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·29 gennaio 2026
Fünf englische Klubs fix im Achtelfinale: Europas Fußball muss sich an die neue Realität gewöhnen

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Arsenal, Liverpool, Tottenham, Chelsea und Manchester City stehen direkt im Achtelfinale. Die finanzielle Übermacht der Premier League prägt den europäischen Klubfußball.
Die Premier League hat in der Ligaphase der Champions League ein Statement gesetzt, das niemanden überraschen kann, der die Entwicklung des europäischen Klubfußballs in den vergangenen Jahren verfolgt hat. Fünf englische Vereine stehen bereits im Achtelfinale: Arsenal, Liverpool, Tottenham, Chelsea und Manchester City. Das ist keine Momentaufnahme, sondern die logische Konsequenz finanzieller Übermacht.
Simon Rolfes hat es auf den Punkt gebracht. Der Sportchef von Bayer Leverkusen sprach von der massiven Qualität, die englische Klubs nicht nur auf dem Platz zeigen, sondern auch auf der Bank vorhalten können. Wenn Arsenal oder Liverpool ihre Kader durchrotieren, kommen Spieler ins Spiel, die anderswo Stammspieler wären. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Investitionen, die andere Ligen schlicht nicht stemmen können.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Alle neun englischen Vertreter in den drei europäischen Wettbewerben haben mindestens die Play-offs erreicht. Einzig Newcastle United muss in der Königsklasse den Umweg gehen. Der Vorsprung im Rennen um die European Performance Spots ist bereits jetzt kaum noch einzuholen. Spanien und Italien, traditionell die schärfsten Konkurrenten, liegen weit zurück.
Interessant ist dabei der Blick auf die vermeintlichen Ausnahmen. Real Madrid und Paris Saint-Germain, zwei der finanzstärksten Klubs überhaupt, müssen in die Play-offs. Das zeigt: Geld allein garantiert keinen Erfolg, aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit erheblich. Von den zehn umsatzstärksten Vereinen Europas stehen sieben direkt im Achtelfinale. Sporting Lissabon als Siebter der Ligaphase bleibt eine sympathische Ausnahme, die die Regel bestätigt.
Die Bundesliga muss sich fragen lassen, wie sie auf diese Entwicklung reagieren will. Rolfes' Appell, die eigenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen, klingt vernünftig, aber auch ein wenig resignierend. Die Wahrheit ist: Der finanzielle Graben zwischen der Premier League und dem Rest Europas wird nicht kleiner. Die TV-Einnahmen, die Sponsorenverträge, die globale Vermarktung – in all diesen Bereichen hat England einen Vorsprung aufgebaut, der sich sportlich niederschlägt.
Das bedeutet nicht, dass deutsche Klubs chancenlos sind. Leverkusen hat in der vergangenen Saison bewiesen, dass kluge Arbeit Wunder wirken kann. Aber die strukturellen Vorteile der Premier League lassen sich nicht wegdiskutieren. Die englische Dominanz in dieser Champions-League-Saison ist kein Ausreißer. Sie ist der neue Normalzustand, an den sich der europäische Fußball gewöhnen muss.








































