Barçawelt
·22 luglio 2026
Gavi spricht sich gegen Sperre für Paredes aus

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Leandro Paredes geht nach dem Abpfiff im WM-Finale unter anderem auf Gavi los. Trotzdem spricht sich der Profi des FC Barcelona gegen eine Sperre für den Argentinier aus.
Ein verlorenes Finale bei einer Weltmeisterschaft kann für eine kurze Zündschnur sorgen – offenbar erst recht bei der argentinischen Nationalmannschaft. Nach der schon rauen Gangart der Südamerikaner während des Spiels brannten Leandro Paredes regelrecht die Sicherungen durch, als am Sonntag die Niederlage im Finale gegen Spanien durch den Abpfiff besiegelt wurde.
Seine Wut ließ er unter anderem an Gavi aus. Doch der Profi des FC Barcelona kommentierte die Geschehnisse mit ein paar Tagen Abstand nun gelassen. Geht es nach dem 21-Jährigen, hat der Vorfall für Paredes kein Nachspiel.
„Ich finde nicht, dass es eine Sanktion geben sollte. Mir ist bewusst, dass dadurch gegenüber den Kindern kein gutes Bild vermittelt wurde, aber zum Fußball gehört nun einmal auch dieser etwas gewalttätigere Teil. Für mich wäre das Logischste gewesen, ihn im Spiel des Feldes zu verweisen und dann hat es sich. Aber wie gesagt: Ich denke, das ist alles Fußball und so muss der Fußball immer sein“, sagte Gavi am Dienstag gegenüber Reportern.
Der 32-Jährige, bei den Boca Juniors unter Vertrag, war erst auf Eric García zugestürmt, hatte ihn zu Boden geschubst. García stand schnell wieder auf, woraufhin er von Paredes am Hals gepackt wurde. Gavi kam hinzu, verpasste dem aufbrausenden Argentinier einen Stoß, was diesen umso mehr erzürnte. Paredes riss die Augen weit auf, presste die Lippen zusammen, zog am Leibchen des Barça-Mittelfeldakteurs. Daraufhin verpasste er ihm mit der Innenseite des Arms noch einen Schlag ins Gesicht, drückte Gavi zudem mit beiden Händen erneut zu Boden.
Fälschlicherweise hatte medial daraufhin die Runde gemacht, Paredes sei dafür von Schiedsrichter Slavko Vinčić mit einer Roten Karte bestraft worden. Die Tätlichkeit blieb in Wahrheit ungeahndet, der Referee hatte davon offenbar gar nichts mitbekommen. Mit dieser Annahme lässt sich auch das Vorgehen der FIFA erklären: Am Montag teilte der Fußballweltverband mit, die Disziplinarkommission würde in der Angelegenheit ermitteln.
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