben sie – wie am vergangenen Samstagabend gegen den VfB Stuttgart – verloren. Mehrere der Duelle waren sehr eng, sie gingen dennoch an den Gegner. Was fehlt dem 1. FC Köln noch gegen Top-Teams?

Said El Mala und Ragnar Ache im Spiel gegen den VfB Stuttgart (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images)
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Es hatte ein bisschen was von einem Déjà-vu: Wie in der Woche zuvor gegen RB Leipzig geriet der 1. FC Köln in Stuttgart in Rückstand. Erneut schafften es die Geißböcke dank einer Energieleistung, den Ausgleich zu erzielen. Aber wie im Duell mit Leipzig kassierten die Kölner nur ein paar Minuten später den nächsten Gegentreffer, von dem sie nicht mehr zurückkommen konnten. Aber nicht nur deshalb kam die Partie gegen den VfB den FC-Fans wahrscheinlich sehr bekannt vor. Denn in wettbewerbsübergreifend neun Duellen mit Mannschaften aus den aktuellen Top sechs war das 3:1 in Stuttgart bereits die achte Kölner Niederlage. „Täglich grüßt das Murmeltier. Es war eine mehr als ordentliche Leistung gegen einen Top-Gegner, aber am Ende stehen wir wieder mit leeren Händen da“, meinte daher auch Trainer Lukas Kwasniok nach dem Spiel.
Dass der FC gegen den VfB erneut gegen ein Top-Team gut mitgehalten hat, sich am Ende aber nicht belohnen konnte, lag für den Coach auch an der Individuellen Klasse des Gegners. „Man hat die Qualität der Jungs vom VfB gesehen. Das hat uns am Ende gekillt und deshalb stehen wir jetzt zum wiederholten Mal da und müssen sagen: Hey, es fehlt nicht viel. Aber es fehlt leider aktuell ein bisschen was, um gegen die Besten nicht nur gut auszusehen und ein offenes Spiel abzuliefern, sondern um auch Punkte mitzunehmen“, so Kwasniok. Gerade das 2:1 der Gastgeber nötigte ihm Respekt ab: „Hendriks spielt einen überragenden Flankenball und Demirovic erkennt die Situation super. Dann muss man das auch akzeptieren und sagen: Glückwunsch an den VfB, dass sie diese Jungs verpflichtet haben.“
Mit seinen Aussagen hat der Trainer durchaus einen Punkt. In engen Duellen wie gegen Stuttgart und Leipzig kann die individuelle Klasse den Unterschied ausmachen. Und die spielte Stuttgart gerade beim erneuten Führungstreffer auch gnadenlos aus. Sogar bereits vor der Flanke von Ramon Hendriks. Dieser bekommt den Ball nämlich vorher stark von Bilal El Khannouss mit der Hacke weitergeleitet. Eine Szene, die nochmal den Unterschied zwischen den Top-Teams und dem 1. FC Köln, einem Aufsteiger deutlich macht.
Trotzdem wollte zumindest Ragnar Ache die Qualität von Stuttgart nicht als alleinigen Grund gelten lassen. Der Angreifer sah eher ein anderes Problem: „Vielleicht fehlt uns das letzte bisschen Konzentration, wenn wir das 1:1 oder ein Tor machen, dann ist es wichtig, konzentriert zu bleiben. Und nicht nach drei, vier Minuten wieder ein Gegentor zu kriegen. Das müssen wir verbessern.“ Damit benennt der Stürmer einen weiteren Faktor, der speziell gegen die Spitzenmannschaften offenbar entscheidend sein kann. Denn der Treffer zum 2:1 durch Ermedin Demirovic ist schon der fünfte Gegentreffer für den FC innerhalb von zehn Minuten nach einem eigenen Erfolgserlebnis.
So schaffen es die Geißböcke nicht, den Schwung nach einem eigenen Tor mitzunehmen und waren stattdessen eher – wie von Ache kritisiert – unkonzentriert. Dabei sind gerade gegen die Top-Teams kleine Ungenauigkeiten besonders schmerzhaft. So muss der FC sein Spiel über 90 Minuten plus Nachspielzeit durchziehen, will er sich gegen die Top-Teams behaupten. Das haben sie gegen Stuttgart, Leipzig und auch ein paar Wochen zuvor gegen Bayern München nach einem eigenen Treffer nicht ausreichend geschafft.
Und dann passt es auch, dass gegen den VfB gleichzeitig mehrere Profis nicht ihre beste Leistung zeigten. Dazu gehörte Eric Martel, der seit ein paar Wochen seiner Form hinterherläuft. Der Defensivspezialist verlor etwa beim ersten Stuttgarter Treffer Demirovic aus den Augen. Bei diesem Tor sah Kristoffer Lund ebenfalls nicht gut aus. Der Linksverteidiger verlor das entscheidende Duell in der Luft gegen Jamie Leweling, weil er zu weit entfernt von seinem Gegenspieler stand. In der Offensive wiederum vergab zum Beispiel Marius Bülter nach einer Stunde eine große Chance auf den Ausgleich. Damit waren es am Ende zu viele Momente, in denen die Kölner nicht aufmerksam genug waren und zu viele Spieler, die nicht an ihr Leistungsmaximum herankamen. Um gegen die Top-Teams etwas zu holen, müssen die Geißböcke aber bei 100 Prozent sein. Sonst setzt sich am Ende wieder der Favorit durch.
Allerdings sprach Bülter nach dem Spiel noch einen weiteren Punkt an, der aus seiner Sicht dazu führte, dass die Kölner am Ende wieder mit leeren Händen dastanden. Der Angreifer sprach nach der Partie davon, dass den Domstädtern „ein bisschen Glück“ fehlen würde. Tatsächlich hatte der FC in den vergangenen beiden Partien kein Glück mit Schiedsrichterentscheidungen. So hätte ein anderer Unparteiischer beim leichten Schieben von Maximilian Mittelstädt gegen Ache in der Anfangsphase vielleicht auf den Punkt gezeigt. Mit etwas mehr Glück in solchen Momenten wäre eventuell mehr drin gewesen.
Mit der TSG 1899 Hoffenheim und Borussia Dortmund warten in den nächsten drei Spielen noch zwei Top-Teams auf den FC. Damit gibt es gleich zwei Möglichkeiten für die Geißböcke, die Kleinigkeiten, die gegen Favoriten bisher so oft zu Ungunsten der Kölner ausgefallen sind, besser zu machen. Dabei wären Punkte in den Partien natürlich nur „Bonuspunkte“, wie es Kwasniok ausdrückt, und die wichtigeren Duelle, in denen die Domstädter punkten müssen, sind die gegen die direkte Konkurrenz. Aber gerade diese „Bonuspunkte“ können am Ende trotzdem den Unterschied im Abstiegskampf ausmachen. Dabei machte dem Trainer Mut, dass der FC jetzt erstmal mit Hoffenheim auf das eine Spitzenteam trifft, gegen das der 1. FC Köln schon gewonnen hat. „Vielleicht ist das ein gutes Omen für die kommende Woche“, hoffte der Coach.
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