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·28 giugno 2026

Frankreich vorne, Deutschland nur Sechster: Das WM-Powerranking vor der K.o.-Phase

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Die Gruppenphase ist in den Büchern, mit dem Duell Mexiko gegen Südafrika wird am heutigen Sonntagabend die WM-Endrunde eingeläutet. Nach 72 Spielen ist es Zeit für eine erste Einordnung: Welche Nation ist wie stark und wer wird tatsächlich um den Titel mitspielen? 90Plus präsentiert das Powerranking vor den Sechzehntelfinals.

Platz 8: Portugal

Mit fünf Punkten aus drei Spielen schloss die portugiesische Auswahl die Vorrunde hinter Kolumbien auf Platz zwei ab und trifft nun im Sechzehntelfinale auf Kroatien. Bis auf den 5:0-Erfolg gegen Usbekistan trat die Mannschaft von Roberto Martinez insbesondere offensiv zu behäbig und zäh auf, sodass die Chancen für das vor der WM als Turnierfavorit deklarierte Portugal inzwischen etwas schlechter stehen.


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Eine Platzierung in den Top acht ist angesichts der individuellen Qualität dennoch unumgänglich. Zudem zeigte Portugal bereits beim EM-Erfolg 2016, dass eine gute Gruppenphase nicht zwingend erforderlich ist, um am Ende den Pokal in die Höhe zu strecken.

Platz 7: Brasilien

Mit sieben Punkten aus drei Spielen qualifizierte sich die Mannschaft von Carlo Ancelotti souverän für die K.o.-Phase. Doch bei einem genaueren Blick auf die Art und Weise kommen Fragen hinsichtlich der Spielphilosophie auf. Brasilien präsentiert sich nicht mit extremer Leichtigkeit, spielerischer Dominanz und fulminantem Offensivfußball.

Ancelotti stärkte die Defensive und setzt auf frühe Fehler des Gegners, um schnell in Kontersituationen zu kommen. Gegen Schottland ging diese Taktik optimal auf, zudem scheint Superstar Vinicius rechtzeitig zur WM seine Form gefunden zu haben. Mit Japan wartet nun allerdings ein echter Härtetest im Sechzehntelfinale.

Platz 6: Deutschland

Nach zwei Spielen schien die Stimmung in der deutschen Mannschaft auf dem Höhepunkt zu sein. Ein sehr guter Auftritt gegen Curacao, gefolgt von einem Last-Minute-Sieg gegen eine gute Mannschaft der Elfenbeinküste. Die DFB-Elf erwischte eine komplizierte Gruppe und qualifizierte sich als erstes Team bereits vor dem letzten Gruppenspiel.

Der Auftritt gegen Ecuador ist aber eben der Grund, weshalb sich die Mannschaft von Julian Nagelsmann nur auf Platz sechs wiederfindet. Die Südamerikaner waren deutlich bissiger, griffiger und physischer und gewannen folgerichtig mit 2:1. Angesichts der Ausgangslage vor dem Spiel, Deutschland bereits sicher Erster und Ecuador im Do-or-die-Modus, war die unterschiedliche Intensität allerdings vielleicht auch dieser Konstellation geschuldet.

Platz 5: Niederlande

Bis auf das 2:2 gegen Japan spielten die Niederlande eine makellose Gruppenphase. Brian Brobbey scheint als Zielspieler im Angriff das dringend benötigte Puzzleteil zu sein. Der Sunderland-Stürmer ist selbst torgefährlich, reißt aber auch Räume für seine Mitspieler. Doch auch die Offensive um ihn herum, angeführt von Cody Gakpo, präsentiert sich in bestechender Form.

Mit Marokko wartet nun allerdings wohl das gefährlichste Sechzehntelfinal-Matchup eines Turnierfavoriten. Ronald Koeman und Co. können bei einem Sieg jedoch einen fulminanten Lauf starten und ernsthaft ein Wort im Titelrennen mitsprechen.

Platz 4: England

Auch wenn Thomas Tuchel an der Seitenlinie steht, hat der Fußball weiterhin etwas von Gareth Southgate. England liefert bei weitem kein Offensivfeuerwerk ab und kommt eher über Dominanz und Kontrolle.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass genau dieser Fußball die Engländer bei den vergangenen Turnieren immer weit getragen hat. Mit der DR Kongo im Sechzehntelfinale und dem Sieger aus Mexiko gegen Ecuador im Achtelfinale erwischten die Three Lions zusätzlich einen vermeintlich einfachen Turnierbaum.

Es kann einmal mehr ein weiter Lauf der Engländer werden.

Platz 3: Spanien

Wie stark ist der amtierende Europameister wirklich? Mit sieben Punkten gewann die spanische Auswahl ihre Gruppe zwar souverän, doch sowohl gegen Kap Verde als auch gegen Uruguay wirkte die Offensive phasenweise zu ideenlos. Der absolute Unterschiedsspieler, der die Offensive aktuell zu tragen scheint, ist ein 18-Jähriger, der gerade erst aus einer Verletzung zurückkommt.

Allerdings kassierte das Team von Luis de la Fuente keinen einzigen Gegentreffer und ist eine der eingespieltesten Mannschaften des gesamten Turniers. Mit Österreich und dem Sieger aus Portugal gegen Kroatien warten in den ersten beiden K.o.-Runden jedoch direkt zwei echte Aufgaben.

Platz 2: Argentinien

Argentinien gehört zu den wenigen Nationen, die mit neun Punkten aus drei Spielen durch die Gruppenphase marschierten. Mit Österreich und Algerien warteten dabei durchaus knifflige Aufgaben, doch Lionel Messi präsentiert sich mit 38 Jahren in absolut bestechender Form. Das Zentrum agiert kompakt, die Defensive inklusive Keeper Emiliano Martinez wirkt sicher.

Zudem meint es der Turnierbaum außerordentlich gut mit den Gauchos. Lionel Messi, der mit sechs Treffern der beste Torschütze des Turniers ist, hat eine reale Chance, seine Legacy mit einem zweiten WM-Titel endgültig zu zementieren.

Platz 1: Frankreich

Schon vor dem Turnier zum absoluten Topfavoriten auserkoren, gibt sich die französische Nationalmannschaft keine Blöße und zog souverän mit neun Punkten aus drei Spielen in die K.o.-Phase ein.

Nachdem zunächst Kylian Mbappe und Michael Olise offensiv ein Feuerwerk abbrannten, fand nun auch Ousmane Dembele im letzten Spiel gegen Norwegen zu seiner Topform, sodass die Tricolore in jedem Fall ein gewichtiges Wort im Titelrennen mitreden wird.

Im Achtelfinale könnte es zum Knaller gegen Deutschland kommen, doch die Mannschaft von Didier Deschamps ist, egal wie der Gegner heißt, aktuell der kompletteste und gefährlichste Anwärter auf den WM-Titel.

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